Schlösser und Burgen von A-Z 72

Schloss Thierbach
04567 Thierbach
Landkreis Leipziger Land
Thierbach gehört zur Gemeinde¬verwaltung Kitzscher und liegt ca. 8 km nördlich von Borna. Die Schlossanlage, erbaut 1888, ist hinsichtlich ihrer Stilreinheit der Neogotik ein einzigartiges Bei¬spiel des Schlösserbaues in Sach¬sen. Zwei an den Flanken der Hauptfront befindliche achtecki¬ge, mit Zinnenkränzen besetzte Türme wirken sehr imposant. Aus der Mitte dieser Fronttritt ein drei¬achsiger Risalit heraus, an dessen Erdgeschoss sich eine offene Arkadenvorhalle mit Durchfahrt und Fahrrampe befindet. Im obe¬ren Geschoss des zweistöckigen Schlosses ist ein Balkon mit stei¬nerner Brüstung und abgestuf¬tem Giebelabschluss eingearbei¬tet. Auch an der Rückfront befin¬det sich ein ähnlich hervorgeho¬bener Mittelrisalit, an dem ein loggiaähnlicher Anbau mit Arka¬den angebracht wurde. Ein geräu¬miges Treppenhaus mit einer dreiarmigen Treppenanlage zeigt sich beim Betreten des inneren Schlossbereiches. Sowohl im un¬teren als auch oberen Teil befin¬den sich je eine Eingangshalle und ein repräsentativer Saal, de¬ren einstige prachtvolle Innende¬koration heute nur noch erahnt werden kann. EinigeTüren zeigen noch kunstvolle Schnitzereien. Nach dem Krieg wurde Schloss Thierbach zu Wohnzwecken ge¬nutzt, steht jedoch bereits seit vielen Jahren leer und zahlte so¬mit Tribut, was an der Bausub¬stanz nicht zu übersehen ist. Ebenso verwildert stellt sich der das Schloss umgebende Park mit altem Baumbestand dar. Die Restaurierung der gesamten An¬lage würde zur Freude der Bewoh¬ner des Ortes und der Besucher ein wahrhaft fürstliches Anwesen wiederherstellen.

See more: Croisière baie d’halong | prendre un bateau de ho chi minh a phnom penh | excursion baie d’halong terrestre | visas pour le vietnam | circuit cambodge 12 jours | circuit vietnam cambodge 15 jours

Schloss Thürmsdorf
01824 Thürmsdorf
Landkreis Sächsische Schweiz
Thürmsdorf ist am Rande des Na¬tionalparks Sächsische Schweiz, 3 km östlich von Struppen, zu fin¬den. 1420 findet sich die erste ur¬kundliche Erwähnung als „Ter- mestorff“. Als Lehnsherren wer¬den Heinrich von Reichenbach und Friedrich von Rottwernsdorf genannt. Im Jahre 1548 gehörte Thürmsdorf mit den Obergerich¬ten ins Amt Pirna; Lehen, Zinsen und Erbgerichte standen dem Rit¬tergut zu. Durch Erbschaftstei¬lung ging es 1576 an Trauerland von Bernstein. Im Jahre 1611 wird daserste Gerichtsbuch des Ritter¬gutes und 1755 ein Rittersitz mit Herrenhaus genannt. Hohe Gäste beherbergte das Haus 1756 wäh-rend des Siebenjährigen Krieges, als sich am 12. Oktober Kurfürst August III. mit den Prinzen Xaver und Karl sowie Minister Graf Hein¬rich von Brühl hier aufhielten. Am nächsten Tag überquerte die sächsische Armee die Schiffs¬brücke an der Elbe und wurde an¬schließend am Lilienstein durch die Preußen gefangen gesetzt. Zweijahrespäterbezogderöster- reichische Feldmarschall Quar¬tier im Schloss. Major von der Pohlen kaufte Thürmsdorf 1767, und 1822 erwarb es Laurent de Fevre. Nach Carl Reinig 1862 folg¬te noch 1866 der Ritter von Bradsk, und 1907 kaufte Baron Freiherr von Biedermann das Schloss. Der Park mit Teich und Rosengarten wurde 1908 ange¬legt, 1911 der Umbau des Schlos¬ses beendet. 1919 folgten weitere Arbeiten am Park, unter anderem das Aufstellen der Bronzeplastik „Adoretio“ von Sindig. Das Mau¬soleum entstand auf der Kuppe an der Elbe 1921-1922 als Fami- liengrabstätte. Bis zum Jahre 1945 besaß Baron von Armin das Schloss. Er wurde im September enteignet. 1947 wurde es als Er¬holungsheim des VEB „Schwarze Pumpe“ genutzt und i95oderers- te Turm am Schloss abgerissen. Ab 1952 war es „Zentrale Gewerk¬schaftsschule Land und Forst“ und danach FDGB-Erholungs- heim. Anett und Sven-Erik Hit- zer erwarben Schloss und Park Thürmsdorf 1997 und planen ein Schlosshotel. Alljährlich finden am Schloss Thürmsdorf Ritter¬spiele zur Begeisterung für Alt undjungstatt.
Schloss Hartenfels
04860 Torgau
Landkreis Torgau-Oschatz
Unmittelbar am Elbufer der Stadt Torgau, von der alle wichtigen Bundesstraßen in den Freistaat und das benachbarte Sachsen- Anhalt führen, errichteten die Kurfürsten von Sachsen in der Zeit von 1485 bis 1623 ei¬ne kulturhistorisch bedeutende Vierflügelanlage als Ausdruck der Repräsentation und höfi¬scher Machtausübung. Bereits 973 wird an dieser Stelle eine Grenzburg erwähnt, die zur Si¬cherung der deutschen Reichs¬gebiete im ehemaligen Slawen¬land erbaut worden war und ab 1181 von markgräflichen Ministe¬rialen verwaltet wurde. Im Jahre 1204 waren die Herren von Tor¬gau hier Burgvögte der Markgra¬fen von Meißen. Markgraf Wil¬helm I. residierte im Jahre 1382 oft in Torgau. 1456 war die Anlage zu einem Drittel kurfürstliche Re¬sidenz, und 1471 begannen die Kurfürsten mit dem Bau am Wen¬delstein und beendeten diese Maßnahmen 1485 mit dem „Al- brechtsbau“. Es zog die ernesti- nische Linie der Wettiner in Tor¬gau ein. Lucas Cranach d. Ä. er¬hielt 1505 seine Bestallung als kursächsischer Hofmaler, und Martin Luther weilte 1525 über vierzig Mal in Torgau. In den Jahren 1533-1536 wurde der „Johann-Friedrich-Bau“ errichtet und 1544 die neu erbaute Schlosskirche eingeweiht. Die Anlage erhielt 1548 die Bezeich¬nung „Schloss Hartenfels“. Ein politischer Höhepunkt war 1552 der Fürstentag, auf dem das Bündnis mit Frankreich gegen Kaiser Karl V. geschlossen wurde. Ein weiterer Höhepunkt in Torgau war das Treffen des Zaren Peter I. mit Gottfried Wilhelm Leibnitz 1711 anlässlich der Vermählung seines Sohnes Alexejewitsch Pe- trowitsch mit der protestantisch erzogenen Prinzessin Charlotte von Braunschweig-Wolffenbüt- tel-Darmstadt. In der Zeit von 1756 bis 1763 war Hartenfels der Sitz des preußischen Feldkriegs-direktoriums sowie Lazarett und von 1771 bis 1810 diente es als Ar- beits-, Zucht-, Waisen- und Irren¬haus. Ein Brand vernichtete 1791 weitgehend den Flügel B. Noch im gleichen Jahr erfolgte der Anbau des Flügels E. Die Prunk- und Repräsentationszeiten von Schloss Hartenfels waren vorbei; denn von 1812 bis 1814 war es Sitz der sächsischen, später der französischen Festungsbehörde und Seuchenlazarett, dann Ka¬serne und Lehrerinnenseminar, bis von 1927 bis 1932 erste grö¬ßere Sicherungs- und Sanie¬rungsarbeiten erfolgten. Von 1929 bis 1945 war Schloss Hart¬enfels Sitz der preußischen Jus¬tizverwaltung, Amts- und Land¬gericht. Erst 1951 gab man dem Schloss seine Würde wieder und richtete hier ein Kreismuseum ein. 1952 begann die Restaurie¬rung der Schlosskirche und danach wurden das Bärenfreige¬hege und der Rosengarten neu angelegt. Ein Lapidarium in der ehemaligen Hofstube wurde 1989 errichtet und 1991 mit der komplexen Restaurierung von Schloss Hartenfels begonnen.

Für mehr Infos: Halong bay luxury cruise | Kambodscha Reiseroute | Mekong river cruise from Vietnam to Cambodia | Vietnam Reise 3 Wochen

You can leave a response, or trackback from your own site.

Leave a Reply