Schlösser und Burgen von A-Z 82

Schloss Neusorge
09648 Zschöppichen
Landkreis Mittweida
Südlich von Mittweida, in der Nähe der Zschopau gelegen, be¬findet sich dieser Ort. Neusorge wurde 1445 als Rittergut erst- mals erwähnt. Es befand sich seit etwa 1551 als eine reiche Gutsherrschaft im Besitz der Familie von Schönburg. Als ein Brand 1579 die Anlage weitgehend ver¬nichtete, entstand an gleicher Stelle ein Renaissanceschloss. Es wird 1610 an den Kurfürsten verkauft und ein Amtssitz einge¬richtet. General K. Siegmund von Arnheim erwirbt Neusorge 1689 und lässt an Stelle des Vorgän¬gerbaus um 1720 das heutige Schloss errichten. Ein Blitz ver¬nichtet 1745 erneut die gesamte Anlage, wovon die Wirtschafts¬gebäude unmittelbar nach dem daraus entstandenen Brand wie¬der aufgebaut wurden, jedoch das Schloss in den nächsten 150 Jahren in ruinösem Zustand ver¬blieb. Nachdem 1910 die Kunst¬gegenstände aus dem Schloss entfernt wurden, übernahm von 1921 bis 1923 Elsa Brand¬ström den symmetrischen Drei¬flügelbau mit seinem schieferge¬deckten Mansarddach und Gauben, ließ ihn ausbauen und richtete hier ein Heim für Kriegs¬waisen ein. Er besitzt einen Mittelrisalit mit Dreiecksgiebel und zwei Seitenrisalite. Die Hauptfassade im Hofbereich wird durch eine sandsteinerne Wappenbekrönung über dem in der Mitte liegenden Hauptportal betont, das über eine vorgelegte Freitreppe erreicht werden kann. Im Innern finden wir ein reprä¬sentatives Haupttreppenhaus mit Granitstufen und eine Por¬phyrbrüstung aus dem Jahre 1922.1945 wurde in das Schloss ein Spezialkinderheim gelegt und von 1976 bis 1984 entstand ein Neubau des Heimes. Von der barocken Gartenanlage blieb nichts erhalten, doch unterhalb des Schlosses schließt sich eine große Parkanlage mit altem Baumbestand an. Das Schloss befindet sich in Privatbesitz.

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Schloss Wildeck
09405 Zschopau
Mittlerer Erzgebirgskreis
Zschopau erreicht man auf der B 174 in Richtung Grenzüber¬gang zur tschechischen Repu¬blik, auf halbem Wege zwischen Chemnitz und Marienberg. Auf einem Bergsporn über dem Flüsschen Zschopau steht am Rande der Stadt gleichen Na¬mens das Schloss Wildeck mit seinem im Zentrum der Anlage stehenden „Dicken Heinrich“, einem umfangreichen und ho- henTurm. Dieserwarim 12. Jahr¬hundert zum Schutze des alten böhmischen Steiges und zur Si¬cherung des Flussübergangs er¬richtet worden. Hier entlang zog sich der Handelswegvon Leipzig nach Prag, auf dem die Kaufleute unter anderem auch das „weiße Gold“ (Salz) transportierten. Ur¬kundlich wird Zschopau erst¬mals im Jahre 1286 erwähnt, doch lange vorher stand hier Schloss schon benannter Turm, der heu- Wildeck, te das älteste Bauwerk Zscho- Zschopau paus ist. Anfangs war er nur 20 m hoch mit einem Eingang, der sich 14 m über der Erde befand. Gegen Ende des 12. Jahrhun¬derts baute man zum Schutze der Stadt um den Turm eine Burg, die 1545-1547 unter Kur¬fürst Moritz zum Jagdschloss umgebaut wurde. Das Schloss war mit Fest- und Repräsenta¬tionsräumen ausgestattet und besaß einen Bärenzwinger. Es war Sitz des Oberforst- und Landjägermeisters, der die kur¬fürstlichen Waldungen verwalte-te. Viele Jahre hatte dieses Amt Herr von Rüxleben inne, der in der Gunst des Kurfürsten August I. stand. Bis in das 20. Jahrhun¬dert diente Schloss Wildeck als Verwaltungsgebäude und ist auch heute der Öffentlichkeit zugänglich. Es beherbergt ein Heimatmuseum, eine Biblio¬thek und das Fremdenverkehrs¬amt. Die verschiedensten Verei¬ne Zschopaus nutzen weitere Räumlichkeiten im Schloss. Der Schlossgarten lädt zum Verwei¬len ein, und der„Dicke Heinrich“ bietet nach Überwindung der 144 Stufen einen herrlichen Aus¬blick auf die Stadt und Umge¬bung. Ein im Stile des 16. Jahr¬hunderts restaurierter Raum steht zur Besichtigung offen. Schloss Wildeck bekam erst jüngst einen neuen Fassadenan¬strich und präsentiert sich nun in einem weißen „Kleid“.
Schloss Zschorna
01561 Zschorna
Landkreis Riesa-Großenhain
Nördlich der Radeburger Heide an der A 13 liegt Zschorna, nördlich von Dresden. Besitzerder Anlage waren die Herren Sifried de Schonfeit, die von Köckeritz und ab 1462 die Herren von Schleinitz, vormalsGebrüdervon„Hermans- dorff“. Umgeben war die Anlage von Wassergräben, die späterver- füllt wurden, wodurch eine schö¬ne gepflegte Parkanlage ent¬stand. 1488 legte man den ersten Teich im Territorium an, weitere folgten erst 1722. Die ursprüngli¬che alte Wasserburg wurde im Jahre 1537 zum Schloss umge¬baut. Sein heutiges Aussehen er¬hielt es 10 Jahre später durch die Brüder Christoph und Heinrich von Beschwitz, nachdem sie das alte Schloss abgebrochen hat¬ten. Das regelmäßige Viereck der Schlossanlage entstand durch spätere Anbauten. Seine Mauer¬stärken sind beachtlich und das Gebäude besitzt drei Stockwerke. Hannibalvon Lüttichau kauftedie Herrschaft von Nikol Beschwitz und besaß diese bis 1612, worauf er sie an Carl Christoph von Gold¬stein verkaufte. 1671 kam sie dann in den Besitz des Oberconsistori- alpräsidenten Gottfried Hermann von Beichlingen. Weitere Besitzer folgten in den nächsten Jahrhunderten.wiedievon Nischwitz, Au¬gust von der Sahla auf Schönfeld, der 1768 verstarb, sowie Carl Friedrich von Erdmannsdorf, kur¬fürstlich-sächsischer Kammer¬herr, dessen Nachfahren bis weit indasi9.JahrhundertdasSchloss besaßen. Auf Schloss Zschorna wusste man auch zu feiern, be¬sonders zu jenerZeit, als der Kabi¬nettminister von Hoym am Dres¬dener Hof Besitzer des Schlos¬ses war. Während Deutschlands „brauner Zeit“ diente das Schloss der NSDAP als „Haus der Kame¬radschaft“ und in der sozialisti¬schen Zeit als Landesschule für Pionierleiterund FDJ Zentralschu¬le. Heute ist es in Privatbesitz.
Schlossruine Osterstein Schloss Planitz
08056/08064 Zwickau
Kreisfreie Stadt Zwickau
Der Freistaat Sachsen ist wahr¬lich ein geschichtsträchtiges Land, und seine Bauwerke, wenn auch schon viele verfallen, er¬zählen uns als stumme Zeugen davon. Auch Zwickau kann auf zwei Schlösser verweisen, von denen Schloss Osterstein, im Zentrum der Stadt gelegen, heu¬te nur noch als Ruine vorzufinden ist und nach 1212 als markgräfli¬che Burg entstand. Dieses er¬langte, als es noch ein stolzer und fester Bau war, eine traurige Berühmtheit, denn das Schloss diente lange Zeit als Zuchthaus, dessen prominentester Insasse wohl Karl May gewesen ist. Von 1587 bis 1590 entstand das Schloss für Kurfürst August neu. 1632 wurde es nach Zerstörung wieder hergestellt. Von 1806 bis 1807 kam noch der Westflügel hinzu. Heute wirkt das Schloss düster und fast Furcht einflö¬ßend, doch Pläne liegen bereits vor, dieses Bauwerk in Zukunft zu einem attraktiven Anzie¬hungspunkt für Besucher zu ge¬stalten.
Im Ortsteil Planitz, am Südrand der Stadt, finden wir das barocke zweiflüglige Schloss in erhalte¬ner Substanz. Es erhebt sich hoch auf dem Schlossberg und diente den Rittern von Planitz als Sitz. Erbaut als Burg und im Lau¬fe der Zeit mehrfach umgestal¬tet, ist Schloss Planitz vermut¬lich in der Mitte des 12. Jahrhun¬derts entstanden. Es überstand
alle Kriegswirren und Brände seit seinem Bestehen. Seine heutige Gestalt erhielt es um die Jahre 1730-1740. Noch vor wenigen Jahrzehnten umgab das Schloss ein herrlicher Park, der jedoch größtenteils beseitigt wurde, in dessen erhalten gebliebenem Teil jedoch ein sehenswerterTee- pavillon von 1769 steht. Genutzt wurde das Schloss Planitz auf vielfältige Weise, im vergange¬nen Jahrhundert als Rathaus, später als Unterkunft für Wis¬mut-Arbeiter und Ausbildungs¬stätte der Polizei. Schloss Planitz ist heute Sitz des Clara-Wieck- Gymnasiums und für die Öffent¬lichkeit nichtzugänglich.

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Schlösser und Burgen von A-Z 81

Altes Schloss und Palais Zabeltitz
01561 Zabeltitz
Landkreis Riesa-Großenhain
Die Gemeinde befindet sich nörd¬lich von Großenhain, in einer Ent- fernungvon ca. 10 km. Die Slawen nannten Zabeltitz „Zablato“, was so viel heißt wie „Leute hinterm Sumpf“. Errichtet wurde das heu¬tige Palais um 1728, doch die Ge¬schichte um Zabeltitz reicht viele Jahrhunderte zurück. Erstmals im Jahre 1207 wird ein Henricus de Zablatitz urkundlich erwähnt. Doch der Ort gleichen Namens taucht erst 1353 in einem Zah¬lungsakt schriftlich auf. Zwei Jah¬re später wird das Raubritterge¬schlecht von Köckeritz als Besit¬zer von Zabeltitz verzeichnet, ab i397gehörteesHeinrichvon Her¬stein. Es folgte die Adelsfamilie von Pflugk, die mit diesem Besitz ihren Machtbereich erweiterte. Durch Christian I., der das Palais als Reit- und Jagdschloss nutzte, ginges in die wettinische Kurfürs¬tendynastie über. So blieb es nicht aus, dass in den Jahren 1588-1598 eine lebhafte Bautä¬tigkeit einsetzte. Neben dem Palais entstand das heute so ge¬nannte Alte Schloss, ein lang ge¬streckter Gebäudekomplex mit Wirtschafts-, Küchen-, Wohn-und Schlafräumen sowie Stallungen. Bauleiter war seinerzeit für das im Stile der Spätrenaissance errich¬tete Bauwerk Oberzeugmeister Paul Büchner. Christian (.verstarb 1591, und Kurfürst Christian II. führte den Bau zu Ende. Viele namhafte Persönlichkeiten wech¬selten sich in der Folge als Besit¬zerder Anlage ab. August derStar- ke erbte den Besitz von seiner Mutter Anna Sophie im Jahre 1717. Interessant ist auch, dass er sei¬nereinstigen Mätresse,GräfinCo- sel, die bereits auf Stolpen inhaf¬tiert war, unbedingt Schloss Za¬beltitz für Pillnitz anbieten wollte. Da diese jedoch nicht gewillt war, das ihr einst in Liebeszeiten ge-schenkte Schloss herzugeben, nahmerderGräfin kurzerhand ih¬ren Pillnitzer Besitz, zahlte ihr da¬füreine monatliche Rente und be-hielt obendrein noch Zabeltitz. Eine neue Blütezeit für das Palais brach mit der Inbesitznahme durch einen aus einem meck-lenburgischen Rittergeschlecht stammenden August Christoph Graf von Wackerbarth an. Als sein Haus im jahre 1728 in Flammen aufging, schenkte ihm der Kur¬fürst das Gut Zabeltitz. Der rö¬misch-deutsche Kaiser Joseph I. hatte ihn bereits 1705 in den Reichsgrafenstand erhoben und am Kurfürstenhof avancierte er 1730 zum Generalfeldmarschall. Wackerbarth, auf viele Studien-reisen durch fast ganz Europa ge¬schickt, veränderte nach seiner Rückkehr das Palais innen und außen. Als Architekten wählte er sich Johann Christoph Knöffel. Beide schufen eine einzigartige Gartenlandschaft mit zwei Tei¬chen, zwei Bassins sowie der Eli-sabeth-Insel, mit seltenen aus¬ländischen Bäumen und Gewächsen terrassenartig bepflanzt. Ein¬einhalb Jahre nach August dem Starken verstarb auch Graf Wa¬ckerbarth und hinterließ seinem Sohn, dem Grafen von Wacker- barth-Salmour, ein stattliches An-wesen in Zabeltitz. Später fiel der Herrensitzan den Königvon Sach¬sen, Friedrich August III. (der Ge¬rechte), der es noch im Erwerbs¬jahr seinem Onkel und einstigem Vormund, dem Prinzen Xaver, schenkte. Als 1816 PrinzXaverver- starb, endete auch das Besitztum der kurfürstlichen Generationen an Zabeltitz. Die HerrschaftZabel- titz ging an den Kammerherrn Friedrich Freiherr von Wießenbach und blieb bis 1889 im Fami¬lienbesitz. Danach übernahm sie der herzoglich-sächsische Kam¬merherr Dr. Arnold von Frege- Weltzien und ab 1932 dessen Nachkommen. Im gleichen Zeit¬raum erhielt der Kommerzienrat Paul Habich das „Alte Schloss“, das nunRittergutHabichgenannt wurde. Im Zuge der Bodenreform 1945 erfolgte die Beschlagnahme und Aufteilung des gesamten Herrschaftsbereiches, er wur¬de Volkseigentum. Das „Alte Schloss“ wurde unter Leitung von Prof. Rainer Fetscher zu einem Land-Ambulatorium umfunktio¬niert. Heute, im Gemeindebesitz, wurden eine medizinische Ein¬richtung und das Tourismusbüro untergebracht. Das Palais mitsei- nem 15 ha großen Park wechselte nocheinige Maleden Eigentümer. Sodienteesauchdem Landesver¬band der Volkssolidarität Dres¬den und 1956 dem Ministerium für Verkehrswesen. Das Institut für sozialistische Wirtschaftsführung im Verkehrswesen gestalte¬te 1966 das Palais zum Schu¬lungszentrum um. 1993 restau¬rierte die Bahn-AG als Eigentümer das Palais umfassend, ließ es im neuen Glanz erstrahlen und machte eine Tagungs- und Bil¬dungsstätte daraus.

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Schloss Zschepplin
04838 Zschepplin
Landkreis Delitzsch
An der B 107,10 km südlich von der Stadt Bad Düben, liegt die Gemeinde Zschepplin in der Nähe der Mulde. Das ehemalige Rittergut befand sich seit 1579 im Besitz der Familie von Dies¬kau, bis es 1761 der sächsische Minister Heinrich Graf von Brühl übernahm und es von diesem er¬heblich erweitert wurde. 1775 folgte als neuer Besitzer der österreichische Geheimrat und Kabinettsekretär Karl Freiherr von Bender und Loitha. Dieser brachte am Schloss einen Erker¬bau an. Das Objekt besteht aus einer mehrflügligen Schlossan¬lage aus verschiedenen Stilepo¬chen. Der Kernbau stammt aus der Mitte des 16. Jahrhunderts und umschließt einen Hof mit gewölbtem, von dorischen Säu¬len gestütztem Arkadenum¬gang. Im nördlichen Teil des Innenhofes wurde ein quadratischerTreppenturm mit welscher Haube und Laterne eingepasst, der alle weiteren Gebäude über¬ragt. Der Nordbau besitzt ein Zwerchhaus sowie einen vo¬lutengeschmückten Ziergiebel. Die Mitte des Südflügels über¬ragt ein weiterer runder Turm. Die Fassade besitzt außer einem Gurt- und Kranzgesims keinen besonderen Schmuckwert, le¬diglich an der Nord-und Ostseite hebt sich ein Risalit hervor. Der Erweiterungsbau im spätba¬rocken Stil wurde vermutlich vom sächsischen Oberland- und Hofbaumeister Friedrich Au¬gust Krubsacius gestaltet. Das Schloss stellt eine ursprüngli¬che Renaissanceanlage dar und istzum Teil in den Räumen früh¬klassizistisch gestaltet. Betritt man das Schloss, gelangt man in eine große Eingangshalle mit dorischen Säulen und über das seitlich gelegene Treppenhaus in das Obergeschoss. In den Räumen sind Wandverzierungen und Stuckrosetten vorhanden. Der große Festsaal im Westflü- gel stammt von Clemens August Bruno von Mengersen aus dem Jahre 1854 und wurde im Stile der Neorenaissance gestaltet. Ein Ecksalon hat originale Su¬praportenmalerei und stuckbe¬setzte Wandsockel. Das Schloss wurde zuletzt teilweise als Kin¬derheim genutzt und stand wei¬testgehend leer. Am Osttrakt schließt sich ein Landschafts¬garten im englischen Stil an.

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Schlösser und Burgen von A-Z 80

Schloss Wolkenstein
09429 Wolkenstein
Mittlerer Erzgebirgskreis
Die Bergstadt Wolkenstein liegt an der Silberstraße am Natur¬park Erzgebirge, nördlich von Annaberg-Buchholz an der B101 und der B 171. In der zweiten Hälfte des 12. Jahrhunderts ent¬stand hier im Zuge der Besied¬lung eine Burg zur Sicherung des alten Kärrnerweges und der Herrschaft. Erstmals werden i24idie Herren von Waldenburg als Besitzer genannt. Siebzig Meter hoch, auf einem Berg¬sporn über der Zschopau, er¬hebt sich die Burg und um¬schließt mit ihrer Wehrmauer die gesamte Siedlung. 1312 war sie Sitz eines Erzpriesteramtes. Nach Ableben des letzten Wal¬denburgs fiel der gesamte Be- sitz an die Wettiner und wurde

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herzoglich-kurfürstliches Amt.
Ab 1505 wurde Wolkenstein Sommersitz des Herzogs Hein¬rich des Frommen, der die Anla¬ge zum Wohnschloss ausbauen ließ. Die saalartigen Räume wurden mit spätgotischen Vor¬hangbogenfenstern und ge¬waltigen Balkendecken verse¬hen. 1536 bekam das Schloss Renaissancemalereien, Stallun¬gen und eine Silberkammer. Kaum ein anderer Besitz wurde so oft von Bränden heimgesucht wie Wolkenstein. Zum ersten Mal brannte es bereits ca. vier Jahre nach dem Umbau im Jahre 1540. Etliche weitere Brände vernichteten abermals wertvol¬le Architektur und Kunstgegen¬stände. Nach dem letzten Feuer 1802 ging durch nachfolgende Umbauten im Neorenaissance¬stil und Abtragen von Gebäu¬deteilen wertvolle historische Bausubstanz verloren. Seit dem Jahre 1962 beherbergt das Schloss ein Heimatmuseum, in dem das Leben und die Arbeit vergangenerZeiten veranschau-licht werden. Mobiliar, Schuh¬macher- und Tischlerwerk¬zeuge, Posamentier- und Klöp¬pelkunst können besichtigt werden. Interessant ist die Aus¬stellung „Land der Amethys¬te“, die Bergbaugeschichte um Wolkenstein. Sehenswert sind außerdem die große Weih¬nachtspyramide, das Silberge¬wölbe, das Verlies und die Fol¬terkammer.

Schloss Wurschen
02627 Wurschen
Landkreis Bautzen
Ca. 10 km östlich von Bautzen und südlich der A 4 findet man Wurschen. Die Ortschaft besitzt einen stattlichen Putzbau mit mächtigem Mansarddach aus den Jahren 1701 und 1708. Eine ehemalige Wasserburg war hier ein Vorgängerbau, der als Pfahl¬bau ausgeführt war. Besitzer war die Familie Ziegler und Klipphau¬sen, die ihr Anwesen 1762 an Jo¬hann Erdmann von Gersdorff ver-erbte. Dieser verstarb 1803. Cla¬ra Maria von Rex, geb. von Thie- lau, erbte den Besitz im Jahre 1832 und heiratete den Grafen Theodor zu Solms-Sonnenwal- de. 1997 erwarben der Sohn des letzten Besitzers und seine Ge¬mahlin, Graf und Gräfin Alfred zu Solms-Sonnenwalde, das Anwe¬sen zurück. Die Restaurierunger¬folgte und es wird heute zu Wohnzwecken genutzt.

Schloss Wurzen
04808 Wurzen
Muldentalkreis
Wurzen liegt an der B 6, 23 km östlich von Leipzig. Die Stadt be¬wahrt viele geschichtliche Ereig¬ nisse und Zeugnisse längst ver- gangener Zeiten. Schon im 10. Jahrhundert war in Wurzen ein Burgwart vorhanden. Im Jahre 1017 gelangte der Ort nebst Pü¬chau an das Bistum Meißen, und Kaiser Heinrich III. hieltsich 1050 hier auf. Auf der Burg wurde 1114 ein Kollegiatstift zur geistlichen Betreuung des Landes und zur Ausbildung der Priester gegrün¬det. Die Marienkirche auf der Burg erhielt ihre Weihe. Der Bi¬schof Johann IV. von Salhausen verlegte seine Residenz 1489 nach Wurzen. In den Jahren 1491-1497 wurde der spätgoti¬sche Schlossbau mit Zellenge¬wölben begonnen und vollendet und 1508 erweitert. Nachdem ein Schlossbrand im Jahre 1519 er¬hebliche Schäden angerichtet hatte, ließ Bischof Johann VII. von Schleinitz das Schloss er¬neuern. Das kleine Torhaus zwi¬schen Schloss und Dom wurde 1522 errichtet. Ein zweiter Schlossbrand 1631 zerstörte die beiden Rundtürme, deren Wie¬derherstellung 1670 begann. Das Objekt steht auf einem er¬höhten Plateau der Stadt und ist ein von Gräben umgebener rechteckiger Kernbau mit je ei¬nem Rundturm an der Südost- und der Nordwestecke. Reich ge¬gliederte Ziergiebel und Vor¬hangbogenfenster schmücken die Schmalseiten im nördlichen und südlichen Bereich. Zu erken- nen ist deutlich der Übergang vom Burgenbau zur Schlossar-chitektur der Renaissance. Heu¬te wird das Schloss von der Poli¬zei genutzt.

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Schlösser und Burgen von A-Z 79

Schloss Wildenfels
08134 Wildenfels
Landkreis Zwickauer Land
Von der A 72, südöstlich von Zwickau, fährt man direkt nach Wildenfels ab. Das Schloss und der Park mit Schlossteich ste¬hen unter Denkmalschutz. Auf einem Felssporn stehend über¬ragt die 1180-1200 gebaute Burg das kleine Städtchen. Das Kornhaus, als ältestes Gebäu¬de, wird in das 12. Jahrhundert datiert. 1253 wird die Burg erstmals als Herrensitz des Henri- cus de Wildenfels erwähnt. Von 1410 bis 1536 wechselten mehr¬fach die Besitzer, von denen hier die Herren von Tettau, von Pflugk, von Weyda und schlie߬lich wieder die von Wildenfels zu nennen sind. Brände von 1521 und 1589 fügten dem Schloss erheblichen Schaden zu. Im 16. Jahrhundert wurden Umbauten am Schloss vorge¬nommen. Als die Linie der Wil¬denfels 1602 ausstarb, ging die Herrschaft an die Grafen von Solms-Wildenfels. Weitere Um¬bauten, besonders am ehemali¬gen Palas, fanden 1636 und im 18. Jahrhundert an den Wohn- und Repräsentationsräumen statt. 1856-1858 ließ Friedrich Magnus von Solms den Süd- und Ostflügel ausgestalten. Die Grafen von Solms wurden 1945 enteignet. Heute befinden sich im Ost- und Südflügel des Schlosses die Kreismusikschu¬le, die Bibliothek, der Schlosssaal und das Trauzimmer. Wert¬volle Wandgemälde von Theo¬dor Große und Christian Lebe¬recht Vogel schmücken die Räu¬me. Der Schlosssaal wird für verschiedene Veranstaltungen und Konzerte genutzt und es wurde ein Pfefferkuchenmu¬seum eingerichtet. Der Natur¬park lädt die Besucher zum Ver¬weilen ein, und im Sommer kann man mit Ruderbooten die Insel umfahren, die Edward von Kleist als das berühmte „Wil- denfelser Idyll“ für die Nach¬welt festgehalten hat.

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Schloss Schönwölkau
04509 Wölkau
Landkreis Delitzsch
Nördlich von Leipzig, auf der B 2 nach Bad Düben, gelangt man auf halber Strecke zum Ort Wöl¬kau. Das Schloss gehört zu dem aus einer alten slawischen Sied¬lung hervorgegangenen Orts¬teil Klein-Wölkau. Die nach ei¬nem hier ansässigen Adelsge¬schlecht auch Profen benannte Siedlung wird erstmals um 1350 urkundlich erwähnt. Im Jahre 1464 erhielten die Herren von Spiegel die Grundherrschaft zu Lehen und 1533 wird die Familie von Schönfeld als Besitzer nach¬gewiesen. Im Dreißigjährigen Kriegzerstört, bliebdas Rittergut lange Zeit unbewohnt. 1659 er- warb es der kursächsische Ritt¬meister Christoph Vitzthum von Eckstädt, der anstelle des zer¬störten Rittergutes ein Herren¬haus erbauen ließ. Es entstand mit Unterbrechung, da sich Her¬zog Christian von Sachsen-Mer¬seburg gegen den Bau einer weiträumigen Vierflügelanlage wandte, doch der Bauherr konn¬te eine Weiterführung durchsetz¬ten. Das eigentliche Herrenhaus dürfte noch vor dem 1688 ge¬weihten Kirchenbau vollendet worden sein. Die zwei Jahreszah¬len 1695 und 1703 an der Hofsei¬te des Südflügels über den seit¬lichen Eingangsportalen künden von der etappenweisen Fer¬tigstellung der Gesamtanlage. Durch Friedrich Vitzthum von Eckstädt, 1711 in den Reichsgra¬fenstand erhoben, erhielt das Herrenhaus nach umfassenden Veränderungen barocke Formen. Der prächtige dreigeschossige Mitteltrakt hebt sich gegenüber den Seitenflügeln hervor. Auf¬einander gelegte toskanische Pi¬laster bilden die Fensterachsen. Am Südflügel befindet sich ein Mittelrisalit mit Treppenhaus und Festsaal. Ein Raum ist mit se¬henswerter Rokokotäfelung ge¬ziert und im Südflügel gibt es ei¬nige überwölbte Räume mit fi¬gürlichen und ornamentalen Stuckdekorationen aus der Er¬bauungszeit. Der Schlosspark Schönwölkau ist eine ausge¬dehnte und reizvolle Anlage. Das Schloss wurde zuletzt für Wohn¬zwecke und Kultureinrichtungen genutzt und steht gegenwärtig leer.

Schloss Wolkenburg
08399 Wolkenburg
Landkreis Chemnitzer Land
Wolkenburg liegt auf halbem Wege zwischen Chemnitz und Altenburg, wenige km nördlich von Waldenburg. Auf den Ur-sprüngen einer mittelalterlichen Burganlage, zu der es keine ge¬sicherten Erkenntnisse gibt, ent¬stand durch Um- und Neubauten besonders im 16. und 17. Jahr¬hundert das heutige Schloss. 1241 ist eine Ersterwähnung der Herrschaft von Reichsministeri- alien, die sich von Wolkenburg nannte, verzeichnet. Im Jahre 1404 war sie markgräflich-mei߬nischer Besitz, aber nach dem Prinzenraub sowie der Hinrich¬tung des Kunzvon Kaufungen im Jahre 1455 in Freiberg ging die Herrschaft an den sächsischen Kurfürsten zurück. Bekannt ist, dass 1635 die Familie von Einsie¬del Besitzer der Schlossanlage war, deren späterer Graf Detlev Carl von Einsiedel umfassende Veränderungen vornahm. 1784 führte er den Eisenkunstguss zu hoher Blüte. Zahlreiche Räume, so auch der große Festsaal, wur¬den unter der Hand des Hofbau¬meisters Friedrich August Krub- sacius im klassizistischen Stil umgebaut. Verliebt in die Ro¬mantik, errichtete man an der Südspitze des Haupttraktes in Richtung Mulde eine Aussichts-Plattform mit vorgelagertem Zin-nenkranz, „Altan“ genannt. Die einzelnen Gebäude sind durch eine zinnenbekrönte Mauer zu einem Oval verbunden. Fenster aus dem 16. Jahrhundert finden wiram Haupttraktim Südteilder Anlage. Ein Treppenturm im Innenhof besitzt eine zweiläufi¬ge Treppenanlage aus rotem Porphyr mit gusseisernem Ge¬länder, das mit Laternen, Vasen und zwei Ritterfiguren geziert ist. Die das Schloss umgebende Parkanlage erfuhr im Laufe der Zeiten ebenfalls viele Verände¬rungen. Einst im französischen Stil gestaltet, wurde sie zum Landschaftsgarten umfunktio¬niert. Zahlreiche kleine Bauten,
Denkmäler oder Plastiken fügen sich in die landschaftliche Um¬gebung ein. Das Schloss ist im BesitzderGemeinde. Hierist ein kleines Museum eingerichtet und es werden Konzerte veran¬staltet.

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Schlösser und Burgen von A-Z 78

Schloss Wiederau
04523 Wiederau
Landkreis Leipziger Land
Wer auf der Straße von Zeitz nach Leipzig reist, kommt kurz hinter Pegau zum Ort Wiederau. Einst stand an Stelle des heutigen Schlosses eine alte Wasserburg, bis sich 1705 der Leipziger Han¬delsherr David von Fletscher ent¬schloss, durch den Leipziger Baumeister Johann Gregor Fuchs dieses Schloss errichten zu las¬sen. Als die Grundherrschaft vom Grafen Hennicke, einem Günst-ling des Grafen Heinrich von Brühl, übernommen wurde, war dies 1737 Anlass für die Entste¬hung und Aufführung von Johann Sebastian Bachs Kantate „Ange¬nehmes Wiederau“. Das Objekt ist ein dreigeschossiger Recht¬eckbau mit zwei leicht hervortre-tenden Seitenflügeln. Das Ein¬gangsportal befindet sich im Mit-telrisalit, der durch einen wun-derschönen rundbogigen Uhren-giebel bekrönt wird. Eine steiner¬ne Treppe führt den Besucher zum Innenraum, der im We¬sentlichen seine ursprüngliche Raumstruktur behalten hat. Se¬henswert sind die Stuckaturen in fast allen Räumen. Das Prunk- stückimSchlossistdersich über zwei Stockwerke erstreckende barocke Festsaal mit einem schö¬nen Deckengemälde von Giovan¬ni Francesco Marchini. Die von Pi-lastern gegliederten Wände zei¬gen Bilder mit mythologischen Szenen, die vermutlich dem glei¬chen Künstler zuzuordnen sind. Nach dem Krieg fanden im Schloss Vertriebene eine not¬dürftige Unterkunft. Danach zo¬gen die Gemeindeverwaltung und ein Kindergarten ein. Der einstige Park ist nur noch teil¬weise vorhanden und kleinere Wasserflächen zeugen noch von der Existenz einer früheren Was¬serburg. Auch das jetzige Bau¬werk ist auf Pfählen gegründet. Das Schloss wurde vollkommen restauriert und soll der Öffent¬lichkeit, besonders wegen der wiederhergestellten prächtigen Innengestaltung, zugänglich ge¬machtwerden.

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Burgruine Wiedersberg
08606 Wiedersberg
Vogtlandkreis
Wiedersberg liegt an der B 173, unmittelbar vor der Grenze zu Oberfranken. Oberhalb des Dor¬fes, an einem steilen Felsvor¬sprung, stehen die Ruinen der alten gleichnamigen Burg. Ver¬blieben sind nur noch ein recht¬eckiger Turm sowie geringe Mauerreste einstiger angren¬zender Gebäude. Urkundlich wird die Burg erstmals im Jahre 126/erwähnt, in derein Reinbot von Wiedersberg genannt wird. Die in den Jahren 1288 bis 1327 genannten Personen, die mit Wiedersberg in Zusammenhang zu bringen sind, stammten aus dem Geschlecht derer von My¬lau und lassen vermuten, dass bis 1288 die Wiedersberger ver¬drängt wurden. 1337 ging die Herrschaft an die Wettiner und 1386 wird Ritter Jan Rabe mit Wiedersberg belehnt. Albrecht Rabe verkauft 1421 die Burg an die Herren von Machwitz, was darauf schließen lässt, dass die Anlage zu dieser Zeit noch be¬wohnbar war. Erst 1452 erwer-ben die von Machwitz auch Rit¬tergut und Dorf Wiedersberg, worauf vermutlich der Wohnsitz auf der Burg aufgegeben wurde. Nicht bewiesen ist auch die Ver¬mutung von W. Bachmann, dass die Burg im Jahre 1430 von vor¬beiziehenden Hussiten verheert worden sei. Sicher scheint, dass sie durch den Wechsel des Wohnsitzes derer von Mach¬witz in das Rittergut dem Ver¬fall preisgegeben wurde. 1582 kommt die Familie von Fei- litzsch in den Besitz des Gutes, der ab 1627 in kürzeren Abstän¬den mehrere Eigentümer fol¬gen. Die letzten Besitzer waren von 1764 bis zur Enteignung 1945 Angehörige der Familie Gräf. Heute befindet sich die Burgruine im Besitz der Ge¬meinde Triebet, die in den ver¬gangenen Jahren Erhaltungsar¬beiten ausgeführt und weitere geplant hat. Das Burggelände wird für Veranstaltungen, insbe¬sondere durch den Verein zum Erhalt der Kirche Wiedersberg, genutzt. Jährlich findet hier un¬ter anderem das Sängertreffen statt. Von der ehemaligen Burg¬anlage um 1200 finden wir heu¬te noch die Fundamente zweier Türme, der Schildmauer und den Torturm vor. Letzterer be¬fand sich zwischen der Vor- und Hauptburg und dem so genann¬ten Jägerhaus innerhalb des Burghofes. Reste des alten Pa¬las sind noch im Untergeschoss vorhanden.
Schloss Wiesenburg
08121 Wiesenburg
Landkreis Zwickauer Land
Schon weithin sichtbar ist das auf einer Anhöhe stehende, in neuer Putzverkleidunggestalte¬te Schloss wahrzunehmen, welches ca. 10 km südöstlich von Zwickau an der B 93 liegt. Veit von Wiese legte hier um das Jahr 1110 den Grundstein für die eins¬tige Burg, die im 12. Jahrhundert aus einem Palas, zwei Rundtür¬men, dem Tor und einer Reiter¬stube bestand. In den folgenden Jahrhunderten zählten zu den Besitzern der Anlage Adlige aus Plauen und Meißen. Späterfolg- ten die Herren von Planitz und der Kurfürst von Sachsen. Im 14. Jahrhundert kamen im Zuge der Erweiterung der Burg eine Schösserei und ein Torgebäude sowie ein Hundezwinger hin¬zu. Wie bei vielen Burgen und Schlössern im Laufe ihrer geschichtlichen Entwicklung machte auch das Feuer vor Wiesenburg keinen Halt. Eine Feuersbrunst fügte der Anlage 1553 erheblichen Schaden zu. Ab dem Jahre 1700 gehörte das Schloss der Stadt, die der Anla¬ge einen achteckigen Turm hin¬zufügte. Was der Brand nicht vermochte, bewirkten in den fol-genden Jahrhunderten Stürme und Unwetter. Das Schloss wur¬de derart in Mitleidenschaft ge¬zogen, dass es nicht mehr zu Wohnzwecken genutzt werden konnte. Notwendige Erhal¬tungsmaßnahmen bewirkten je¬doch, dass in der Folge bis zum Jahre 1912 eine Kranken- und Er¬ziehungsanstalt im Schloss un¬tergebracht werden konnten. Mit deren Auflösung verfiel die Anlage zusehends, bis nach der Vereinigung Deutschlands 1994 der Augsburger Fabrikant Ru¬dolf Schmidt das Schloss in Be¬sitz nahm. Es wurde saniert, so- dass es sich der Öffentlichkeit wieder im „neuen Gewand“ prä¬sentieren kann und Wohnungen in die Anlage gebaut wurden.

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Schlösser und Burgen von A-Z 77

Kavaliershaus
(Altes Schloss) Weißkollm
02999 Weißkollm
Niederschlesischer
Oberlausitzkreis
Weißkollm liegt 12 km östlich von Hoyerswerda. Im Jahre 1268 gehörte der Besitz der Familie von Schreibersdorf. Im 16. Jahr-hundert erwarben es die Herren von Pannewitz und seit 1700 war Weißkollm Eigentum dersächsi- schen Familie von Schönberg- Bibram. Der Bau des so genann¬ten „Neuen Schlosses“ 1840- 1845 wurde von den Herren in Anlehnung an das königli¬che Schloss Sanssouci vollzo¬gen. Der preußische Haupt¬mann Heinrich Wilhelm Schulz, nach seiner Nobilitierung Arthur von Steynitz, kaufte 1902 das Gut und Schloss. Er verband durch umfangreiche Bauma߬nahmen von 1904 bis 1905, so durch Errichtungeines mit Arka-den versehenen Mittelbaus, das Alte und das Neue Schlosszu ei¬nem einheitlichen Komplex. So¬mit bekam das Anwesen seine neobarocken Formen. Das „Alte Schloss“ wurde auch als Kava¬liershaus bezeichnet. Durch den letzten Besitzer ab 1918, den Großindustriellen Hugo Stin- nes, wurde die Anlage als Jagd¬schloss genutzt und durch den Einbau eines Pferdestalles stark verändert. Eswarauch beliebter Treffpunkt von Größen der NSDAP und der Reichsregie¬rung. Bedeutende Teile der weiträumigen Gutsanlage wur¬den in den Jahren 1946-1948 be¬seitigt. Im Kavalierhaus ist heu¬te eine Arztpraxis unterge¬bracht. Im Park mit altem Baum¬bestand sowie Schloss- und Fasanerieteich finden Sommer¬feste statt.

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Schloss Weißenborn
09600 Weißenborn
Landkreis Freiberg
Aus der Kreisstadt Freiberg fährt man entlang der Beschilderung südöstlich nach Weißenborn. Es ist im Kern ein mittelalterliches, burgartiges Schloss, das ehe¬mals stark befestigt war und ei¬nen malerischen Anblick bietet. Umgeben war es einst von einem Wallgraben. Es stammt im We¬sentlichen aus dem 16. und 17. Jahrhundert und unterlag im 19. Jahrhundert einigen Veränderun-gen, besonders im Inneren durch die Nutzung als Kulturhaus seit 1951. Es ist ein verputzter dreige¬schossiger Bruchsteinbau, als kleine ovale, geschlossene Anla¬ge mit Innenhof. Letzterer hat ei¬nen Treppenturm sowie einen Laubengang in historischen For-men des 19. Jahrhunderts. Die Kü¬che im Erdgeschoss besitzt ein Kreuzgratgewölbe mit Mittelsäu¬le. Das Objekt sowie der Park be-finden sich heute in Privatbesitz und sind nicht öffentlich zugäng¬lich.
Schloss Hubertusburg
04779 Wermsdorf
Landkreis Torgau-Oschatz
Wermsdorf, mit einem der grö߬ten Schlösser Sachsens, liegt an der Verbindungsstraße zur A 14 Richtung Grimma und der B 6 RichtungDahlen.
Erwähnt wird Wermsdorf erst¬mals im Jahre 1206 in einer Urkun¬de, in der ein Henricus de Weren- boldisdorf als Zeuge zur Schlich-tung eines Streites auftritt. Die Herren Burkhardus de Werenbo- lestorpund Heinrich von Wermol- distorph treten im 13. und 14. Jahr-hundert in Erscheinung. Dem Herrn von Mutzschen, Burggraf Meynhervon Leisnig, gehörte im Jahre 1419 auch Wermsdorf und von 1445 bis 1565 saßen hier die Rittervon Starschedel. Unterdem sächsischen Kurfürsten August I. wurde das bestehende Rittergut erweitert undzum Jagdsitzausge- baut. Sein Enkel Christian II. ließ das Jagdschloss 1608-1610 er¬bauen, das sein Bruder, Kurfürst Johann Georg I., 1617 erweitern ließ. Verschiedene Baumeister, unter ihnen Simon Hoffmann und Friedrich Steger, betreuten den Bau von 1624 bis 1627. Im Dreißig¬jährigen Krieg wurde das Schloss mehrfach durch die Schweden ge- plündertundgebrandschatzt. Die erste Parforcejagd nach französi¬schem Beispiel fand 1699 in den Hermsdorfer Jagdgründen statt, nachdem Friedrich August I. (als AugustderStarkeindieGeschich- te eingegangen) das Jagdschloss seinem Statthalter Fürst Egon von Fürstenberg übergeben hatte. Das eigentliche Schloss Huber¬tusburg entstand in den Jahren von 1743 bis 1751. Auf der Straße vom „Alten Jagdschloss“ zur Hu¬bertusburg zeigt sich die Verbin¬dung des Renaissanceschlosses mit dem Barockschloss. Hinter derrundbogigen Einfahrt gelangt man auf den „Schmiedehof“. Der rechte Flügel beherbergt heute den festlichen Kultursaal. Der in¬nere Schlosshof überwältigt durch seine Weiträumigkeit. Das Schlossareal bildet in seiner Ge¬samtheit ein großes Gebäude-Viereck mit Hof und zählt zu den größten Schlossbauten in Deutschland. Im Inneren betrach¬ten wir nach Eintritt durch den ovalen Mittelrisalit das Vestibül, die katholische Kapelle, dasTrep- penhaus. Der„Hubertussaal“ mit Reliefs in Stuckmarmorvon Adam Friedrich Oeserist eine der beson¬deren Sehenswürdigkeiten. Ei¬nen wunderbaren Anblick bietet die Schlosskapelle mit ihren weißen und roten Stuckmar¬morwänden, die mit vergoldeten Schmuckornamenten versehen sind. Ebenso herrlich sind der Al¬tar und die Orgelempore sowie die Kanzel. In die Geschichte ging das Schloss durch den „Huber-tusburger Frieden“ ein, als hier am 15. Februar 1763 der Friedens¬vertrag zur Beendigung des Sie¬benjährigen Krieges geschlossen wurde. Ab 1763 begann das Schloss zu veröden, erst mit Kur¬fürst Friedrich August III. zog wieder Leben ein und Erhal-tungsmaßnahmen stoppten den Niedergang, ohne je die einstige Pracht zu erreichen. Von 1769 bis 1849 richtete Friedrich Tännich, ein Töpfer, hier eine Steingutfa¬brikein. Das Hauptgebäude dien¬te auch als Militärmagazin, Laza¬rett, Strafanstalt und Hospital. 1840 entstand hier das „Huber¬tusburger Landeskrankenhaus“ und „Landessiechenhaus“ für körperlich-chronisch Kranke, 1973 die „Kliniken Hubertus¬burg“.

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Schlösser und Burgen von A-Z 76

Schloss Weesenstein
01809 Weesenstein
Landkreis Sächsische Schweiz
Weesenstein befindet sich süd- lieh von Heidenau, unweit der Landeshauptstadt Dresden. Der das Schloss tragende Fels am Rande des wunderschönen Elb¬sandsteingebirges gab der ge¬waltigen Anlage seinen Na¬men, da im mittelhochdeut¬schen Sprachgebrauch der wei¬ße Quarz und der Begriff „Stein“ im Zusammenhang mit einer

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Befestigung stand. Die Burggra¬fen von Dohna waren laut einer urkundlichen Erwähnungi3i8 im Besitz des damaligen „hus Wey-sinberg“. Dies ist auch der erste Nachweis des heutigen Schlos¬ses. Nach Beendigung der Doh- na’schen Fehde 1406 und der Niederlage gegen Wilhelm den Einäugigen, Markgraf von Mei¬ßen, gingder fast hundertjährige Besitz der Dohnaer in markgräf-lich-meißnisches Lehen und als ständiger Wohnsitz an die Fami¬lie von Bünau über, die über dreieinhalb Jahrhunderte we-sentlichen Anteil an der Erweite¬rung und Ausgestaltung des Schlosses zu einem repräsen¬tativen Herrschaftssitz hatte. Schrittweise wurde dieser Be¬sitz, dessen Dominante ein schlanker Turm mit elegantem Barockhelm bildet, bis in das 16. Jahrhundert hinein um- und ausgebaut. Im Jahre 1504 wurde die erste Schlosskapelle errich¬tet und 1575 das Unterschloss gebaut, wodurch die Gesamtan¬lage den Charakter eines Wohn- schlosses erhielt. Im Dreißigjäh¬rigen Krieg und auch im Nordi¬schen Krieg wurden Ort und Schloss von den Schweden bela¬gert. In der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts entwickelte sich eine rege Bautätigkeit, so- dass in deren Ergebnis von 1738 bis 1741 die neue Schlosskapelle im Rokokostil entstand, wobei derwuchtige Kanzelaltarnochan hochbarocke Zeit erinnert. Nach dem Siebenjährigen Krieg ver¬kaufte die Familie von Bünau die Herrschaft 1772 an die Freifrau von Uckermann. Nach König An¬ton von Sachsen war König Jo¬hann von Sachsen ein weiterer Besitzer, der das Land ab 1854 re¬gierte. Mit dem Besitz von Wee¬senstein durch das sächsische Fürstenhaus ab 1830 konnte das Schloss zeitweise auch von der Öffentlichkeit besichtigt werden. Nach dem Tode König Johanns von Sachsen ging die Herrschaft bis 1918 in wettinischen Besitz über, danach in bürgerliche Hän¬de. In der Folge drohte der Verfall des Schlosses, aber unzählige Sachsen spendeten bereitwillig fürdessen Erhalt. Der Landesver¬ein Sächsischer Heimatschutz erwarb die Anlage und richtete 1934 in dem Schloss ein Museum ein. Während des Zweiten Welt¬krieges lagerten hier wertvol¬le Kunstschätze der Dresdner Sammlungen. Nach Kriegsende kam das Schloss in die Hände des Ministeriums für Volksbildung, wurde zu Wohnzwecken für Ver¬triebene und Umsiedler genutzt und verblieb bis 1956 bei den Staatlichen Kunstsammlungen Dresden, bis es dann die Gemein- deWeesenstein übernahm. Alsin den 80er Jahren das Unterge¬schoss vom Felsen zu rutschen begann, entschloss man sich, umfangreiche Sicherungsma߬nahmen einzuleiten. Ab 1992 übernahm der Freistaat Sachsen die Anlage. Nach der Übergabe des Schlosses an die Gemeinde Weesenstein wurde auch das Museum wieder eröffnet und kontinuierlich in der Ausstattung erweitert. Ab 1993 wurden die Ausstellungen in der Burg und dem Unterschloss neu konzipiert sowie 1994 die Schlosskapelle St. Petrus und St. Paulus nach ih¬rer Restaurierung wieder einge¬weiht. Sehenswert von Schloss Weesenstein ist die Gesamtan¬lage an sich, der Felsengang, Felsenkeller und der Gerichts¬saal. Weitere Führungen durch den „Rittersaal“, „Billard- oder Hirschsaal“, die „Herrschaftslo¬ge“ und „Folterkammer“ ver¬mitteln viel Interessantes. Die barocke Fassade von Schloss Weesenstein bietet einen sehr ansehnlichen Anblick. Vom ehe¬maligen Wirtschaftshof gelangt man übereine Brückezum präch¬tigen Renaissanceportal aus dem Jahre 1575, das die Wap¬pen des Bauherren vom Unter¬schloss, Rudolf III. von Bünau, und seiner Gattin Christiane von Schleinitz sowie seiner Eltern und Großeltern zeigt. Ein langes Torgewölbe trennt den Außenbe- reich vom Schlosshof, von dem aus man mehrere hoch aufragen¬de, im Baustil recht unterschied¬liche Bauten betrachten kann. Entgegen heutiger Bauweise wurde Schloss Weesenstein von oben nach unten errichtet, was darin begründet liegt, dass sich die erste Wehranlage auf der Spitze des Felsens befand. Um die Substanz zu erhalten, verleg¬te man seine Bautätigkeit nach unten, bis man schließlich die Talsohle erreichte. So befindet sich der erste Schlosshof bereits auf Höhe der 3. Etage, die von Tei¬len des Unterschlosses aus der Renaissance geprägt ist, dem mittelalterlichen Burgbau auf dem Felsen und dem integrierten Treppenhaus. Verschiedene Fel-sengänge und Gewölbe wurden seinerzeit in den Fels gehauen, die heute teilweise als Zu- und Durchgängezudeneinzelnen Be-reichen dienen. Eine romanti¬sche Atmosphäre strahlt der in seinen Anfängen des 16. Jahrhun¬derts im französischen Stil 1781 umgestaltete Schlosspark aus, der nach dem verheerenden Hochwasser im Sommer des Jah¬res 2002 wieder hergestellt wur¬de.

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Schlösser und Burgen von A-Z 75

Schloss Wartha
02999 Wartha
Kreis Bautzen
Inmitten einer gepflegten Park¬anlage am Rande des Ortes be¬findet sich das in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts er¬richtete spätbarocke Herren¬haus, das zweigeschossig auf rechteckigem Grundriss aufge¬baut wurde. Das Haus besitzt ei¬nen Mittelrisalit, in dem sich ein zurückliegendes Eingangsportal befindet. Entfernt wurde der einst über dem Portal ange¬brachte Balkon mit seinem guss¬eisernen Geländer. An der Rück¬front besteht ebenfalls ein Mit¬telrisalit mit zurückgesetztem Gartenaustritt. Die im Satteldach in zwei Reihen integrierten Fle¬dermausgauben schauen wie Augen auf den Betrachter herab. Auch hier wurde der in der Mitte des Daches bestehende Glo¬cken- und Uhrenturm mit zweigeteilter Zwiebel entfernt. Durch die jetzt fehlenden Bauelemente wurde der Charakter des Schlos¬ses erheblich verändert, dies sollte bei den dringend erforder¬lichen Instandsetzungsmaßnah¬men berücksichtigt werden. Das Gebäude wird zu Wohnzwecken genutzt, wobei ein Teil des Ge¬bäudes leersteht.
Schloss Wechselburg
09306 Wechselburg
Landkreis Mittweida
Wechselburg besitzt eine weit¬läufige historische Anlage, die aus einem Kloster und Schloss besteht und sich ca. 7 km südlich von Rochlitz befindet. Das Orts¬bild von Wechselburg wird be¬stimmt vom Schloss mit seinen langen Fensterreihen sowie der stattlichen evangelischen Kir¬che St. Otto. Nach einem Gro߬brand im Jahre 1721 wurde auf den Fundamenten der ehemali¬gen Kreuzgänge des Augustiner- Chorherrenstiftes von 1753 bis 1756 das barocke Schloss errich¬tet. Die Pläne dazu schuf der Bau-meister Johann Gottlieb Ohndorf. Von 1673 bis zum Jahre 1945 war der dreiflüglige Barockbau stän¬dige Residenz der Grafen von Schönburg-Forderglauchau.
Nach dem Ende des Zweiten Welt¬krieges diente das Schloss als
Flüchtlingsquartier und von 1949 bis 1950 wurde hier ein Kinder- heim untergebracht. Im Jahre 1950 erfolgte dann die Umwand-lung in eine Kinder-Tbc-Heilstät- te. Zehn Jahre später, i960, wird es Krankenhaus für Kinder- und Jugendneuropsychiatrie. West-lich von dieser Anlage befindet sich das „Kleine Schloss“, teil¬weise in spätgotischer Ausfüh¬rung, später im Barock stark ver¬ändert, es gehört seit 1999 zum Priorat des Ettaler Benediktiner¬klosters, und am 7. Juli 2000 wur¬de dieser Gebäudeteil zur Fami¬lien- und Jugendbildungsstätte geweiht. In seinen Grundzügen blieb ein barocker Schlossgarten erhalten. DieStiftskirchedesehe- maligen Augustiner-Chorherren¬stiftes geht auf die Gründung vor n68zurück.Siestellteinen roma¬nischen Bau dar, deren Innenar¬chitektur im 15. und 17. Jahrhun¬dert umgestaltet wurde. Beson¬ders sehenswert sind die Bildwer¬kedesspätromanischen Lettners. Hält man sich im Bereich des Schlosses auf, hat man einen wunderbaren Ausblick in das schöne Tal der Zwickauer Mulde.

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Schlösser und Burgen von A-Z 74

Schloss Ulbersdorf
01855 Ulbersdorf
Landkreis Sächsische Schweiz
Im Südosten Sachsens, im Natur¬raum des Westlausitzer Hügel- und Berglandes und im National¬park „Sächsische Schweiz“, fin¬den wir den 1432 erstmals ur¬kundlich erwähnten Ort Ulbers¬dorf. Seit seiner Gründung war hier auch der Herrensitz des Hennrich von Hermannsdorff zu Olbersdorff. Besitzer des Ritter¬guteswarein Vasall und Bürge H. von Dubasauf Hohnstein. DerOrt wurde jedoch erst 1586 in Ulbers¬dorf umbenannt, nachdem ervor- her mehrere ähnlich lautende Na¬men trug und außerdem bis 1693 in Ober- und Niederulbersdorfge- teilt war. Erst Hannibal von Lüt¬tichau vereinigte beide Teile. Sei¬ner Familie gehörte auch das Schloss bis 1890 und von seinem Vater hatte er Oberulbersdorf ge¬erbt. Bis 1893 zog Dietrich Curt von Carlowitz hier ein. Nächster Besitzer war Alexander von Gont- rad, dessen Sohn Dietrich nach seinem Tod das Rittergut bis 1930 besaß. Bis 1945 gehörte es Ri¬chard Förster. Nebenbei bemerkt sei, dass das in der Ritterguts¬brauerei hergestellte Bier im wei¬ten Umfeld sehr begehrt war. Das ehemalige Herrenhaus ist in Bau¬substanz und -Stil in das 16. Jahr¬hundert einzuordnen. Im 18. Jahr¬hundert wurden das Oberge-schoss und ein Mansarddach hinzugefügt. Den Turm errichtete Baumeister Max Dorn 1896 aus Resten einer spätmittelalterli¬chen Turmanlage, er wurde je¬doch später wieder abgerissen und jüngst neu errichtet. In der Folgezeit, biszum Jahre 1945, hat¬te das Schloss noch einige Um- und Ausbauten durch die drei Be¬sitzer zu überstehen; und mit der Bodenreform ginges in das Eigen¬tum der Gemeinde über. Das Rit¬tergut zählt zu den ältesten Ge¬bäuden des Ortes. Heute befin¬den sich in dem neu gestalteten Schloss Wohnungen, der Sitz des Bürgermeisters, eine Bibliothek, ein Kindergarten und ein Reisebü¬ro.
Schloss Wachau
01454 Wachau
Landkreis Kamenz
Wachau erreicht man über die A 4, Abfahrt Ottendorf-Okrilla bei Dresden, ab da in südöstlicher Richtung über Seifersdorf. Das heutige Schloss entstand 1730 anstelle mehrerer Vorgänger¬bauten für Graf von Schönfeld. Die Besitzer wechselten, bis 1883 Gotthelf Kühne Schloss Wachau erwarb, der es durch den Leipziger Architekten Wei¬denbach im Innenbereich weit¬gehend umgestalten ließ. Nach 1945 wurde die Gemeinde Eigentümer und nutzte es als Ver¬kaufsstelle und Jugendclub. Das Bauwerk ist von Wassergräben umgeben, über die eine steiner¬ne Brücke Zugang gewährt. Es ist eine hufeisenförmige, zweiein-halbgeschossige Anlage und be¬sitzt ein hohes Mansarddach mit Dachgauben. Der Innenbe¬reich zeigt aus vergangenen Zei¬ten nur noch ein aufwändiges Vestibül mit dreiläufiger Trep¬penanlage, wogegen von der ehemaligen Innendekoration nur noch einige repräsentative Räume von 1883 im Oberge¬schoss vorhanden sind. Der zu¬nehmende Verfall ist sicher auch der Zweckentfremdung nach dem letzten Weltkrieg und wäh¬rend der folgenden Jahrzehnte zuzuschreiben. Neben der Nut- zungzu Wohnzwecken befanden sich im Schloss gleichzeitig oder nachfolgend Läden für Lebens¬mittel, Textil- und Haushaltswa¬ren und deren Lagerraum im gro¬ßen so genannten Weißen Saal. Auch eine Kindertagesstätte, eine Sozialstation mit Arztpraxis und die Gemeindebücherei be¬fanden sich hier. In Partnerschaft mit Baden-Württemberg wurde ein Projekt entwickelt, das die Sanierung des Schlosses und al- lerTeiche sowie der Inselbefesti¬gung zur Grundlage hatte. Nach der erfolgten Sanierung 1997 stellt das Schloss mit Park für den Ort ein Schmuckstück dar und wird als Schulungs- und Tagungszentrum genutzt. Be¬sonders im gepflegten Park kann man ausgedehnte Spaziergänge unternehmen.
Schloss Waldenburg
08396 Waldenburg
Landkreis Chemnitzer Land
Waldenburg liegt an dem Kreu¬zungsbereich der B 180 und der B175, westlich von Chemnitz und nordöstlich von Glauchau. Wie viele andere Schlösser hat auch Waldenburgeine Burgais Vorgän¬ger, die durch Hugo von Wartha und den kaiserlichen Marschall Rudolf von Brand 1165-1172 ent¬stand. Von ihrhatauch das heuti¬ge Städtchen den Namen. Nach¬dem Hugo von Wartha-Walden-burg die Burg als Stammsitz ge¬nutzt hatte, ging sie durch Erbvertrag im 14. Jahrhundert an die Schönburger Herren über. Im Hussitenkriegwurde sie 1430 fast gänzlich zerstört. Veit II. von Schönburg ließ an gleicher Stelle in der ersten Hälfte des 15. Jahr-hunderts ein Schloss errichten, das jedoch 1519 von einem Gro߬feuer bis auf den Bergfried zer¬störtwurde. Bald darauf entstand ein Schloss im Renaissancestil, doch vermutlich genügte dieses Ernst II. von Schönburg nicht, da er 1529 einen weiteren Schloss-bau begann, der 1534 vollendet wurde. Mit diesem Bau gab es nun in Waldenburg zwei nebeneinan¬der stehende Schlösser, bis 1619 ein Feuer das hintere Schloss fast völlig vernichtete. Otto Carl Fried¬rich, Fürst von Schönburg-Wal¬denburg, ließ 1783 die Ruine abtragen. Auch der zwischen beiden Schlössern bestehende Wallgraben wurde zugeschüttet. Umfassende Um- und Ausbauten veranlasste 1835 Fürst Otto Viktor I. Bürgerliche Revolutionäre er¬stürmten am 5. April 1848 die An¬lage, plünderten und branntensie nieder. 1853 wurde der Neubau in Angriff genommen. Begonnen wurde mit dem beschädigten Bergfried, in den überwölbte Räu¬me und eine Wendeltreppe einge¬bautwurden. Ein Kanzleigebäude folgte und das neue Schlossge¬bäude wurde von 1855 bis 1859 im Stile der englischen Tudorgotik nach Plänen von Carl Alexander von Heideloff und dem Architek¬ten Eduard Pötsch errichtet. Die Innenräume wurden vorwiegend im Rokokostil gestaltet. Das heu¬tige Aussehen erhielt das Schloss von 1909 bis 1912 bei seinem Um¬bau und grundlegenden Verände¬rungen des Innenbereiches durch Fürst Otto Viktor II. von Schön- burg-Waldenburg, der ein reprä¬sentatives Anwesen vorzeigen wollte. Auchan der Außenfassade erfolgten wesentliche Verände-rungen. Die luxuriöse Ausstat¬tung konnte kaum noch von an- deren Schlössern überboten werden. Kunstvolle Täfelun¬gen, Schnitzereien, Wandverklei¬dungen und Gemälde zieren das Treppenhaus,die Festsäle und die übrigen Räume. Leider wer¬den recht selten Führungen im Schloss durchgeführt, die vorher abgesprochen sein müssen. Heu¬te nutzt das Schloss eine medizi-nische Einrichtung.

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Schlösser und Burgen von A-Z 73

Schloss Trebsen
04687 Trebsen
Muldentalkreis
Zu den Grenz- und Furtvesten zählte einst die im 12. Jahrhun¬dert errichtete Wasserburg mit einem Bergfried an der Mulde. Zu finden ist das kleine Städtchen 4 km nördlich von Grimma an der B 107.1161 ist die erste urkundli¬che Erwähnung der Ritter von Trebsen, Edelfreie und 1172 kai¬serliche Ministeriale Friedrich Barbarossas, durch das Hochstift Naumburg zu verzeichnen. Die Herren von Trebsen besaßen die Burg bis 1330, worauf die Herr¬schaft geteilt und an das Ritterge¬schlecht Große von Döbeln verkauft wurde. Diese brachten der Herrschaft Trebsen einen wirtschaftlichen Aufschwung. 1494-1496 kamen die Ritter von Saalhausen in den Besitz der Burg und von 1511 bis 1516 wur¬den Teile abgebrochen und mit dem Bau des Ostflügels begon¬nen, der ersten Phase der neuen Schlossanlage. Die Familie von Minckwitz setzte die Bauma߬nahmen von 1516 bis 1384 fort und verschuldete sich dermaßen, dass sie den Besitz für 50000 Guldenan Wolfgang Grafvon Bar- by verkaufen musste. Weitere zwei Besitzer saßen noch bis 1756 auf Trebsen, das dann an Christiane Magdalene Dorothea, verw. von Dieskau, ging. Der Süd¬flügel entstand bis zum Jahre 1783, der Ostflügel wurde um¬gebaut und erhielt eine spätba¬rocke Fassadengestaltung. Der Bergfried wurde abgebrochen, eine Parkanlage angelegt sowie die Wirtschaftsgebäude errich¬tet. 1892 kaufte Rittmeister a. D. Georg von Zimmermann das Schloss und ließ es umbauen. Er war Besitzer bis 1945. Im Jahre 1947 wurden in den Oberge¬schossen des Süd- und Ost¬flügels Wohnungen eingerichtet und die Dächer über dem West- und Nordflügel willkürlich abge¬rissen, was die völlige Zerstörung des darunter liegenden Interi¬eurs zur Folge hatte. Durch den Förderverein für Handwerk und Denkmalpflege e. V. Schloss Trebsen erfolgten ab 1992 ers¬te Sicherungsmaßnahmen und schließlich die Gesamtsanie¬rung. Verschiedene Veranstaltun-gen können besucht werden. Das Rittermahlessen für Groß und Klein ist immerein Erlebnis.
Schloss Triestewitz
04886 Triestewitz
Landkreis Torgau-Oschatz
Das Wasserschloss steht auf ei¬nem leicht erhöhten Gelände, liegt ca. 10 km südöstlich von Torgau und geht in seinem Kern auf eine im 13. Jahrhundert er¬richtete Burg zurück. Diese wur¬de im Jahre 1554 und 1579 im Re¬naissancestil zu einem Schloss umgebaut. Der heutige Bau auf winkligem Grundriss entstand in Folge eines Brandes von 1758 in den Jahren 1764-65 und aus die-ser Zeit stammt auch das Sitz¬nischenportal mit profilierten Rundbogen, das die Torzufahrt zum Hof gestattete. Angenom¬men wird, dass die daneben
befindliche Rundbogennische einst der Eingangzur mittelalter¬lichen Burg gewesen sein kann. Darüber befindet sich ein Rah¬men mit zwei Wappen vom Um¬bau im 16. Jahrhundert. Dersüd- liche Flügel wird an der Ostseite von mächtigen Widerlagern ge¬stützt. Im Südwesten wurde ein risalitartig vorstehender Anbau mit Spitzgiebel angebracht, bei dem sich seitlich gelegen ein Nebeneingang mit vorgelegter Treppenanlage befindet. Zum Obergeschoss gelangt man über einen kleinen Treppenturm mit einem Wendelstein im Bereich des Innenhofes. Die einst ba¬rocke Raumstruktur wurde weit¬gehend durch den späteren Ein¬bau von Notwohnungen verän¬dert. Der noch vorhandene Or¬nament- und Maskenschmuck stammt vom Anfang des 20. Jahr¬hunderts. Zu früherer Zeit be¬fand sich über dem Dach des Hauptflügels ein Turmaufsatz, der 1964 bei Dacherneuerungen weichen musste, doch die Fassa- de erhielt 1973/74 wieder ihren barocken Anstrich. Die zum Schloss gehörenden Gutsanla¬gen befinden sich, wie das Schloss selbst, in Privatbesitz. Noch 1993 wurde ein Flügel der Anlage bewohnt.
Schloss Trossin
04880 Trossin
Landkreis Torgau-Oschatz
Trossin befindet sich in der Mitte zwischen den Bundesstraßen 183 und 182 nordwestlich von Torgau, nahe der sächsisch-an- haltinischen Landesgrenze. Das ehemalige Schloss zeigt sich als lang gestreckter Barockbau mit einem großen Wirtschaftshof und einem angrenzenden, tiefer gelegenen Garten mit Teich aus dem Jahre 1747. Die Anlage wur¬de in der Folge mehrfach verän¬
dert. Der ursprünglich einge¬schossige Putzbau hat leicht vorgezogene Eckpavillons mit Walmdächern und einen Mittelri¬salit. An der Hofseite gibt es ei¬nen geschweiften Giebel sowie einen eingeschossigen Vorbau. An der Gartenseite bestehen ein Dreiecksgiebel sowie eine zwei¬läufige Freitreppe. Später wurde auf der Hofseite der Bau zweige¬schossig erweitert. Auffallend stellt sich die Mitte durch eine hochragende kupferne Laterne mit Glocken dar. Im Inneren wäre der Saal als der dominanteste Raum zu erwähnen. Der Garten besaß barocke Formen, die nur noch in ihren Grundlinien er¬kennbar sind. Aufmerksamkeit verdient das im Gutshof stehen¬de schöne Taubenhaus. In den letzten Jahren wurde das Schloss durch einen privaten Nutzer re-stauriert und zu einer Pension ausgestattet.

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