Schlösser und Burgen von A-Z 71

Schloss Tauchritz
02899 Tauchritz
Niederschlesischer
Oberlausitzkreis
Das kleine Örtchen liegt nur eini¬ge 100 m von der B 99 von Görlitz nach Zittau entfernt und befindet sich auf halber Strecke zwischen diesen beiden Städten unmittel¬bar an der polnischen Grenze. Auch hier, wie bei vielen anderen Schlössern, stand im 11. Jahrhun¬dert eine Wasserburg, die erst¬mals 1306 erwähnt wurde. Im 16. Jahrhundert wurde darauf das heutige Schloss errichtet und ge¬langte nach den Herren von Neu- eshoven und von Bieberstein in den Besitz der Grafen von Gers- dorf. Diese verkauften 1611 das Anwesen an die Familie von Warnsdorf. Diese errichtete auf den Grundmauern des abge¬brannten Schlosses’von 1686 bis 1687 ein neues, das heutige Schloss. Gekauft hat es dann 1774 das adlige Fräuleinstift Joachim¬stein, es blieb bis 1945 in dessen Besitz. Das ehemalige Wasser¬schloss besitzt zwei Stockwerke mit einem hohen Walmdach und ist von einem breiten Wassergra-ben umgeben. Im Mittelbau befin¬det sich ein Giebeldreieck, in dem zwei halbplastische Engel jeweils ein Wappenschild derervon Gers- dorf und Warnsdorf halten. Im In¬nern blieben qualitätsvolle Stuck¬decken erhalten, die auf das 17. Jahrhundert verweisen. Dem Schloss vorgelagert isteine große Gutsanlage mit lang gestreckten Wirtschaftsgebäuden, eine Park¬anlage mit altem Baumbestand grenzt an dieses an. Zurzeit lau¬fen Restaurierungsmaßnahmen im gesamten Areal.

See more: Croisière baie d’halong | prendre un bateau de ho chi minh a phnom penh | excursion baie d’halong terrestre | visas pour le vietnam | circuit cambodge 12 jours | circuit vietnam cambodge 15 jours

Schloss Thallwitz
04808 Thallwitz
Muldentalkreis
Thallwitz ist im östlichen Terras¬senland der Mulde gelegen und von dem kleinen Bach Lossa durchzogen. Es liegt südöstlich von Eilenburg in Richtung Wur¬zen. Der Ort wird erstmals ur¬kundlich im Jahre 1253 erwähnt. Das Schloss wurde im 16. Jahr¬hundert als dreigeschossiger Rechteckbau im Renaissancestil mit Volutengiebeln und ange¬bautem Treppenturm mit Wen¬delstein errichtet. Es war ein herrschaftliches Residenz¬schloss und wurde später zum Jagdschloss ausgebaut. Der ers¬te nachweisbare Besitzer war Ludwigvon Canitz, dessen Nach¬kommen das Lehen bis 1592 im Besitz hatten. An der nordwest¬lichen Seite befindet sich ein über zwei Etagen reichender Er¬ker. Aufgefundene Lagepläne zeugen davon, dass vermutlich an gleicher Stelle das um 1500 entstandene bischöfliche Tafel¬gut gestanden hat. Die Herren von Nischwitz besaßen von 1592 bis 1609 die Grundherrschaft Thallwitz, dann fiel sie bis 1654 an die Herren von Ploetz. Denen folgten die Herren von Holtzendorf. Christoph Sigmund von Holtzendorf war könig¬lich-polnischer und kurfürstlich¬sächsischer Kammerherr und Oberstallmeister, ein einflussrei¬cher Adliger am Hofe Augusts des Starken. Er legte an der Süd¬seite des Schlosses einen Ba¬rockgarten an, der noch heute in veränderter Form als Park ein sehr gepflegtes Aussehen auf¬weist. Als der letzte Holtzendorf, Gottholf Sigmund, verstorben war, kaufte 1740 Rahel Luise von Hoym die Herrschaft und vererb¬te sie ihrem jüngsten Sohn Gott¬helf Adolf von Hoym, kursächsi¬scher Geheimrat und später be¬vollmächtigter Minister am kai¬serlichen Hof in Wien. Er ließ die Treppenanlage mit der Kaskade ausführen. Die Grafen und späte¬ren Fürsten von Reuß-Ebersdorf kamen 1783 in den Besitz von Thallwitz und ließen das Schloss nochmals Ende des 19. Jahrhun¬derts umbauen. Es wurde nach der Wiedervereinigung Deutsch¬lands völlig instand gesetzt und bietet einen wahrlich schönen Anblick. Es konnte aber bisher noch keiner Nutzung zugeführt werden.
Schloss Thammenhain
04808 Thammenhain
Muldentalkreis
Am westlichen Rande der Dahle- ner Heide und nordöstlich von Wurzen finden wir Thammen¬hain. Dasstattliche Bauwerkent¬stand wohl Endedes 15. Jahrhun¬derts, bauliche Veränderungen wurden von 1691 bis 1696,1796 sowie 1847 vorgenommen. Adolf Leyen nahm 1890-91 einen tief greifenden Umbau im Stil der deutschen Renaissance vor und Franz Schneider veränderte eini¬ge Wohnräume. Bedauerlicher-weise wurde die 1711 errichtete Hofkirche 1946 abgerissen. Das Schloss wurde 1974/75 restau¬riert. Besuchern zeigt sich das Schloss als zweigeschossiger Putzbau über einem annähernd H-förmigen Grundriss. Der Turm besaß eine geschweifte Haube, die 1970 durch ein Zeltdach er¬setzt wurde. Neben diesem fin¬den wir eine Veranda mit einer zweiläufigen Freitreppe, die zum Garten führt. Bemerkenswert sind einige Räume, wie der gro¬ße, holzgetäfelte Rittersaal, der über zwei Geschosse nach Plä¬nen von Franz Schneider gestal¬tet wurde. Im Obergeschoss des Turmes sind weitere Räume mit barocken Stuckdecken vorhan¬den. Das Schloss befindet sich im Privatbesitz und wird zu Wohnzwecken genutzt.
Burgruine und Schloss Tharandt
01737 Tharandt
Weißeritzkreis
Am schönen Tharandter Wald, ca. 10 km vor Freital bei Dresden, be¬findet sich das Städtchen Tha¬randt. Ein inmitten des Ortes be-eindruckendes Ensemble bildet die Burgruine, erstmals urkund¬lich 1216 erwähnt, die Kirche, das Schloss und der Hotelbau mit Restaurant auf dem Burgberg.
Die Markgrafen von Meißen hiel¬ten die Burg zeitweise als Regie¬rungssitz und von 1500 bis 1510 war sie Wohnsitz der Herzogin- witweSidonie.lmJahrei579wur- de die Anlage zum Abbruch frei¬gegeben, sodass seit dieser Zeit nur noch einige Reste der Wohn- burg auf dem Felsen in die Höhe ragen. In den vergangenen 25 Jahren wurden bereits einige Ge¬wölbe freigelegt und weitere Ar-beiten sollen künftig für eine um¬fangreichere Begehbarkeit der Burgruine sorgen. In wenigen Jahren soll der Südturm zu be-sichtigen sein und der große Ge¬wölberaum kulturellen Zwecken dienen. Von der Burghöhe hat man einen wunderschönen Aus-blick in die darunter liegenden drei Täler und auf die Stadt Tha¬randt, zu jeder Jahreszeit ein ein¬drucksvolles Erlebnis. Das spät-romanische Rundbogenportal am Eingang der Kirche stammt vermutlich von der ehemaligen Oberburg und die Figuren des Al¬tars aus der Burgkapelle. Die „Bergkirche zum heiligen Kreuz“ entstand von 1626 bis 1629 auf den Mauern der abgerissenen Unterburgaufeinem Gneissporn. Das so genannte Schloss rechts neben der Ruine war Besitz des preußischen Diplomaten GrafSu- minski, der gleichzeitig Bauherr der Anlage war. Ein prächtiger Garten mit Springbrunnen, Grot¬ten, Brücken undTempeln umgab einst das Schloss, das seit 1937 von einer Bildungseinrichtung genutzt wird. In den Sommermo¬naten finden hier Orgel- und an-dere Konzerte im Rahmen des Sächsisch-Böhmischen Musik¬festivals statt. Der auf halber Höhe des Burgberges befindliche „Burgkeller“ lädt zum Verweilen t ein.

Lesen Sie mehr: Paloma cruise Halong bay, Landkarte Vietnam Kambodscha Thailand, Mekong river from Vietnam to Cambodia, Vietnam Reise 3 Wochen

You can leave a response, or trackback from your own site.

Leave a Reply