Schlösser und Burgen von A-Z 68

Schloss Schweinsburg
08459 Schweinsburg
Landkreis Zwickauer Land
Südlich von Crimmitschau, un¬mittelbar hinter der Gemeinde Neukirchen, liegt Schweinsburg.
Dem Besucher oder Durchreisen¬den wird unweigerlich das in neu¬er Fassade hergerichtete Schloss ins Auge fallen, das um das Jahr 1000 vermutlich auf den Grund¬mauern der alten Sorbenburg „Cremascowe“ errichtet wurde.
1212 wird bereits ein Henricus de Cremastzowe erwähnt, der 1221 als oberster Richter des Pleissen-landes fungierte. Im Jahre 1222 gab es hier eine frühdeutsche überbaute Wasserburg mit Wall¬anlage und Graben. Eine Zug¬brücke gewährte den Zugang zur Burg. Sie diente dem Schutz der Siedlung Crimmitschau als „vest huz cremascowe“. Der Burgherr Fritz von Schönburg musste sich 1307 der Lehenshoheit der Mei߬ner Markgrafen über die Herr¬schaft Crimmitschau-Schweins¬burg beugen. Urkundlich wird Schweinsburg 1499 erstmals er¬wähnt. Namhafte Persönlichkei-ten der Geschichte wie Kaiser Karl V. und der für seine Grausamkeit berüchtigte Feldherr Herzog Alba mit seinen spanischen Söldnern beziehen hieri547imSchmalkal- dischen Krieg Quartier. 1640, während des Dreißigjährigen Krieges, nutzte der schwedische General Baner Schweinsberg als seine Residenz und ließ hier eine Truppenparade abhalten. Carol von Bose, „kaiserlicher General zu Ross und Fuß“ und „Haupt¬mann derÄmterZwickau und Wer¬dau“, kaufte die Schweinsburg 1642. Die bereits 1743 im Verfall befindliche Burg hatte als solche ihre Geschichte geschrieben und wurde nun von der Familie von Berbisdorf zum Barockschloss umgebaut. 22 Jahre später, 1765, verkaufte man Stadt und Amt an den Kauf- und Handelsherrn J. Ch. Seyffarth auf Schiedel und somit wurden Schloss und Stadt ge-trennt. Justus Vieth von Golße- nau, ein sächsischer Hauptmann und russischer Oberleutnant, wird 1767 Besitzer vom Schloss. 1855 wird die Schweinsburger Ge¬richtsbarkeit aufgehoben und 1900 eine Majolikamanufaktur im Untergeschoss eingerichtet, die bis 1906 Majolika herstellt. Im Jahre 1905 erwirbt Carl Rudolf Wolf Schloss und Rittergut. Das Schloss wird von 1908 bis 1911 im neubarocken Stil umgebaut. Mit derEnteignungund Bodenreform 1945 wird derältere, ehemals go¬tische Turm mit Barockhaube ab-getragen. Die Kommunistische Partei Deutschlands nutzt das Schloss ab 1946 als Parteischule und die Nachfolgepartei SED führtdieseabi949unterdem Na¬men Julius Motteier“ fort. Das Kolping-Bildungswerk Sachsen e. V. übernimmt die Anlage 1995, eine Renovierung und Moderni¬sierung mit Neubau als Hotel¬komplexerfolgt 1998 und letztlich wird sie 1999 Tagungs- und Ma-nagementzentrum, womit sie erstmals ständig der Öffentlich¬keitzugänglichist.

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Schloss Seifersdorf
01454 Seifersdorf
Landkreis Kamenz
Im pulsierenden Dresdener Land und doch in ruhiger, von viel Grün geprägter Landschaft, 8 km nord¬westlich von Radeberg, ist Sei¬fersdorf zu finden. Der Ort, als Kirchdorf bezeichnet, wird erst¬mals 1335 genannt und gehörte ab 1378 zum markgräflichen Burgbezirk Dresden. Bereits 1454 bestanden hier ein Ritterhof so¬wie ein Vorwerk und 1469 werden als Besitzer die Herren von Haug- witz genannt. Die Familie von Grünrode besaß 1584 das bereits 1531 genannte Wasserschloss, das 1747 durch Verkauf an den Premierminister Graf Heinrich von Brühl ging, dessen Linie es bis 1945 innehatte. Im Jahre 1781 wurde das angrenzende Röder¬tal durch die Schwiegertochter Brühls, Christiane, zu einem ro¬mantischen Park umgestaltet, dessen integrierter Teich teil¬weise das Schloss begrenzte. Sie ließ im von der Röder durchzoge¬nen Tal Brücken, Grotten, Tempel und Bereiche mit geschmackvoll gruppierten Statuen anlegen.
Noch heute sind Überreste der romantischen Gestaltung des Parks „SeifersdorferTal“, wie die Figur Amors, die beschädigte Säule von Lauras Denkmal, ein Gedenkstein für Herzog Leopold von Braunschweig und weitere, zu entdecken. Die Lage des Schlosses strahlt eine anmutige Ruhe und Geborgenheit aus. Carl Friedrich Schinkel führte im Jahr 1822 einen neugotischen Umbau des Schlosses durch. Es bie¬tet einen nahezu quadratischen Grundriss und an der Gartenseite befindet sich ein kleiner Hof mit emem Torbau. An verschiedenen Aufbauten wurden Zinnenkrän¬ze angebracht. Heute wird das Schloss durch die Gemeindever-waltunggenutzt.
Schloss Sohland
02894 Sohland am Rotstein
Niederschlesischer
Oberlausitzkreis
Zwischen Löbau und Görlitz, auf halber Strecke an der B 6, liegt Schloss südlich von Reichenbach der Ort. Sohland Sohland wird um das Jahr 1222 erstmals urkundlich als „Solant“ erwähnt und besitzt heute das äl¬teste Naturschutzgebiet Sach¬sens. Einst bestand die heutige Gemeinde aus drei selbständigen Dörfern, Nieder-, Mittel- und Obersohland, die im Jahre 1939 zusammengelegt wurden. Deut¬sche Siedler bildeten hier im 12./13. Jahrhundert ein Waldhu¬fendorf. 1430 verwüsteten die Hussiten und 1477 das böhmi- scheHeerdenOrt.DerDreißigjäh- rige Kriegtat sein Übriges, und als dieser 1648 zu Ende ging, waren nur noch wenige Menschen im Dorfverblieben.dasieteilsinden Kriegswirren umgekommen oder geflüchtetwaren. Dasältesteund begütertste Rittergeschlecht die¬ser Gegend waren die Herren von Gersdorf. Einer der Eigentümer von Sohland war Christian von Gerhardisdorf, der wiederum sei¬nen Besitz an seine Söhne Chris¬tian II. und Ramfold vererbte. SeindritterSohn, Heinrich,wurde Stammvater der Linie Bischdorf. Das Dorf Sohland warschon früh¬zeitig in mehrere Gutsherrschaf¬ten aufgeteilt worden. Im Jahre 1454 soll ein Peter zu Sohland „Reden gegen den Rat von Gör¬litz“ geführt haben. 1538 hatte Erasmus von Gersdorf Mittelsoh- land erworben. Bekannt ist auch, dass die von Gersdorf ihre Unter¬tanen terrorisierten, sie in den Stock werfen ließen und ihre Kühe konfiszierten, worauf sie sich den Widerstand der Bauern zuzogen. Wann und durch wen jedoch die Rittergüter entstanden sind, konnte nicht nachvollzogen wer¬den. Sicherist, dass es hierinsge- samt fünf Rittergüter gegeben hat. Das Rittergut Niedersohland II ist vermutlich einst eine Wasser¬burg gewesen. Zwei Schlösser, die erwähnenswert sind, haben sich bis in unsere Zeit hinüberge¬rettet. Es sind die Schlösser Niedersohland I, in Gemeindeei¬gentum übergegangen und an ei¬nen Unternehmer verkauft, der hier sieben Mietwohnungen ein¬richtete, und Schloss Mittelsoh- land, das heute das Gemeinde¬zentrum mit Wohnungen, Arzt¬praxis, Friseurund Bibliothekist.

Für mehr Infos: Ginger cruise Halong bay | Laos Kambodscha Vietnam | Vietnam to Cambodia via Mekong Delta

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