Schlösser und Burgen von A-Z 66

Schloss Schönfeld
01561 Schönfeld
Landkreis Riesa-Großenhain
Schönfeld liegt an der B 98,15 km von Großenhain in Richtung Kö¬nigsbrück, unmittelbar vor der A 13. In einer Wasserburg saßen 1216 die „Herren von Sconne- veldt“ und überwachten von hier aus den Verkehr auf der „Hohen Straße“, die damals durch Schön-feld führte und die Handelswege zwischen West- und Osteuropa miteinander verband. Die Unter¬geschosse des heutigen großen Turmes stammen nochausdieser Zeit. In der Markgrafschaft Mei¬ßen spielte das Adelsgeschlecht derer von Schönfeld eine bedeu-tende Rolle, deren Stammsitz als Lehen in derMittedesis.Jahrhun¬derts an die Herren von der Sah- la ging. Diese gestalteten das Schloss umfassend im Renais¬sancestil neu, wobei der ur¬sprüngliche Wehrcharakter verlo¬ren ging und die Anlage eine reich gegliederte Struktur erhielt. Die Bauzeit des Schlosses ist unklar, doch vermutlich in die Zeit von 1560-1590 einzuordnen. Es ent-stand ein Schlosskomplex, der außerordentlich märchenhaft an¬mutet. Im Laufe der Jahrhunderte wechselten häufig die Schloss-herren, worunter auch der bau¬liche Zustand litt. Freiherr Carl Friedrich Dathe von Burgk, der „Kohlebaron“, einerder reichsten Männer Sachsens, kaufte 1882 das Schloss und ließ es im Stile der Neorenaissance als Wohnsitz vom Architekten Gotthilf Ludwig Möckel bis 1894 um- und ausbau¬en. Die heute bestehenden Ge¬bäude umschließen einen ovalen Schlosshof und besitzen zahlrei-che Türme, Erker und Giebelauf¬bauten. Den Festsaal im Oberge¬schoss schmücken Vertäfelungen an Wänden und Decke, Wand-spiegel und große Wandbilder mit Jagdszenen und biblischen Moti¬ven. Weitere Räume zeigen eine reiche Ausstattung, teilweise mit Delfter Kacheln. Im Osten grenzt ein großer Park im englischen Stil an die Schlossanlage, der 1882 unter dem Dresdner Gartenarchi¬tekten Max Betram angelegt wur¬de. Nach der Wiedervereinigung Deutschlands begann eine um¬fassende Erneuerungdes gesam¬ten Komplexes. Das Schloss ist heutewiederzugänglich. Hierfin¬den Tagungen, Konferenzen, Se¬minare und Hochzeiten statt.
Burg Altschönfels
08115 Schönfels
Landkreis Zwickauer Land
Schönfels liegt zwischen Zwi¬ckau und Reichenbach, westlich von Wilkau-Haßlau an der B173. Im Zuge der Besiedlung dieser
Region entstand auch die Burg- anlage in der 2. Hälfte des 12. Jahrhunderts. Erstmals urkund¬lich erwähnt wird sie 1225, als die Vögte von Weida hier die Oberherren waren. Von weitem schon erkennt man die mittelal¬terliche Trutzburg, die auf einem Diabasfelsen ihren Platz gefun¬den hat. Die ursprüngliche Form bestand aus wehrhaften Mauern um den Innenhof, einem Turm, hölzernen Gebäuden im Vorhof und Wallgraben. Bereits 1300 entstanden hier Steinbauten und die Burg wurde im 13. und 14. Jahrhundert Amt eines Ver¬waltungsbezirkes. Im Jahre 1430 belagerten Hussiten das Bau¬werk. Herr von Weißenbach, Be¬sitzer ab 1500, ließ eine Kapelle errichten, die heute Stilepochen der Gotik, Renaissance und des Barock in sich vereint. Die hier befindliche Orgel von 1740 ist in Bauweise und Klang kaum zu übertreffen. Unter der Herr¬schaft Weißenbachs entstanden weiterhin die Kemenate und das Archiv. Als die Burg im Besitz Carl von Carlowitz’ war, suchte sie 1651 ein schwerer Brand heim. In den Jahren 1722-1743 wurden am Tor Veränderungen vorgenommen und der Turm nach Blitzschlag eingekürzt, was die Beseitigung der Zinnen zur Folge hatte. Ab 1770 waren die Familien von Römer Herren der Burg. Nach der Enteignung 1945 wurde erst 1965 mit der Re¬staurierung der Anlage begon¬nen und 1975 wurde sie als Mu¬seum und Kulturstätte eröffnet. Jährlich finden hier traditionelle Veranstaltungen wie Burgfest und Kapellenkonzerte zu Os¬tern und Pfingsten statt. Gebo¬ten werden ständig wechselnde Ausstellungen zu verschiedenen Themen. Die ständige Ausstel¬lung auf Burg Schönfels steht unter dem Thema „Umwelt und Jagd“.

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