Schlösser und Burgen von A-Z 72

Schloss Thierbach
04567 Thierbach
Landkreis Leipziger Land
Thierbach gehört zur Gemeinde¬verwaltung Kitzscher und liegt ca. 8 km nördlich von Borna. Die Schlossanlage, erbaut 1888, ist hinsichtlich ihrer Stilreinheit der Neogotik ein einzigartiges Bei¬spiel des Schlösserbaues in Sach¬sen. Zwei an den Flanken der Hauptfront befindliche achtecki¬ge, mit Zinnenkränzen besetzte Türme wirken sehr imposant. Aus der Mitte dieser Fronttritt ein drei¬achsiger Risalit heraus, an dessen Erdgeschoss sich eine offene Arkadenvorhalle mit Durchfahrt und Fahrrampe befindet. Im obe¬ren Geschoss des zweistöckigen Schlosses ist ein Balkon mit stei¬nerner Brüstung und abgestuf¬tem Giebelabschluss eingearbei¬tet. Auch an der Rückfront befin¬det sich ein ähnlich hervorgeho¬bener Mittelrisalit, an dem ein loggiaähnlicher Anbau mit Arka¬den angebracht wurde. Ein geräu¬miges Treppenhaus mit einer dreiarmigen Treppenanlage zeigt sich beim Betreten des inneren Schlossbereiches. Sowohl im un¬teren als auch oberen Teil befin¬den sich je eine Eingangshalle und ein repräsentativer Saal, de¬ren einstige prachtvolle Innende¬koration heute nur noch erahnt werden kann. EinigeTüren zeigen noch kunstvolle Schnitzereien. Nach dem Krieg wurde Schloss Thierbach zu Wohnzwecken ge¬nutzt, steht jedoch bereits seit vielen Jahren leer und zahlte so¬mit Tribut, was an der Bausub¬stanz nicht zu übersehen ist. Ebenso verwildert stellt sich der das Schloss umgebende Park mit altem Baumbestand dar. Die Restaurierung der gesamten An¬lage würde zur Freude der Bewoh¬ner des Ortes und der Besucher ein wahrhaft fürstliches Anwesen wiederherstellen.

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Schloss Thürmsdorf
01824 Thürmsdorf
Landkreis Sächsische Schweiz
Thürmsdorf ist am Rande des Na¬tionalparks Sächsische Schweiz, 3 km östlich von Struppen, zu fin¬den. 1420 findet sich die erste ur¬kundliche Erwähnung als „Ter- mestorff“. Als Lehnsherren wer¬den Heinrich von Reichenbach und Friedrich von Rottwernsdorf genannt. Im Jahre 1548 gehörte Thürmsdorf mit den Obergerich¬ten ins Amt Pirna; Lehen, Zinsen und Erbgerichte standen dem Rit¬tergut zu. Durch Erbschaftstei¬lung ging es 1576 an Trauerland von Bernstein. Im Jahre 1611 wird daserste Gerichtsbuch des Ritter¬gutes und 1755 ein Rittersitz mit Herrenhaus genannt. Hohe Gäste beherbergte das Haus 1756 wäh-rend des Siebenjährigen Krieges, als sich am 12. Oktober Kurfürst August III. mit den Prinzen Xaver und Karl sowie Minister Graf Hein¬rich von Brühl hier aufhielten. Am nächsten Tag überquerte die sächsische Armee die Schiffs¬brücke an der Elbe und wurde an¬schließend am Lilienstein durch die Preußen gefangen gesetzt. Zweijahrespäterbezogderöster- reichische Feldmarschall Quar¬tier im Schloss. Major von der Pohlen kaufte Thürmsdorf 1767, und 1822 erwarb es Laurent de Fevre. Nach Carl Reinig 1862 folg¬te noch 1866 der Ritter von Bradsk, und 1907 kaufte Baron Freiherr von Biedermann das Schloss. Der Park mit Teich und Rosengarten wurde 1908 ange¬legt, 1911 der Umbau des Schlos¬ses beendet. 1919 folgten weitere Arbeiten am Park, unter anderem das Aufstellen der Bronzeplastik „Adoretio“ von Sindig. Das Mau¬soleum entstand auf der Kuppe an der Elbe 1921-1922 als Fami- liengrabstätte. Bis zum Jahre 1945 besaß Baron von Armin das Schloss. Er wurde im September enteignet. 1947 wurde es als Er¬holungsheim des VEB „Schwarze Pumpe“ genutzt und i95oderers- te Turm am Schloss abgerissen. Ab 1952 war es „Zentrale Gewerk¬schaftsschule Land und Forst“ und danach FDGB-Erholungs- heim. Anett und Sven-Erik Hit- zer erwarben Schloss und Park Thürmsdorf 1997 und planen ein Schlosshotel. Alljährlich finden am Schloss Thürmsdorf Ritter¬spiele zur Begeisterung für Alt undjungstatt.
Schloss Hartenfels
04860 Torgau
Landkreis Torgau-Oschatz
Unmittelbar am Elbufer der Stadt Torgau, von der alle wichtigen Bundesstraßen in den Freistaat und das benachbarte Sachsen- Anhalt führen, errichteten die Kurfürsten von Sachsen in der Zeit von 1485 bis 1623 ei¬ne kulturhistorisch bedeutende Vierflügelanlage als Ausdruck der Repräsentation und höfi¬scher Machtausübung. Bereits 973 wird an dieser Stelle eine Grenzburg erwähnt, die zur Si¬cherung der deutschen Reichs¬gebiete im ehemaligen Slawen¬land erbaut worden war und ab 1181 von markgräflichen Ministe¬rialen verwaltet wurde. Im Jahre 1204 waren die Herren von Tor¬gau hier Burgvögte der Markgra¬fen von Meißen. Markgraf Wil¬helm I. residierte im Jahre 1382 oft in Torgau. 1456 war die Anlage zu einem Drittel kurfürstliche Re¬sidenz, und 1471 begannen die Kurfürsten mit dem Bau am Wen¬delstein und beendeten diese Maßnahmen 1485 mit dem „Al- brechtsbau“. Es zog die ernesti- nische Linie der Wettiner in Tor¬gau ein. Lucas Cranach d. Ä. er¬hielt 1505 seine Bestallung als kursächsischer Hofmaler, und Martin Luther weilte 1525 über vierzig Mal in Torgau. In den Jahren 1533-1536 wurde der „Johann-Friedrich-Bau“ errichtet und 1544 die neu erbaute Schlosskirche eingeweiht. Die Anlage erhielt 1548 die Bezeich¬nung „Schloss Hartenfels“. Ein politischer Höhepunkt war 1552 der Fürstentag, auf dem das Bündnis mit Frankreich gegen Kaiser Karl V. geschlossen wurde. Ein weiterer Höhepunkt in Torgau war das Treffen des Zaren Peter I. mit Gottfried Wilhelm Leibnitz 1711 anlässlich der Vermählung seines Sohnes Alexejewitsch Pe- trowitsch mit der protestantisch erzogenen Prinzessin Charlotte von Braunschweig-Wolffenbüt- tel-Darmstadt. In der Zeit von 1756 bis 1763 war Hartenfels der Sitz des preußischen Feldkriegs-direktoriums sowie Lazarett und von 1771 bis 1810 diente es als Ar- beits-, Zucht-, Waisen- und Irren¬haus. Ein Brand vernichtete 1791 weitgehend den Flügel B. Noch im gleichen Jahr erfolgte der Anbau des Flügels E. Die Prunk- und Repräsentationszeiten von Schloss Hartenfels waren vorbei; denn von 1812 bis 1814 war es Sitz der sächsischen, später der französischen Festungsbehörde und Seuchenlazarett, dann Ka¬serne und Lehrerinnenseminar, bis von 1927 bis 1932 erste grö¬ßere Sicherungs- und Sanie¬rungsarbeiten erfolgten. Von 1929 bis 1945 war Schloss Hart¬enfels Sitz der preußischen Jus¬tizverwaltung, Amts- und Land¬gericht. Erst 1951 gab man dem Schloss seine Würde wieder und richtete hier ein Kreismuseum ein. 1952 begann die Restaurie¬rung der Schlosskirche und danach wurden das Bärenfreige¬hege und der Rosengarten neu angelegt. Ein Lapidarium in der ehemaligen Hofstube wurde 1989 errichtet und 1991 mit der komplexen Restaurierung von Schloss Hartenfels begonnen.

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Schlösser und Burgen von A-Z 71

Schloss Tauchritz
02899 Tauchritz
Niederschlesischer
Oberlausitzkreis
Das kleine Örtchen liegt nur eini¬ge 100 m von der B 99 von Görlitz nach Zittau entfernt und befindet sich auf halber Strecke zwischen diesen beiden Städten unmittel¬bar an der polnischen Grenze. Auch hier, wie bei vielen anderen Schlössern, stand im 11. Jahrhun¬dert eine Wasserburg, die erst¬mals 1306 erwähnt wurde. Im 16. Jahrhundert wurde darauf das heutige Schloss errichtet und ge¬langte nach den Herren von Neu- eshoven und von Bieberstein in den Besitz der Grafen von Gers- dorf. Diese verkauften 1611 das Anwesen an die Familie von Warnsdorf. Diese errichtete auf den Grundmauern des abge¬brannten Schlosses’von 1686 bis 1687 ein neues, das heutige Schloss. Gekauft hat es dann 1774 das adlige Fräuleinstift Joachim¬stein, es blieb bis 1945 in dessen Besitz. Das ehemalige Wasser¬schloss besitzt zwei Stockwerke mit einem hohen Walmdach und ist von einem breiten Wassergra-ben umgeben. Im Mittelbau befin¬det sich ein Giebeldreieck, in dem zwei halbplastische Engel jeweils ein Wappenschild derervon Gers- dorf und Warnsdorf halten. Im In¬nern blieben qualitätsvolle Stuck¬decken erhalten, die auf das 17. Jahrhundert verweisen. Dem Schloss vorgelagert isteine große Gutsanlage mit lang gestreckten Wirtschaftsgebäuden, eine Park¬anlage mit altem Baumbestand grenzt an dieses an. Zurzeit lau¬fen Restaurierungsmaßnahmen im gesamten Areal.

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Schloss Thallwitz
04808 Thallwitz
Muldentalkreis
Thallwitz ist im östlichen Terras¬senland der Mulde gelegen und von dem kleinen Bach Lossa durchzogen. Es liegt südöstlich von Eilenburg in Richtung Wur¬zen. Der Ort wird erstmals ur¬kundlich im Jahre 1253 erwähnt. Das Schloss wurde im 16. Jahr¬hundert als dreigeschossiger Rechteckbau im Renaissancestil mit Volutengiebeln und ange¬bautem Treppenturm mit Wen¬delstein errichtet. Es war ein herrschaftliches Residenz¬schloss und wurde später zum Jagdschloss ausgebaut. Der ers¬te nachweisbare Besitzer war Ludwigvon Canitz, dessen Nach¬kommen das Lehen bis 1592 im Besitz hatten. An der nordwest¬lichen Seite befindet sich ein über zwei Etagen reichender Er¬ker. Aufgefundene Lagepläne zeugen davon, dass vermutlich an gleicher Stelle das um 1500 entstandene bischöfliche Tafel¬gut gestanden hat. Die Herren von Nischwitz besaßen von 1592 bis 1609 die Grundherrschaft Thallwitz, dann fiel sie bis 1654 an die Herren von Ploetz. Denen folgten die Herren von Holtzendorf. Christoph Sigmund von Holtzendorf war könig¬lich-polnischer und kurfürstlich¬sächsischer Kammerherr und Oberstallmeister, ein einflussrei¬cher Adliger am Hofe Augusts des Starken. Er legte an der Süd¬seite des Schlosses einen Ba¬rockgarten an, der noch heute in veränderter Form als Park ein sehr gepflegtes Aussehen auf¬weist. Als der letzte Holtzendorf, Gottholf Sigmund, verstorben war, kaufte 1740 Rahel Luise von Hoym die Herrschaft und vererb¬te sie ihrem jüngsten Sohn Gott¬helf Adolf von Hoym, kursächsi¬scher Geheimrat und später be¬vollmächtigter Minister am kai¬serlichen Hof in Wien. Er ließ die Treppenanlage mit der Kaskade ausführen. Die Grafen und späte¬ren Fürsten von Reuß-Ebersdorf kamen 1783 in den Besitz von Thallwitz und ließen das Schloss nochmals Ende des 19. Jahrhun¬derts umbauen. Es wurde nach der Wiedervereinigung Deutsch¬lands völlig instand gesetzt und bietet einen wahrlich schönen Anblick. Es konnte aber bisher noch keiner Nutzung zugeführt werden.
Schloss Thammenhain
04808 Thammenhain
Muldentalkreis
Am westlichen Rande der Dahle- ner Heide und nordöstlich von Wurzen finden wir Thammen¬hain. Dasstattliche Bauwerkent¬stand wohl Endedes 15. Jahrhun¬derts, bauliche Veränderungen wurden von 1691 bis 1696,1796 sowie 1847 vorgenommen. Adolf Leyen nahm 1890-91 einen tief greifenden Umbau im Stil der deutschen Renaissance vor und Franz Schneider veränderte eini¬ge Wohnräume. Bedauerlicher-weise wurde die 1711 errichtete Hofkirche 1946 abgerissen. Das Schloss wurde 1974/75 restau¬riert. Besuchern zeigt sich das Schloss als zweigeschossiger Putzbau über einem annähernd H-förmigen Grundriss. Der Turm besaß eine geschweifte Haube, die 1970 durch ein Zeltdach er¬setzt wurde. Neben diesem fin¬den wir eine Veranda mit einer zweiläufigen Freitreppe, die zum Garten führt. Bemerkenswert sind einige Räume, wie der gro¬ße, holzgetäfelte Rittersaal, der über zwei Geschosse nach Plä¬nen von Franz Schneider gestal¬tet wurde. Im Obergeschoss des Turmes sind weitere Räume mit barocken Stuckdecken vorhan¬den. Das Schloss befindet sich im Privatbesitz und wird zu Wohnzwecken genutzt.
Burgruine und Schloss Tharandt
01737 Tharandt
Weißeritzkreis
Am schönen Tharandter Wald, ca. 10 km vor Freital bei Dresden, be¬findet sich das Städtchen Tha¬randt. Ein inmitten des Ortes be-eindruckendes Ensemble bildet die Burgruine, erstmals urkund¬lich 1216 erwähnt, die Kirche, das Schloss und der Hotelbau mit Restaurant auf dem Burgberg.
Die Markgrafen von Meißen hiel¬ten die Burg zeitweise als Regie¬rungssitz und von 1500 bis 1510 war sie Wohnsitz der Herzogin- witweSidonie.lmJahrei579wur- de die Anlage zum Abbruch frei¬gegeben, sodass seit dieser Zeit nur noch einige Reste der Wohn- burg auf dem Felsen in die Höhe ragen. In den vergangenen 25 Jahren wurden bereits einige Ge¬wölbe freigelegt und weitere Ar-beiten sollen künftig für eine um¬fangreichere Begehbarkeit der Burgruine sorgen. In wenigen Jahren soll der Südturm zu be-sichtigen sein und der große Ge¬wölberaum kulturellen Zwecken dienen. Von der Burghöhe hat man einen wunderschönen Aus-blick in die darunter liegenden drei Täler und auf die Stadt Tha¬randt, zu jeder Jahreszeit ein ein¬drucksvolles Erlebnis. Das spät-romanische Rundbogenportal am Eingang der Kirche stammt vermutlich von der ehemaligen Oberburg und die Figuren des Al¬tars aus der Burgkapelle. Die „Bergkirche zum heiligen Kreuz“ entstand von 1626 bis 1629 auf den Mauern der abgerissenen Unterburgaufeinem Gneissporn. Das so genannte Schloss rechts neben der Ruine war Besitz des preußischen Diplomaten GrafSu- minski, der gleichzeitig Bauherr der Anlage war. Ein prächtiger Garten mit Springbrunnen, Grot¬ten, Brücken undTempeln umgab einst das Schloss, das seit 1937 von einer Bildungseinrichtung genutzt wird. In den Sommermo¬naten finden hier Orgel- und an-dere Konzerte im Rahmen des Sächsisch-Böhmischen Musik¬festivals statt. Der auf halber Höhe des Burgberges befindliche „Burgkeller“ lädt zum Verweilen t ein.

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Schlösser und Burgen von A-Z 70

Schloss Wolftitz
04654 Streitwald
Landkreis Leipziger Land
Am Kohrener Wald, nordwest¬lich über Kohren-Sahlis, ganz in der Nähe der B 7 von Altenburg nach Rochlitz, finden wir Streit-wald. Das Schloss ist ein statt¬licher Zweiflügelbau aus dem 15. Jahrhundert. Im Jahre 1625 bekam dieser eine erste Verän¬derung, bis er dann 1950 zum Al¬tersheim umgestaltet wurde. Der Putzbau ist auf einem ha¬kenförmigen Grundriss mit ho¬hen Giebeln und am Ostflügel mit einem polygonalen Trep¬penturm und Renaissancege¬wänden errichtet. Ein Rundbo¬genportal mit Wappen derervon Einsiedel und von Haugwitz be¬findet sich am Südflügel. Das In¬nere wird geprägt von einer gewölbten Eingangshalle mit
Balustersäule. Eine Reihe von Räumen zeigt Balkendecken, die zum Teil Kassettenmuste¬rungen besitzen. Das zuletzt als Altersheim genutzte Schloss wurde geräumt, das Heim in ei¬nem Neubau untergebracht.

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Schloss Neustruppen Rittergut Struppen
01796 Struppen
Landkreis Sächsische Schweiz
In derSächsischen Schweiz,zwi¬schen Pirna und Königstein, liegt das Städtchen Struppen. Die ers¬te urkundliche Erwähnung von „Strupin“ (Struppen), das vom Deutschherrenorden gegründet wurde, geht auf das Jahr 1275 zu¬rück. Das Schloss hat eine lange, bis ins Mittelalter zurückrei¬chende Geschichte und war sei¬nerzeit ein Rittergut. In einer später belegten Sage wird davon erzählt, dass das alte Schlossge¬bäude ursprünglich ein Kloster gewesen sei. Der älteste be¬kannte Besitzer war „Nickel von Görwicz zen Struppen“. Im Jahre 1448 erwarb Hans von Karlewitz das Gut durch Kauf. Über die Jahrhunderte finden wir in Ur¬kunden unter den häufig wech¬selnden Besitzern Namen wie Jost von Rotwerndorff, Nickel und Hanß von Reichenbach, HansWoIfvon Schönberg und Jo¬hann Christian Marbach. Ende 1822 wurde die Soldatenerzie¬hungsanstalt nach Struppen ver¬legt. Ursprünglicher Zweck war, Kinder von Soldaten im alten Schloss zu Handwerkern und Landwirten heranzubilden und unterzubringen. Von 1921 bis 1929 befand sich hier das Kin¬dererholungsheim „Vogelsang“ und ab 1933 eine SA-Führerschu- le. Nach 1945 gingdas Schloss in Gemeindeeigentum über und wurde zu Wohnzwecken und als Kindergarten genutzt. Für die Zu¬kunft ist hier wieder eine Ein- richtungfürKinderund Jugendli¬che geplant. Zur Baugeschichte kann ausgeführt werden, dass das Schloss in die Zeit der Früh-renaissance einzuordnen ist. Die Fenster- und Türgewände sowie der Wendelstein gehören in die Übergangszeit zwischen Gotik und Renaissance. Untersuchun¬gen belegen, dass die Räumlich¬keiten einst farbige Malereien aufwiesen, die vermutlich bei den Umgestaltungen zur Sol¬datenknabenerziehungsanstalt verdeckt wurden. Der Ort Strup¬pen verfügt auf der dem Schloss gegenüber liegenden Seite noch über ein Rittergut, das erstmals 1657 erwähnt wird, uns jedoch bereits im 15. Jahrhundert als Vorwerk zu Struppen begegnet. Man muss davon ausgehen, dass dieses als Vorgängerbau mit dem heutigen Rittergut iden¬tisch ist. Besitzer waren die von der Oelsnitz und gleichzeitig Langenhennersdorf, im 17. Jahr-hundert folgten Angehörige der Familie von Loß sowie später Jo¬hann Siegmund von Liebenau, der dieses Vorwerk als Schäfe¬reigut nutzte. Um 1724 wird es als „Vorwerk Struppen auf dem Berge“ bezeichnet. Die nachfol¬genden Lehnbriefe beziehen sich auf dieses „Neustruppen“. In den Jahren 1821-1830 erhielt das Rittergut durch Anbau eines schönen Turmes einen schloss¬ähnlichen Charakter. Insgesamt bestand das Gut um 1840 aus dem Rittergut, einem Bauerngut, einer Mühle, einer Schänke und 17 Häusern. Von 1886 bis 1895 wurde eine Gärtnerei angelegt und der Hof 1889 teilweise um¬gebaut. Bedeutende bauliche Erweiterungen erfolgten durch den Bau des Ostflügels in den Jahren 1908/1909 durch Major Theodor von Dambrowski. Nach 1945 diente das Gut als Kranken¬haus und von 1949 bis 1972 als Tbc-Kurheim. Ab 1973 war es psychiatrisches Pflegeheim und seit 1993 ist es in Trägerschaft der Lebenshilfe e. V. Pirna-Seb- nitz.
Schloss Taubenheim
01665 Taubenheim
Landkreis Meißen
Taubenheim liegt auf halber Strecke zwischen Dresden und Nossen, südlich von Meißen. Er¬höht über dem Tal und dem Dorf steht die unregelmäßige Vierflü¬gelanlage um einen trapezför¬migen Innenhof. Die erste Er¬wähnung der ältesten Bauteile stammt aus dem frühen 16. Jahr¬hundert, deren Anlage zum da¬maligen Zeitpunkt Besitz derer von Miltitz gewesen ist. Ab etwa dem Jahre 1600 folgten diesen Herren die von Ende, die auch verantwortlich für den Ausbau des hohen Westflügels um 1700 zeichneten. In bürgerlichen Be¬sitz ging das Schloss 1821, an die Familie Tauchnitz. Diese wiede¬rum legte den Park an und ließ 1910 die Fassaden durch den Baumeister Roch im neugoti¬schen Stil verändern. In den Jah¬ren 1951 bis 1974 war in dem Schloss eine Lungenheilstätte untergebracht. 1985 führte man Restaurierungsarbeiten vor al¬lem im Inneren des Schlosses durch und 1993 wurde mit der Außenrestaurierung begonnen. DasObjekterreicht man überdie Zufahrt durch einen parkartig gestalteten Vorhof im östlichen Bereich. Der Zugang zum Schloss selbst befindet sich an der Südostecke der Anlage, an einem leicht vorspringenden rechteckigen Torturm, der wohl noch in das 16. Jahrhundert zu datieren ist. Ein großes neugoti¬sches Portal mit vorgelegter Treppe eröffnet sich dem Be¬trachter. Im südlichen Bereich des Schlosses wurde 1821 ein Terrassengarten am Steilhang angelegt und unter Hofrat Tauchnitz entstand um 1825 der spätklassizistische Pavillon. Die Parkanlage zeigt sich dem Besu¬cher in Gestalt eines romanti¬schen Landschaftsgartens. Das Objekt befindet sich im Eigen¬tum des Landkreises und wird zurzeit nicht genutzt.

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Schlösser und Burgen von A-Z 69

Burgruine Wehlen
01829 Stadt Wehlen
Landkreis Sächsische Schweiz
Bevor die Elbe ihren scharfen Bo¬gen hinter der Kreisstadt Pirna in Richtungauf Bad Schandau zieht, liegt an ihrem Ufer Stadt Weh¬len im Nationalpark Sächsische Schweiz. Die heute noch in Teilen sichtbare einstige Burganlage wurde erstmals im Jahre 1262 urkundlich erwähnt. Vorhanden sind vom Bauwerk aus der ersten Hälfte des 13. Jahrhunderts insbe¬sondere Teile von Burgmauern, derRundbauim BereichderNord- seite sowie einige Kellergewölbe.

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Schloss Steinbach
04567 Steinbach
Landkreis Leipziger Land
Nördlich von Kitzscher und Bad Lausick, 30 km südöstlich von Leipzig, liegt Steinbach. Im Zen¬trum des Ortes, von einer Parkan-lage mitTeich im Süden begrenzt, steht das Schlösschen. Das huf¬eisenförmige Anwesen, beste¬hend aus der Gutsanlage, dem Torhaus und dem Schloss, wurde um 1715 für den Geheimen Rat Wolff Siegfried von Kotteritz er¬richtet. Im Jahre 1809 wurden ei-nige Veränderungen vorgenom¬men und 1850 ein Verwaltungs¬wohnhaus hinzugebaut. Das Wahrzeichen für den kleinen Ort bildet das mitzwei Obergeschos¬sen versehene Torhaus mit Man- sarddach, dessen Turmaufsatz mit Laterne, barockem Helm und Fahne die anderen Objekte weit überragt. Wirtschaftsgebäu-de, das Verwalterwohnhaus und Stallungen begrenzen den recht-eckigen Gutshof. ÜberderTorein- fahrt ist ein Doppelwappen von 1715 eingelassen. Das zweige¬schossige Schloss mit ringsum aufgesetzten Gauben ist in gera¬der Linie vom Torhauszugang nach hinten zum Parkbereich ge¬setzt. Es stellt einen schlichten viereckigen Bau dar. Einige Fens¬ter im Erd- und Obergeschoss sind von einem Giebeldreieck übersetzt. Den Zugang zum Schloss erreicht man über eine Treppe, die den hohen Sockel des Kellergeschosses überbrückt. Genutzt wurde Schloss Stein- bach zuletzt als Schule und für kommunale Zwecke.

Schloss Steinpleis
08432 Steinpleis
Landkreis Zwickauer Land
Westlich von Zwickau, nur 3 km südöstlich der Stadt Werdau liegt der Ort Steinpleis. Das Schloss wurde 1857-1858 im Empire-Stil als Herrensitz des Rittergutes Untersteinpleis er¬richtet. Die Besitzer aus dem Ge¬schlecht derervon Römer waren Martin, Katharina und Nikolaus. Martin und Caspar besaßen die Güter bis 1529, später folgten Hans Heinrich bis 1633 sowie Hans Ernst bis 1667 und weite¬re Eigentümer aus dem Ge¬schlecht. Franziskus Oswald von Römer ließ den Wallgraben trockenlegen und begann mit dem Bau des heutigen Herren¬hauses, das als „Steinpleiser Schloss“ bezeichnet wird. Der Bau im Stil der englischen Tu- dorgotik ist mit Zinnen und Schmuckgiebeln versehen, und ein hoher Turm überragt die ge¬samte Anlage. Schwere Schick-salsschläge suchten Hermann Julius von Römer heim, indem seine Gemahlin und Kinder ein früherTod ereilte und Ende 1870 ein Brand große Teile seines Be¬sitzes vernichtete. 1908 verkauf- teerdeshalbden Familienbesitz an Carl Arens. Dieser wiederum verkaufte und verschenkte spä¬ter umfangreiche Teile seines sprengten napoleonische Solda¬ten bei ihrem Abzug viele Bauten und österreichische sowie russi¬sche Truppen trugen ein Übri¬ges zur Zerstörung bei. König Jo¬hann von Sachsen veranlasste 1859 umfangreiche Restaurie¬rungsmaßnahmen. 1877 wurde eine „Altertumssammlung“ ein¬gerichtet. Auch König Friedrich August von Sachsen investierte größere Summen in die Erhal¬tung der Anlage. 1945 kam Burg Stolpen zur Hauptverwaltung der Staatlichen Museen, Schlös¬ser und Gärten Dresdens und 1957 zur Stadt Stolpen. 1992 wurde sie durch den Freistaat Sachsen übernommen. Sehens¬wert ist das gesamte Burgareal mit seinen mittelalterlichen Bau¬ten. Derjohannisturm (auch „Co¬selturm“ genannt), von Bischof Johann VI. von Saalhausen er¬baut, diente bis 1742 als Wach- und Verteidigungsturm und wurde später zum Wohnturm umfunktioniert. Gräfin Cosel, 49 Jahre Gefangene, wurde ab 1744 über 21 Jahre im Turm ge¬fangen gehalten. Auf diese Weise entledigte sich August der Starke seiner Mätresse. Sehens¬wert sind weiterhin die Haupt¬wache mit Waffensammlung, der Marstall mit Kreuz- und Bogen¬gewölbe, die Folterkammer, die ehemalige Amtsstube, der Gerichtssaal mit spätgotischem Sterngewölbe sowie der Salon der Gräfin Cosel.
Schloss Strehla
01616 Strehla
Landkreis Riesa-Großenhain
Nahe der Grenze zum Bundes¬land Brandenburg, nordwestlich von Riesa liegend, finden wirdas Kleinstädtchen Strehla. Bereits 1166 ist hier ein Herrensitz der edelfreien Familie von Strehla vermerkt, und 1307 wurde der Besitz durch Bischof Ulrich von Naumburg an Otto von Illeburg verkauft. Auf einem seichten Hü¬gel über der Elbe gelegen steht das wunderschöne, reich geglie-derte Schloss des Ortes. Das aus Böhmen stammende Geschlecht der Ritter von Pflugk hatte im 14. Jahrhundertdie Anlage in Be-sitz. Das heutige Aussehen des Schlosses stammt jedoch aus dem 15. und vor allem 16. Jahr¬hundert. Die Flügelbauten der gesamten Anlage umschließen einen quadratischen Hof. Die wunderschönen Ziergiebel be¬kam das Schloss vorwiegend im 16. Jahrhundert, und der Trep¬penturm im Südwesten besitzt einen reich gegliederten Erker. Der Nordflügel wurde im 19. Jahrhundert von Prof. Steche grundlegend in neogotischen Formen umgestaltet und besitzt einen vorgezogenen Risalit. Der quadratische Treppenturm mit Ziergiebel im Nordwesten bildet das höchste Bauwerk der Anla¬ge. Aus Richtung der Stadt wur¬de dem Schloss ein Torhaus vor¬gelagert, das um 1560 entstand und 1958 instand gesetzt wurde. Auch alle Türme konnten von 1964 bis 1970 gesichert bzw. er¬neuert werden. 1973 wurde das im Schloss befindliche „Trink¬stübchen“ von 1532 restauriert und ausgemalt und die Arbeiten nach 1989 beendet. Im süd¬lichen Ostflügel befindet sich ein Saal mit gotischer Holzbalken¬decke. Die ehemalige Orangerie liegt im südwestlichen Bereich der Vorburg und die Familien¬gruft derer von Pflugk im Nord¬westen. Das Schloss befindet sich in Privatbesitz und es wer¬den wechselnde Ausstellungen präsentiert. Eine große, der Öf¬fentlichkeit zugängliche Parkan¬lage in gepflegtem Zustand ist unterhalb des Schlossbereichs angelegt.

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Schlösser und Burgen von A-Z 68

Schloss Schweinsburg
08459 Schweinsburg
Landkreis Zwickauer Land
Südlich von Crimmitschau, un¬mittelbar hinter der Gemeinde Neukirchen, liegt Schweinsburg.
Dem Besucher oder Durchreisen¬den wird unweigerlich das in neu¬er Fassade hergerichtete Schloss ins Auge fallen, das um das Jahr 1000 vermutlich auf den Grund¬mauern der alten Sorbenburg „Cremascowe“ errichtet wurde.
1212 wird bereits ein Henricus de Cremastzowe erwähnt, der 1221 als oberster Richter des Pleissen-landes fungierte. Im Jahre 1222 gab es hier eine frühdeutsche überbaute Wasserburg mit Wall¬anlage und Graben. Eine Zug¬brücke gewährte den Zugang zur Burg. Sie diente dem Schutz der Siedlung Crimmitschau als „vest huz cremascowe“. Der Burgherr Fritz von Schönburg musste sich 1307 der Lehenshoheit der Mei߬ner Markgrafen über die Herr¬schaft Crimmitschau-Schweins¬burg beugen. Urkundlich wird Schweinsburg 1499 erstmals er¬wähnt. Namhafte Persönlichkei-ten der Geschichte wie Kaiser Karl V. und der für seine Grausamkeit berüchtigte Feldherr Herzog Alba mit seinen spanischen Söldnern beziehen hieri547imSchmalkal- dischen Krieg Quartier. 1640, während des Dreißigjährigen Krieges, nutzte der schwedische General Baner Schweinsberg als seine Residenz und ließ hier eine Truppenparade abhalten. Carol von Bose, „kaiserlicher General zu Ross und Fuß“ und „Haupt¬mann derÄmterZwickau und Wer¬dau“, kaufte die Schweinsburg 1642. Die bereits 1743 im Verfall befindliche Burg hatte als solche ihre Geschichte geschrieben und wurde nun von der Familie von Berbisdorf zum Barockschloss umgebaut. 22 Jahre später, 1765, verkaufte man Stadt und Amt an den Kauf- und Handelsherrn J. Ch. Seyffarth auf Schiedel und somit wurden Schloss und Stadt ge-trennt. Justus Vieth von Golße- nau, ein sächsischer Hauptmann und russischer Oberleutnant, wird 1767 Besitzer vom Schloss. 1855 wird die Schweinsburger Ge¬richtsbarkeit aufgehoben und 1900 eine Majolikamanufaktur im Untergeschoss eingerichtet, die bis 1906 Majolika herstellt. Im Jahre 1905 erwirbt Carl Rudolf Wolf Schloss und Rittergut. Das Schloss wird von 1908 bis 1911 im neubarocken Stil umgebaut. Mit derEnteignungund Bodenreform 1945 wird derältere, ehemals go¬tische Turm mit Barockhaube ab-getragen. Die Kommunistische Partei Deutschlands nutzt das Schloss ab 1946 als Parteischule und die Nachfolgepartei SED führtdieseabi949unterdem Na¬men Julius Motteier“ fort. Das Kolping-Bildungswerk Sachsen e. V. übernimmt die Anlage 1995, eine Renovierung und Moderni¬sierung mit Neubau als Hotel¬komplexerfolgt 1998 und letztlich wird sie 1999 Tagungs- und Ma-nagementzentrum, womit sie erstmals ständig der Öffentlich¬keitzugänglichist.

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Schloss Seifersdorf
01454 Seifersdorf
Landkreis Kamenz
Im pulsierenden Dresdener Land und doch in ruhiger, von viel Grün geprägter Landschaft, 8 km nord¬westlich von Radeberg, ist Sei¬fersdorf zu finden. Der Ort, als Kirchdorf bezeichnet, wird erst¬mals 1335 genannt und gehörte ab 1378 zum markgräflichen Burgbezirk Dresden. Bereits 1454 bestanden hier ein Ritterhof so¬wie ein Vorwerk und 1469 werden als Besitzer die Herren von Haug- witz genannt. Die Familie von Grünrode besaß 1584 das bereits 1531 genannte Wasserschloss, das 1747 durch Verkauf an den Premierminister Graf Heinrich von Brühl ging, dessen Linie es bis 1945 innehatte. Im Jahre 1781 wurde das angrenzende Röder¬tal durch die Schwiegertochter Brühls, Christiane, zu einem ro¬mantischen Park umgestaltet, dessen integrierter Teich teil¬weise das Schloss begrenzte. Sie ließ im von der Röder durchzoge¬nen Tal Brücken, Grotten, Tempel und Bereiche mit geschmackvoll gruppierten Statuen anlegen.
Noch heute sind Überreste der romantischen Gestaltung des Parks „SeifersdorferTal“, wie die Figur Amors, die beschädigte Säule von Lauras Denkmal, ein Gedenkstein für Herzog Leopold von Braunschweig und weitere, zu entdecken. Die Lage des Schlosses strahlt eine anmutige Ruhe und Geborgenheit aus. Carl Friedrich Schinkel führte im Jahr 1822 einen neugotischen Umbau des Schlosses durch. Es bie¬tet einen nahezu quadratischen Grundriss und an der Gartenseite befindet sich ein kleiner Hof mit emem Torbau. An verschiedenen Aufbauten wurden Zinnenkrän¬ze angebracht. Heute wird das Schloss durch die Gemeindever-waltunggenutzt.
Schloss Sohland
02894 Sohland am Rotstein
Niederschlesischer
Oberlausitzkreis
Zwischen Löbau und Görlitz, auf halber Strecke an der B 6, liegt Schloss südlich von Reichenbach der Ort. Sohland Sohland wird um das Jahr 1222 erstmals urkundlich als „Solant“ erwähnt und besitzt heute das äl¬teste Naturschutzgebiet Sach¬sens. Einst bestand die heutige Gemeinde aus drei selbständigen Dörfern, Nieder-, Mittel- und Obersohland, die im Jahre 1939 zusammengelegt wurden. Deut¬sche Siedler bildeten hier im 12./13. Jahrhundert ein Waldhu¬fendorf. 1430 verwüsteten die Hussiten und 1477 das böhmi- scheHeerdenOrt.DerDreißigjäh- rige Kriegtat sein Übriges, und als dieser 1648 zu Ende ging, waren nur noch wenige Menschen im Dorfverblieben.dasieteilsinden Kriegswirren umgekommen oder geflüchtetwaren. Dasältesteund begütertste Rittergeschlecht die¬ser Gegend waren die Herren von Gersdorf. Einer der Eigentümer von Sohland war Christian von Gerhardisdorf, der wiederum sei¬nen Besitz an seine Söhne Chris¬tian II. und Ramfold vererbte. SeindritterSohn, Heinrich,wurde Stammvater der Linie Bischdorf. Das Dorf Sohland warschon früh¬zeitig in mehrere Gutsherrschaf¬ten aufgeteilt worden. Im Jahre 1454 soll ein Peter zu Sohland „Reden gegen den Rat von Gör¬litz“ geführt haben. 1538 hatte Erasmus von Gersdorf Mittelsoh- land erworben. Bekannt ist auch, dass die von Gersdorf ihre Unter¬tanen terrorisierten, sie in den Stock werfen ließen und ihre Kühe konfiszierten, worauf sie sich den Widerstand der Bauern zuzogen. Wann und durch wen jedoch die Rittergüter entstanden sind, konnte nicht nachvollzogen wer¬den. Sicherist, dass es hierinsge- samt fünf Rittergüter gegeben hat. Das Rittergut Niedersohland II ist vermutlich einst eine Wasser¬burg gewesen. Zwei Schlösser, die erwähnenswert sind, haben sich bis in unsere Zeit hinüberge¬rettet. Es sind die Schlösser Niedersohland I, in Gemeindeei¬gentum übergegangen und an ei¬nen Unternehmer verkauft, der hier sieben Mietwohnungen ein¬richtete, und Schloss Mittelsoh- land, das heute das Gemeinde¬zentrum mit Wohnungen, Arzt¬praxis, Friseurund Bibliothekist.

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Schlösser und Burgen von A-Z 67

Schloss Schwarzenberg
08340 Schwarzenberg
Landkreis Aue-Schwarzenberg
Auf der längsten Ferienstraße Sachsens, der Silberstraße B 101, gelangt man von Aue kom¬mend in die Stadt Schwarzen¬berg. Auf einem Felsen stehend sieht man das Wahrzeichen der Stadt, das Ensemble aus weißem Schloss und Sankt Georgenkir¬che. Das landschaftlich reizvolle Gebiet war Anfang des 12. Jahr¬hunderts noch gänzlich unbesie- delt. Bewaldete Berge und Täler, durchzogen von zahlreichen klei¬nen Flüssen und Bächen, gaben derGegend einen Urwaldcharak¬ter. Vermutlich war es 1212 Her-zog Heinrich von Melk, der als erster Kolonisator auf dem Felsmassiv vor dem heutigen Schwarzenberg eine Burgmit ge¬ringen Ausmaßen errichtete. Sie hatte ihre Bestimmung darin, den Übergang des Schwarzwas¬sers zu sichern; denn bereits vor Errichtung der Burg gab es hier einige Wege und Pass-Straßen, die zum regen Handel mit Böh¬men genutzt wurden. So häufig sich die baulichen Veränderun¬gen vollzogen, so oft wechselten in den Jahrhunderten auch die Besitzerdes heutigen Schlosses. Um 1250 vermutet man die Vögte von Plauen und Gera oder die Herren von Elsterberg-Lobde- burg auf Schwarzenberg. Otto von Leisnig übernahm die Burg 1382, sie blieb in dessen Linie bis 1425. Aufgrund hoher Verschul¬dung dieses Geschlechts erwarb Wilhelm I. von Tettau sie 1425 käuflich. Weitere Tettauer folg¬ten, bis 1524 der Letzte dieses Geschlechts, Georg Wilhelm von Tettau, verstarb. Seine Gemahlin Eufemia wohnte noch bisi532 im Schloss. Im Laufe der Herr¬schaftszeit über vier Generatio¬nen wurde dem Schloss arg mit¬gespielt, wenn man den Über¬lieferungen Glauben schenken kann. Am 2. Osterfeiertag 1430 sollen die Hussiten unter Prokop Burg und Stadt gestürmt und niedergebrannt haben. 1495 be¬schädigte ein Stadtbrand das Schloss und 1524 belagerten es aufständische Bauern, die sich jedoch friedlich mit dem Schloss¬herren einigten und davonzogen. Als Kurfürst Johann Friedrich von Weimar 1533 das Schloss kaufte, befand es sich in einem erbärm¬

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lichen Zustand. Im Schmalkaldi- schen Krieg, nachdem er fast alle seine Besitzungen verloren hat¬te, übernahm Kurfürst Moritz 1547 Schwarzenberg. Nach zwei¬maligem Einfall unter General Holk im Dreißigjährigen Krieg wurden durch Fürsprache des Bergbeamten Andreas Weigel Stadt und Schloss vor Brand¬schatzung bewahrt, jedoch durch Soldaten geplündert und teilweise zerstört. Bereits ein knappes Jahr später fiel Oberst Schönickel ins Land ein, brand¬schatzte und zog ab, wonach ei¬nen Monat später 200 Dragoner nachts Schloss und Stadt plün¬derten. Jahrzehnte waren nötig, um sich von den schweren Schlä¬gen in diesem Gebiet zu erholen, bis dann 1709 ein Großfeuer wiederum fast die ganze Stadt und Teile des Schlosses vernich¬tete. Neun Jahrhunderte unter- lagdie Burg ständigen baulichen Veränderungen, bei denen es den Handwerkern unter Anlei¬tung hervorragender Architekten und Baumeister immer wieder gelang, das Neue mit dem Beste¬henden harmonisch zu verbin-den. Schon 1550 gehörte das ver¬fallene Schloss Kurfürst August. Dieser beauftragte den Amt¬mann Wolf von Schönberg mit ei¬nem komplexen Umbau, bei dem mit dem Bau der Kirche 1699 die gesamte untere Burg ver¬schwand. Entsprechend den An¬sprüchen eines Landesfürsten mussten alle Fachwerkgebäude abgerissen und in Stein wieder neu errichtet werden. So blieben der schon aus Stein bestehende Bergfried und der Turmstuben¬anbau als einzige Gebäudeteile der alten Burg erhalten. Die Zug¬brücke wurde durch eine gemau¬erte Bogenbrücke ersetzt und ein kostspieliger neuer Palasbau mit drei Stockwerken und ab-schließendem Satteldach ent¬stand. Im Erdgeschoss finden wir mit schönen Steinmetzzeichen gearbeitete rundbogige Türge-wände und im Mittelbau kunst¬voll gewölbte Decken. Um die Gesamtanlage der oberen Burg zieht sich eine mit Zinnen verse¬hene Mauer. Die Bogenbrücke bildete den Zugang zur unteren Burg, ebenfalls von Umfassungs¬mauern umgeben. In diesem Be¬reich befanden sich eine Reihe von Wirtschaftsgebäuden wie das Amtshaus, Pferdeställe, Ba¬destube, Brau- und Wasserhaus. Zeugnis einer mehr als 800-jähri¬gen Geschichte bietet nur noch die erhalten gebliebene obere Wehranlage. Im 18. Jahrhundert wurden weitere bauliche Verän¬derungen am Schloss vorgenom¬men, die auch den Einbau von Fenstern im Turm beinhalteten, der schon immer als Gefängnis genutzt wurde. Im 19. Jahrhun¬dert wurden hier weitere Zellen geschaffen und das heutige Turmdach aufgesetzt. Ab 1933 wurden hier Gegner des faschis¬tischen Regimes eingekerkert und misshandelt. Im Jahre 1953 befand sich im Schloss das Kreis¬gericht und 1954 wurden Mitglie-dern des Kulturbundes Räum¬lichkeiten zugewiesen. Es ent¬standen ein heimatkundliches Kabinett und das Museum „Erz- gebirgisches Eisen“. Seit 1990 wird vom Landkreis Aue-Schwar¬zenberg der gesamte Schloss¬komplex zu einem kulturellen Zentrum umgestaltet. Sehens¬wert ist die gesamte äußere Schlossanlage durch ihren inter¬essanten Baustil und die hervor¬ragende architektonische Ver¬bindung zwischen der einstigen Oberburg und dem später er¬richteten unteren Schloss. Die Schloss-Stube mit ihrer Kleinor¬gel zeigt eine schlichte Aus¬stattung. Bei Ausgrabungen im Schlossbereich wurden wertvol¬le Gegenstände, so auch ein Krug aus der Zeit um 1620, gefunden und restauriert. Im Museum be-kommt der Besucher einen Ein¬blick in die über 450-jährige Tra¬dition desSpitzenklöppelns.

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Schlösser und Burgen von A-Z 66

Schloss Schönfeld
01561 Schönfeld
Landkreis Riesa-Großenhain
Schönfeld liegt an der B 98,15 km von Großenhain in Richtung Kö¬nigsbrück, unmittelbar vor der A 13. In einer Wasserburg saßen 1216 die „Herren von Sconne- veldt“ und überwachten von hier aus den Verkehr auf der „Hohen Straße“, die damals durch Schön-feld führte und die Handelswege zwischen West- und Osteuropa miteinander verband. Die Unter¬geschosse des heutigen großen Turmes stammen nochausdieser Zeit. In der Markgrafschaft Mei¬ßen spielte das Adelsgeschlecht derer von Schönfeld eine bedeu-tende Rolle, deren Stammsitz als Lehen in derMittedesis.Jahrhun¬derts an die Herren von der Sah- la ging. Diese gestalteten das Schloss umfassend im Renais¬sancestil neu, wobei der ur¬sprüngliche Wehrcharakter verlo¬ren ging und die Anlage eine reich gegliederte Struktur erhielt. Die Bauzeit des Schlosses ist unklar, doch vermutlich in die Zeit von 1560-1590 einzuordnen. Es ent-stand ein Schlosskomplex, der außerordentlich märchenhaft an¬mutet. Im Laufe der Jahrhunderte wechselten häufig die Schloss-herren, worunter auch der bau¬liche Zustand litt. Freiherr Carl Friedrich Dathe von Burgk, der „Kohlebaron“, einerder reichsten Männer Sachsens, kaufte 1882 das Schloss und ließ es im Stile der Neorenaissance als Wohnsitz vom Architekten Gotthilf Ludwig Möckel bis 1894 um- und ausbau¬en. Die heute bestehenden Ge¬bäude umschließen einen ovalen Schlosshof und besitzen zahlrei-che Türme, Erker und Giebelauf¬bauten. Den Festsaal im Oberge¬schoss schmücken Vertäfelungen an Wänden und Decke, Wand-spiegel und große Wandbilder mit Jagdszenen und biblischen Moti¬ven. Weitere Räume zeigen eine reiche Ausstattung, teilweise mit Delfter Kacheln. Im Osten grenzt ein großer Park im englischen Stil an die Schlossanlage, der 1882 unter dem Dresdner Gartenarchi¬tekten Max Betram angelegt wur¬de. Nach der Wiedervereinigung Deutschlands begann eine um¬fassende Erneuerungdes gesam¬ten Komplexes. Das Schloss ist heutewiederzugänglich. Hierfin¬den Tagungen, Konferenzen, Se¬minare und Hochzeiten statt.
Burg Altschönfels
08115 Schönfels
Landkreis Zwickauer Land
Schönfels liegt zwischen Zwi¬ckau und Reichenbach, westlich von Wilkau-Haßlau an der B173. Im Zuge der Besiedlung dieser
Region entstand auch die Burg- anlage in der 2. Hälfte des 12. Jahrhunderts. Erstmals urkund¬lich erwähnt wird sie 1225, als die Vögte von Weida hier die Oberherren waren. Von weitem schon erkennt man die mittelal¬terliche Trutzburg, die auf einem Diabasfelsen ihren Platz gefun¬den hat. Die ursprüngliche Form bestand aus wehrhaften Mauern um den Innenhof, einem Turm, hölzernen Gebäuden im Vorhof und Wallgraben. Bereits 1300 entstanden hier Steinbauten und die Burg wurde im 13. und 14. Jahrhundert Amt eines Ver¬waltungsbezirkes. Im Jahre 1430 belagerten Hussiten das Bau¬werk. Herr von Weißenbach, Be¬sitzer ab 1500, ließ eine Kapelle errichten, die heute Stilepochen der Gotik, Renaissance und des Barock in sich vereint. Die hier befindliche Orgel von 1740 ist in Bauweise und Klang kaum zu übertreffen. Unter der Herr¬schaft Weißenbachs entstanden weiterhin die Kemenate und das Archiv. Als die Burg im Besitz Carl von Carlowitz’ war, suchte sie 1651 ein schwerer Brand heim. In den Jahren 1722-1743 wurden am Tor Veränderungen vorgenommen und der Turm nach Blitzschlag eingekürzt, was die Beseitigung der Zinnen zur Folge hatte. Ab 1770 waren die Familien von Römer Herren der Burg. Nach der Enteignung 1945 wurde erst 1965 mit der Re¬staurierung der Anlage begon¬nen und 1975 wurde sie als Mu¬seum und Kulturstätte eröffnet. Jährlich finden hier traditionelle Veranstaltungen wie Burgfest und Kapellenkonzerte zu Os¬tern und Pfingsten statt. Gebo¬ten werden ständig wechselnde Ausstellungen zu verschiedenen Themen. Die ständige Ausstel¬lung auf Burg Schönfels steht unter dem Thema „Umwelt und Jagd“.

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Schlösser und Burgen von A-Z 65

Schloss Schmochtitz
02627 Schmochtitz
Landkreis Bautzen
Schmochtitz liegt nordwestlich von Bautzen, in der Mitte zwi¬schen der A 4 und der B 96. Das heute so genannte Bischof-Ben- no-Haus ist ein ehemaliges Rit¬tergut. Das um 1770 errichtete Schloss brannte 1945 ab und 1975 wurde lediglich die am Südende liegende Kapelle wieder aufge¬baut und von Friedrich Press aus¬gestattet. Das Schloss entstand im Zuge der Wiedervereinigung 1989-1992 durch die Architekten Just und Vogt in modernerer Ge¬staltung neu. So entstand ein breiter Bau mit Walmdach und Gauben. Dem Mittelrisalit ist eine zweiarmige, vierläufige Freitrep¬pe vorgelegt und die darunter lie¬gende Nische gewährt den Zu- gangzum Untergeschoss. Vorder Treppe ist ein moderner Brunnen errichtet worden. 1893 wurden im Schweizer Stil die anschließen¬den Wirtschaftsgebäude erbaut. Durch den Torbogen gelangt man zu der so genannten Taufkapelle, die um 1770 hinzukam. Der runde Turm mit dem Glockendach ist an der Vorderseite an die seitliche Flügelmauerangepasst. Die eins¬tige Orangerie, Ende des 18. Jahr¬hunderts erbaut, dient heute als Wohnhaus. In der weitläufigen Parkanlage steht das Sandstein- denkmalfürKurfürst Friedrich Au¬gust III. von Sachsen und im nörd¬lichen Teil die Ruine eines Son¬nentempels vom Ende des 18. Jahrhunderts sowie weitere Plas¬tiken und Denkmale. Das Schloss wurde restauriert, ist im Privatbe¬sitz und beherbergt eine katholi¬sche Bildungsstätte.

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Schloss Schnaditz
04849 Schnaditz
Landkreis Delitzsch
Am Rande der Dübener Heide, 2 km westlich von Bad Düben, be¬findet sich das Örtchen Schna¬ditz. InteressanteralsdasSchloss selbst ist der Schlossgarten von Schnaditz mit seiner weiten Flä¬che und Bepflanzung. Christoph Samuel Martin erwarb 1792 das hiesige Rittergut und ließ den Schlossgarten mit knapp 10 ha Umfang 1794 zu einem engli¬schen Landschaftsgarten umge¬stalten. Bereits 1678-1788 hatte die Familie von SteuberSchnaditz in Besitz und es wird vermutet, dass hier schon ein kleiner Schlossgarten barocker Art be¬stand. Das besondere Interesse Christoph Samuel Martins galt der Gestaltung des Parks, wes¬halb auch keine Erneuerungen oder Umbauten am Schloss von ihm vorgenommen wurden. 1806 zogen Franzosen durch den Park und fügten dem Gut und Dorf gro¬ßen Schaden zu, danach waren es 1813 russische Truppen. Nach Aussagen Albert Schröders in sei¬nem Buch „Die Schlösser der Dü- bener Heide“ von 1938 sollen hier im LandschaftsparkTempel, Grot¬ten, Einsiedlerhütten und Statuen gestanden haben, die vermutlich in Kriegszeiten zerstört wurden. Noch nach 1945 fielen zwei Sta¬tuen – Eros und Muse – dem Van-dalismus der neuen Schlossher¬ren zum Opfer. Jahrhundertealte Eichen wurden zur Holzgewin¬nung gefällt, das Wegesystem verfiel und die vielen Sitzecken, besonders am „Großen Drachen¬berg“, wurden beseitigt. Heute hat man mit der Wiederherstel-lung des Landschaftsgartens be¬gonnen, obwohl seine ursprüngli¬che Form und Schönheit nicht mehr erreicht werden können, da weite Teile von Neubausiedlun-gen und anderen Gebäuden be¬ legt wurden. Das Schloss unter¬liegt gegenwärtig keiner Nutzung und steht leer.
Schloss Schönberg
08648 Schönberg
Vogtlandkreis
Schönberg ist der letzte Ort im südlichsten Zipfel des Vogtlan¬des vor dem Grenzübergang in die tschechische Republik. Die Sicherung der Grenzen zum be¬nachbarten Böhmen wurde hier vondersüdlichsten Burg gewähr¬leistet, die im Zuge der Kolonisa-tion des Egerlandes angelegt wurde. 1298 wird in Schönberg ein Herrensitz des Albertus de Schonberge nachgewiesen. Nach dem Tode des letzten Schönbergs 1343 wurde der Besitz zwangs¬verkauft, da sich Schulden und Kosten während des Krieges für König Johann von Böhmen ange¬sammelt hatten. Als die Vögte von Weida und Plauen nach Sü¬den expandierten, nahmen sie unter anderem auch Schönberg in ihren Besitz. Doch im Zwangs¬vertrag von 1357 mussten sie das Gebiet an die Markgrafen von Meißen abtreten. Ab 1485 saßen hier bis 1945 die von Reitzen¬stein. 1485 wurde der Bergfried errichtet, der auch den Kern der Anlage bildet, und im 16. Jahrhun¬dert wandelte sich die Burg zum Schloss und erhielt vermutlich im 17. Jahrhundert eine Aufsto¬ckung. Der Bergfried bekam im 19. Jahrhundert ein repräsentati¬ves Treppenhaus, ebenso wurde dem Haupteingang eine zweiar¬mige Treppenanlage vorgelagert. Im ersten Obergeschoss gibt es Räume mit Kreuzgewölben und sowohl in diesem als auch im zweiten Obergeschoss wertvolle Stuckdecken mit Jagdszenen und mythologischen Themen. Zur Gesamtanlage gehören eine Schmiede, ein Forsthaus sowie ein Schlosspark. Der neue Besit¬zer plant im Schloss eine Likör¬brennerei einzurichten, verbun¬den mit einer musealen Einrich¬tung zu diesem Handwerk.
Schloss Schönfeld
01474 Schönfeld
Landkreis Sächsische Schweiz
Auf dem Höhenrücken über dem Tal der Elbe, angrenzend östlich an die Landeshauptstadt Dres¬den, findet man die reizvolle Land¬schaft um das Örtchen Schönfeld. Das Schloss ist das dominante Bauwerk im Dorf und wird zu zwei Dritteln von einem Teich umge¬ben. Es ist zu vermuten, dass es auf den Resten einer ehemaligen Wasserburg errichtet wurde. Begonnen wurde der Umbau der mittelalterlichen Bausubs¬ tanz zum Renaissanceschloss durch Hans von Dehn-Rothfelser, die Fertigstellung erfolgte 1570 durch den kurfürstlichen Gehei¬men Rat Dr. Georg Cracow. Das Objekt stellt einen dreigeschos¬sigen, rechteckigen Bau dar. Ei¬ne Steinbrücke bildet den Zu¬gang zum Schloss. Besonders schmuckvoll präsentieren sich die hohen Zwerchgiebel mit Volu¬ten sowie der sechseckige, im oberen Teil runde Treppenturm. Im Erdgeschoss befinden sich Ge¬wölbe. Der Erbauer hat sich durch ein Wappen über der rundbogi- gen Tür mit seiner zweiten Ge¬mahlin, Christine Dorothea Fun¬ke, verewigt. Die Kassettende-cken.dieornamentalbemalte Fel¬der besitzen, sind in einigen Räu¬men noch sehr gut erhalten ge¬blieben. Als weitere Besitzernach Dr. Cracow folgten Joachim von Loh sowie Heinrich von Friesen. In dieser Zeit soll das Schloss seine glanzvollsten Tage erlebt haben, als August der Starke seine Toch¬ter mit seinem Oberkammerherrn Graf Heinrich von Friesen ver¬mählte. Auch fürdie Untertanen in Schönfeld mussdasein besonde¬rer Tag gewesen sein: „Der Wein ist vom Schlossportal herausge¬flossen wusste man lange Zeit zu erzählen. Der Reiterhof Lenk des ehemaligen Rittergutes fügt sich harmonisch in die reizvolle Landschaft ein. Das Schloss be- findetsich heute im BesitzderGe- meinde und wurde mit Eigen- und Fördermitteln des Freistaates re¬stauriert, doch noch keiner Nut- zungzugeführt.

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Schlösser und Burgen von A-Z 64

Schloss Schilbach
08261 Schilbach
Vogtlandkreis
Im landschaftlich beeindrucken¬den Vogtland bei Schöneck und
15 km südöstlich von Oelsnitz liegt mitten im Grünen das kleine Örtchen Schilbach. Im Ort einge-bettetundverstecktineinemPark steht das sehr gut erhaltene Schloss. Erst 1912 entstand dieser repräsentative Bau auf winkligem Grundriss in neobarocken For-men. Es ist ein zweigeschossiges Bauwerk mit einem ausgebauten Mansardengeschoss und einem im Südwesten anschließen¬den zweigeschossigen Flügel¬bau. Dem Hauptbau liegt an der Gartenseite eine Terrassenanla¬ge mit steinerner Brüstung vor und im Erdgeschoss wurde ein halbrunder Vorbau angebracht.

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Zwei Säulen tragen einen Balkon des Obergeschosses. Der Ein¬gangsbereich zum Schloss wurde in den dreigeschossigen Turm mit barocker Haube gelegt. Eine Figu¬rengruppe, eine liegende Frau mit Kind und Fruchtkörben, ziert die¬sen Bereich, und nach dem kreis¬runden Vorraum schließt sich die Eingangshalle an, um die sich die Räumlichkeiten anordnen, wie zum Beispiel der große Garten¬saal mit Austritt auf die Terrasse. Eine seitlich gelegenezweiläufige Treppe führt zum Obergeschoss mit repräsentativen Räumen. Der zum Gelände gehörende ehema¬lige Gutsbereich ist heute teil¬weise in Privatbesitz. Eine große Parkanlage umgibt das Schloss. Bis 1989 befand sich in der Anlage ein Altenheim. Nach erfolgter Sa¬nierung des Schlosses wird vom Land die Nutzung als Schulungs¬und Tagungszentrum oder Reha¬klinik in Betracht gezogen.
Schloss und Rittergut Schleinitz
01623 Schleinitz
Landkreis Meißen
Der etwas größere ländliche Ort Schleinitz liegt auf halber Stre- cke zwischen Riesa und Nossen. Auch in unserer heutigen Zeit gibt es wahrhafte Baumeister, wenn man sich das Schloss in Schleinitz betrachtet und seinen vorherigen baulichen Zustand kennt. Das in der Lommatzscher Pflege unweit nordöstlich von Leipzig gelegene Schloss ist nach erneuter Wandlung einer der schönsten und beeindru¬ckendsten Sitze des ehemaligen Landadels geworden. Zwei durch eine Zwingmauer verbundene Rundtürme verweisen noch auf die ursprüngliche Wasserburg. Eine ganze Reihe von Stilepo¬chen vereinen sich in diesem Bauwerk aufgrund vielfacher Um- und Ausbauten der vergan¬genen Jahrhunderte. Das Ge¬schlecht von Schleinitz gehörte zu den ältesten markmeißni¬schen Adelsgeschlechtern und hat in ihrem Wappen das Symbol von drei Rosen im gespaltenen Schild, ihr Helm trug zur Zier das Gehörn des Auerochsen. Das Ge¬schlecht wird in Schleinitz be¬reits urkundlich im 13. Jahrhun¬dert erwähnt. Das Schloss¬ensemble, im neuen Glanz er¬strahlend, ist heute das Kultur-und Innovationszentrum der Lommatzscher Pflege, hier wer¬den vielfältige Kulturangebote wie Volks- und Kinderfeste, mo¬natliche Konzerte und Ausstel¬lungen durchgeführt. Besonders die Schlossführungen an jedem dritten Wochenende im Monat sind von großem Interesse. Zum Schlossbereich gehören das Mu¬seum für ländliches Brauchtum, die Schlosskapelle, Gaststätte, Hotel und Herberge. Das Ge¬richtsgebäude wird erstmals im 16. und 17. Jahrhundert als Kel¬lerhaus erwähnt und diente im 18. Jahrhundert als Ort für die niedere Gerichtsbarkeit. Heute ebenfalls nach historischem Vor¬bild saniert, dient es für die Ausstellung zur Geschichte des Schlosses und ist angenehme Heimstatt der Ortschronisten. Im ehemaligen Getreidespeicher finden wir das Museum für ländli¬ches Brauchtum. Viele verliebte Paare geben sich in der wunder¬schönen Kapelle das „Ja-Wort“ fürdasgemeinsame Leben.
Schloss Schlettau
09487 Schlettau
Landkreis Annaberg
Am Randedes reizvollen Westerz¬gebirges, 5 km westlichvonAnna- berg-Buchholz, an der B 101, ist Schlettau zu finden. Bereits um 1250 kann Schlettau, möglicher¬weise als Kastell, an der Salzstra¬ße von Halle nach Böhmen besie¬delt gewesen sein. Es waren die Reichsministerialen aus dem Pleißenland, die sich hier nieder¬ließen. In der Zeit von 1274 bis 1300 wurde Schlettau Stadt, und RitterGünthervon Crimmitschau, Grundherr von Schlettau, stiftete in dieser Zeit das „Klösterlein St. Peter“, das Meißner Mönche nutzten. 1531 gehörte Schlettau zu Böhmen und Kaiser Karl IV. be¬lehnte Friedrich und Bernhard von Schönburg mit dem Schloss. Fritz von Schönburg residierte auf Schloss Schlettau in den Jahren 1393 und 1394, verkaufte es aber aus Geldnot 1413 an die Abtei Grünhain. In den Hussitenkrie¬gen von 1419 bis 1439 wurden Schloss und Ort geplündert. Wegen Kriegsschäden wurde es 1430 an den Kurfürsten Friedrich den Sanftmütigen verpfändet. 1453 besetzte Söldnerführer Ni- kel Dachs das Objekt im Auftrag seines Herrn Nikolausvon Lobko- witz aus Böhmen. Ab 1464 gehör¬te Schlettau nicht mehr zu Böh¬men, und 1500 ließ Abt Paulus Morgenstern den Besitz als seine Residenz restaurieren und aus¬bauen. In derzeit des Bauernkrie¬ges 1524/25 wurde Schlettau samt Schloss geplündert. Nach¬dem es 1557 Wolf Tiefstetter vom Kurfürsten Moritz erhalten hatte, zeigte sich ein wirtschaftlicher Aufschwung. 1571 kaufte Kurfürst August das Schloss und machte es zu seiner Jagdresidenz. Im Dreißigjährigen Krieg nahmen General Holk und später General Wrangel hier Quartier. 1634 wur¬de eine kurfürstliche Oberforst- und Wildmeisterei eingerichtet. Nach Plünderungen, Stadtbrän¬den und UmzugderOberförsterei nach Schneeberg verfiel das Schloss und wurde 1796 verstei¬gert. Während der Zeit der Napo- leonischen Kriege gehörte das Anwesen von 1796 bis 1812 dem Hofkommissar Christian Ernst Wunderlich. 1814 wares Forstver¬waltung unter Franz Abraham von Einsiedel, später ging Schloss Schlettau an Johann Traugott Lohse, der hier eine Baumwoll¬spinnerei errichtete. 1840 über¬nahm es Julius Naumann zur in¬dustriellen Nutzung und 1880 richtete im Park Carl Julius Nau¬mann eine Landmaschinenfabrik ein. Das Schloss entstand vor mehr als 700 Jahren als Wasser¬burg. Zur Baugeschichte gibt es nur sehr wenig zu berichten, au¬ßer dass um 1500 umfassende Restaurierungs- und Ausbauar¬beiten durchgeführt wurden. 1880-1909 wird es mit neugoti¬schen Elementen restauriert und 1919 verkauft es Naumann. 1980 erneuert die Interessengemein¬schaft in nebenberuflicher Arbeit Turm-und Südgiebel. Alsi93odie Stadt Schlettau das Schloss über¬nimmt, wird hierein Museum ein¬gerichtet und um 1950 erweitert. Mit umfassender Sanierung und Ausbau wurde am 1. 4.1996 be¬gonnen. Seit 1997 ist hier eine ständige Ausstellung von Posa¬menten mit Posamentenschau-werkstatt eingerichtet. Jährlich findet hieram 2. Wochenende im Juli ein Schloss- und Parkfest statt. Ein „Ritteressen“ mit Pro-gramm im Weinkellerdes Schlos¬ses erfreut die Besucher. Ein klei¬ner Park, gut gepflegt, um¬gibt den Gebäudekomplex des Schlosses.

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Schlösser und Burgen von A-Z 63

Burg Scharfenstein
09435 Scharfenstein
Mittlerer Erzgebirgskreis
Südöstlich von Chemnitz, nach der Stadt Zschopau, erreicht man nach weiteren ca. 6 km in Rich¬tung Annaberg-Buchholz das Örtchen Scharfenstein. Der im 12. Jahrhundert als „Miriquidi“ oder „Dunkelwald“ bezeichnete un¬durchdringliche, gefahrenreiche Wald des Erzgebirges wurde erst um 1150 durch bäuerliche Siedler erschlossen. Kaiser Friedrich I. Barbarossa machte auch diesen Teil des Erzgebirges zu seinem Herrschaftsgebiet. Es entstan¬den in dieser Gebirgsregion ent¬lang der Zschopau zur Sicherung der Furten und Wege eine Reihe von Burgen, so in Zschopau und Wolkenstein sowie in Greifen¬stein und Scharfenstein. Die ge¬naue Entstehungszeit der Burg Scharfenstein ist nicht bekannt. Urkundlich erstmals erwähnt wird sie 1349/50 im Lehn buch der Markgrafen von Meißen. Die Her¬ren dieser Anlage waren die von Waldenburg, deren Stammsitz und Machtzentrum die gleichna-mige, um 1165-1172 errichtete Burg war. Um 1300 gelangte auch die Burg Rabenstein bei Chem¬nitz in ihren Besitz. Die Herren von Waldenburg waren ökonomisch und politisch die stärksten Feu¬dalherren des Pleißenlandes.
Eingegangen in den wettinischen Besitz ist das Territorium mit der Heirat der Kaisertochter Marga¬rete und 1310/11 wurde es Fried¬rich dem Freidigen erblich zuge¬sprochen. Unter wettinischem Einfluss stehend, begann im 14. Jahrhundert der Untergang der Herren von Waldenburg, sie ver¬kauften nach und nach ihre Besit¬zungen. Burg Scharfenstein ge¬hörte zu den Letzten, die sie auf- gaben, doch 1437 verpfändete Heinrich von Waldenburg auch diese für 1500 rheinische Gulden an Wolf von Wolfersdorf. 1445 fiel die Herrschaft Scharfenstein an die Wettiner, da die Waldenburgs sie aus Geldmangel nicht zurück¬kaufen konnten. Von nun an ge¬hörte sie zum kurfürstlichen Ei¬gentum. 1456 erwarb Kurfürst Friedrich II. die Herrschaft und 1472 übernahm sie Heinrich von Schönburg, der damalige Amt¬mann der heutigen Augustus- burg. Weitere Besitzerfolgten. Im Januar 1492 ging die Burg an Heinrich von Einsiedel über. Die¬ses Geschlecht besaß Scharfen¬stein durch alle Generationen bis 1931. Die Herren von Einsiedel ge¬hörten zu den einflussreichsten Adelsfamilien im Lande Sachsen. NachderTeilungdes Familienbe¬sitzes 1535 bekam Heinrich Abra¬ham von Einsiedel die Burg. Er war gleichzeitig Amtmann zu An- naberg und herzoglich-sächsi¬scher Rat. Ohne männliche Erben 1568 verstorben, ging der Besitz an die Söhne seines bereits 1557 verstorbenen Bruders Heinrich Hildebrand über. Diese teilten ihre Besitzungen auf und es ent¬standen vier Linien: Sahlis, Scharfenstein, Gnandstein und Syhra. Heinrich Karl Feodor Kurt war letzter Besitzervon Scharfen¬stein. Unfähig, seinen Besitz zu wahren, wirtschaftete er die Burg herunter. Seine zwölf Jahre jün¬gere Frau Elise Dorothea Salow, geb. von Niethammer, lief ihm da¬von, die Ehe wurde 1917 geschie¬den. 1919 verkaufte der „Lebe- mann“die BurganGraf KurtHau- bold Alexander. Am 22. Septem¬ber 1931 wurde Scharfenstein für 330 000 Markanden Fabrikbesit¬zer Fritz Eulitz aus Grünau verstei¬gert. Als begeisterter Ornitholo¬ge ließ er in Scharfenstein ei¬ne Vogelschutzstation errichten. Unter der sowjetischen Besat¬zungsmacht wurden 1945 wert¬volle Kunstgegenstände und his¬torisches Mobiliar beschlag¬nahmt und weggeschafft, ebenso wurde Fritz Eulitz entschädi¬gungslos enteignet. 1947 war Scharfenstein Schulungsstätte derSED-KreisleitungMarienberg und Annaberg. 1949 war die Burg für ein Jahr Bergbauschule, da¬nachwurden hierbisi967schwer erziehbare Kinder untergebracht und später ein Jugendwerk¬hof eingerichtet. Heute gehört Burg Scharfenstein zur Säch¬sischen Schlösserverwaltung. Mittelpunkt der Wehranlage im romantischen Zschopautal war der Bergfried. An diesen schloss sich ein festes Haus an, der Palas (heute Ruine), von dem man über den Burghof in den Bergfried ge-langte. Dies stellte wohl die ei¬gentliche kleine Burgwarte dar. Der Rundbau wurde vermutlich zu Wohnzwecken genutzt. Die Burgerfuhrim 14. bis 16. Jahrhun¬dert mehrere Veränderungen und wurde vergrößert, so entstanden auch die Renaissancebauten. Im 16. Jahrhundert kamen das Tor¬haus, der Witwen-, Wohn- sowie der Gesellschaftsflügel hinzu. Heinrich Abraham von Einsiedel gab der Burg nach 1535 im We¬sentlichen die heutige Gestalt. Im 16.Jahrhundert erhielten die Wohnräume reiche Malereien. Im 17.Jahrhundert entstand das Re¬naissanceportal am Aufgang zur Burg. 1921 fiel die Burg einem Brand zum Opfer, weshalb man heute nur noch schwache Ran¬kenornamente erkennen kann. Leider wurden auch der Rittersaal mit seiner Kassettendecke und insgesamt drei Viertel der Anlage mit Inventar bei diesem Brand vernichtet. DerGründerderDeut- schen Burgenvereinigung, der Geheime Hofbaurat Professor Bodo Ebhardt aus Berlin-Grune- wald, wurde als Baumeister zum Wiederaufbau nach dem Brand gewonnen, der 1923 abgeschlos¬sen wurde. In derzu dieser Zeit er¬richteten Kapelle ist eine Gast¬stätteeingerichtet. Heute kann in der Burg das erzgebirgische Weihnachts- und Spielzeugmu¬seum mit der Ausstellung „Die Sehnsucht nach dem Licht“ be-sichtigtwerden.

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Schloss Schieritz
01665 Schieritz
Landkreis Meißen
Der Ort ist schwer zu finden, da er in den meisten Karten nicht ver¬zeichnet ist. Von Meißen in Rich¬tung Riesa, auf der B 6, erreicht man nach ca. 8 km das Städtchen Zehren. Hier biegt eine Straße nach Lommatzsch ab, und nach kaum 3 km erreicht man Schieritz. Der 1350 genannte Herrschafts¬sitz, das Schloss und ehemalige Rittergut, stehen aufeinem Sporn über dem Tal des Ketzerbaches und dem DorfSchieritz. Georgvon Schleinitz erwarb die Burg und Herrschaft im Jahre 1549. Der schmale Nordteil des Westflü¬gels entstand 1556. Nachdem die mittelalterliche Burg 1601 abgebrochen war, entstand das Schloss als einheitlicher aufra¬gender Winkelbau mit hohem Treppenturm. Erbauer waren Hans von Schleinitz und seine Ge¬mahlin Maria von Sundthausen. Bauteile von 1556 wurden in den Neubau mit einbezogen. Ver¬schiedene Besitzer wechselten nach 1849 in der Schlossanlage, so u. a. 1862-1869 Prinz Georg von Sachsen, der spätere König. Am Ende des 19. jahrhunderts brach man den Südostbau ab und errichtete an dessen Stelle das Pächterhaus. Dem Abbruch von Gebäuden folgte das nordwest¬liche Wirtschaftsgebäude und die Schlossdächer wurden mit großen Neorenaissance-Zwerch¬häusern bereichert. Zwischen Süd- und Westflügel wurde ein achteckiger, 40 Meter hoherTrep- penturm eingestellt und bekam eine Haube. Eine Wendeltreppe führt nach oben, wobei diese im oberenTeilaus Eichenblöcken be¬steht. Am Schloss finden wir zwei in Sandstein geschaffene Renais¬sanceportale und schräg gestell¬te Fenster. Die Anlage ist bewohnt und nicht frei zugänglich.

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