Schlösser und Burgen von A-Z 65

Schloss Schmochtitz
02627 Schmochtitz
Landkreis Bautzen
Schmochtitz liegt nordwestlich von Bautzen, in der Mitte zwi¬schen der A 4 und der B 96. Das heute so genannte Bischof-Ben- no-Haus ist ein ehemaliges Rit¬tergut. Das um 1770 errichtete Schloss brannte 1945 ab und 1975 wurde lediglich die am Südende liegende Kapelle wieder aufge¬baut und von Friedrich Press aus¬gestattet. Das Schloss entstand im Zuge der Wiedervereinigung 1989-1992 durch die Architekten Just und Vogt in modernerer Ge¬staltung neu. So entstand ein breiter Bau mit Walmdach und Gauben. Dem Mittelrisalit ist eine zweiarmige, vierläufige Freitrep¬pe vorgelegt und die darunter lie¬gende Nische gewährt den Zu- gangzum Untergeschoss. Vorder Treppe ist ein moderner Brunnen errichtet worden. 1893 wurden im Schweizer Stil die anschließen¬den Wirtschaftsgebäude erbaut. Durch den Torbogen gelangt man zu der so genannten Taufkapelle, die um 1770 hinzukam. Der runde Turm mit dem Glockendach ist an der Vorderseite an die seitliche Flügelmauerangepasst. Die eins¬tige Orangerie, Ende des 18. Jahr¬hunderts erbaut, dient heute als Wohnhaus. In der weitläufigen Parkanlage steht das Sandstein- denkmalfürKurfürst Friedrich Au¬gust III. von Sachsen und im nörd¬lichen Teil die Ruine eines Son¬nentempels vom Ende des 18. Jahrhunderts sowie weitere Plas¬tiken und Denkmale. Das Schloss wurde restauriert, ist im Privatbe¬sitz und beherbergt eine katholi¬sche Bildungsstätte.

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Schloss Schnaditz
04849 Schnaditz
Landkreis Delitzsch
Am Rande der Dübener Heide, 2 km westlich von Bad Düben, be¬findet sich das Örtchen Schna¬ditz. InteressanteralsdasSchloss selbst ist der Schlossgarten von Schnaditz mit seiner weiten Flä¬che und Bepflanzung. Christoph Samuel Martin erwarb 1792 das hiesige Rittergut und ließ den Schlossgarten mit knapp 10 ha Umfang 1794 zu einem engli¬schen Landschaftsgarten umge¬stalten. Bereits 1678-1788 hatte die Familie von SteuberSchnaditz in Besitz und es wird vermutet, dass hier schon ein kleiner Schlossgarten barocker Art be¬stand. Das besondere Interesse Christoph Samuel Martins galt der Gestaltung des Parks, wes¬halb auch keine Erneuerungen oder Umbauten am Schloss von ihm vorgenommen wurden. 1806 zogen Franzosen durch den Park und fügten dem Gut und Dorf gro¬ßen Schaden zu, danach waren es 1813 russische Truppen. Nach Aussagen Albert Schröders in sei¬nem Buch „Die Schlösser der Dü- bener Heide“ von 1938 sollen hier im LandschaftsparkTempel, Grot¬ten, Einsiedlerhütten und Statuen gestanden haben, die vermutlich in Kriegszeiten zerstört wurden. Noch nach 1945 fielen zwei Sta¬tuen – Eros und Muse – dem Van-dalismus der neuen Schlossher¬ren zum Opfer. Jahrhundertealte Eichen wurden zur Holzgewin¬nung gefällt, das Wegesystem verfiel und die vielen Sitzecken, besonders am „Großen Drachen¬berg“, wurden beseitigt. Heute hat man mit der Wiederherstel-lung des Landschaftsgartens be¬gonnen, obwohl seine ursprüngli¬che Form und Schönheit nicht mehr erreicht werden können, da weite Teile von Neubausiedlun-gen und anderen Gebäuden be¬ legt wurden. Das Schloss unter¬liegt gegenwärtig keiner Nutzung und steht leer.
Schloss Schönberg
08648 Schönberg
Vogtlandkreis
Schönberg ist der letzte Ort im südlichsten Zipfel des Vogtlan¬des vor dem Grenzübergang in die tschechische Republik. Die Sicherung der Grenzen zum be¬nachbarten Böhmen wurde hier vondersüdlichsten Burg gewähr¬leistet, die im Zuge der Kolonisa-tion des Egerlandes angelegt wurde. 1298 wird in Schönberg ein Herrensitz des Albertus de Schonberge nachgewiesen. Nach dem Tode des letzten Schönbergs 1343 wurde der Besitz zwangs¬verkauft, da sich Schulden und Kosten während des Krieges für König Johann von Böhmen ange¬sammelt hatten. Als die Vögte von Weida und Plauen nach Sü¬den expandierten, nahmen sie unter anderem auch Schönberg in ihren Besitz. Doch im Zwangs¬vertrag von 1357 mussten sie das Gebiet an die Markgrafen von Meißen abtreten. Ab 1485 saßen hier bis 1945 die von Reitzen¬stein. 1485 wurde der Bergfried errichtet, der auch den Kern der Anlage bildet, und im 16. Jahrhun¬dert wandelte sich die Burg zum Schloss und erhielt vermutlich im 17. Jahrhundert eine Aufsto¬ckung. Der Bergfried bekam im 19. Jahrhundert ein repräsentati¬ves Treppenhaus, ebenso wurde dem Haupteingang eine zweiar¬mige Treppenanlage vorgelagert. Im ersten Obergeschoss gibt es Räume mit Kreuzgewölben und sowohl in diesem als auch im zweiten Obergeschoss wertvolle Stuckdecken mit Jagdszenen und mythologischen Themen. Zur Gesamtanlage gehören eine Schmiede, ein Forsthaus sowie ein Schlosspark. Der neue Besit¬zer plant im Schloss eine Likör¬brennerei einzurichten, verbun¬den mit einer musealen Einrich¬tung zu diesem Handwerk.
Schloss Schönfeld
01474 Schönfeld
Landkreis Sächsische Schweiz
Auf dem Höhenrücken über dem Tal der Elbe, angrenzend östlich an die Landeshauptstadt Dres¬den, findet man die reizvolle Land¬schaft um das Örtchen Schönfeld. Das Schloss ist das dominante Bauwerk im Dorf und wird zu zwei Dritteln von einem Teich umge¬ben. Es ist zu vermuten, dass es auf den Resten einer ehemaligen Wasserburg errichtet wurde. Begonnen wurde der Umbau der mittelalterlichen Bausubs¬ tanz zum Renaissanceschloss durch Hans von Dehn-Rothfelser, die Fertigstellung erfolgte 1570 durch den kurfürstlichen Gehei¬men Rat Dr. Georg Cracow. Das Objekt stellt einen dreigeschos¬sigen, rechteckigen Bau dar. Ei¬ne Steinbrücke bildet den Zu¬gang zum Schloss. Besonders schmuckvoll präsentieren sich die hohen Zwerchgiebel mit Volu¬ten sowie der sechseckige, im oberen Teil runde Treppenturm. Im Erdgeschoss befinden sich Ge¬wölbe. Der Erbauer hat sich durch ein Wappen über der rundbogi- gen Tür mit seiner zweiten Ge¬mahlin, Christine Dorothea Fun¬ke, verewigt. Die Kassettende-cken.dieornamentalbemalte Fel¬der besitzen, sind in einigen Räu¬men noch sehr gut erhalten ge¬blieben. Als weitere Besitzernach Dr. Cracow folgten Joachim von Loh sowie Heinrich von Friesen. In dieser Zeit soll das Schloss seine glanzvollsten Tage erlebt haben, als August der Starke seine Toch¬ter mit seinem Oberkammerherrn Graf Heinrich von Friesen ver¬mählte. Auch fürdie Untertanen in Schönfeld mussdasein besonde¬rer Tag gewesen sein: „Der Wein ist vom Schlossportal herausge¬flossen wusste man lange Zeit zu erzählen. Der Reiterhof Lenk des ehemaligen Rittergutes fügt sich harmonisch in die reizvolle Landschaft ein. Das Schloss be- findetsich heute im BesitzderGe- meinde und wurde mit Eigen- und Fördermitteln des Freistaates re¬stauriert, doch noch keiner Nut- zungzugeführt.

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