Schlösser und Burgen von A-Z 73

Schloss Trebsen
04687 Trebsen
Muldentalkreis
Zu den Grenz- und Furtvesten zählte einst die im 12. Jahrhun¬dert errichtete Wasserburg mit einem Bergfried an der Mulde. Zu finden ist das kleine Städtchen 4 km nördlich von Grimma an der B 107.1161 ist die erste urkundli¬che Erwähnung der Ritter von Trebsen, Edelfreie und 1172 kai¬serliche Ministeriale Friedrich Barbarossas, durch das Hochstift Naumburg zu verzeichnen. Die Herren von Trebsen besaßen die Burg bis 1330, worauf die Herr¬schaft geteilt und an das Ritterge¬schlecht Große von Döbeln verkauft wurde. Diese brachten der Herrschaft Trebsen einen wirtschaftlichen Aufschwung. 1494-1496 kamen die Ritter von Saalhausen in den Besitz der Burg und von 1511 bis 1516 wur¬den Teile abgebrochen und mit dem Bau des Ostflügels begon¬nen, der ersten Phase der neuen Schlossanlage. Die Familie von Minckwitz setzte die Bauma߬nahmen von 1516 bis 1384 fort und verschuldete sich dermaßen, dass sie den Besitz für 50000 Guldenan Wolfgang Grafvon Bar- by verkaufen musste. Weitere zwei Besitzer saßen noch bis 1756 auf Trebsen, das dann an Christiane Magdalene Dorothea, verw. von Dieskau, ging. Der Süd¬flügel entstand bis zum Jahre 1783, der Ostflügel wurde um¬gebaut und erhielt eine spätba¬rocke Fassadengestaltung. Der Bergfried wurde abgebrochen, eine Parkanlage angelegt sowie die Wirtschaftsgebäude errich¬tet. 1892 kaufte Rittmeister a. D. Georg von Zimmermann das Schloss und ließ es umbauen. Er war Besitzer bis 1945. Im Jahre 1947 wurden in den Oberge¬schossen des Süd- und Ost¬flügels Wohnungen eingerichtet und die Dächer über dem West- und Nordflügel willkürlich abge¬rissen, was die völlige Zerstörung des darunter liegenden Interi¬eurs zur Folge hatte. Durch den Förderverein für Handwerk und Denkmalpflege e. V. Schloss Trebsen erfolgten ab 1992 ers¬te Sicherungsmaßnahmen und schließlich die Gesamtsanie¬rung. Verschiedene Veranstaltun-gen können besucht werden. Das Rittermahlessen für Groß und Klein ist immerein Erlebnis.
Schloss Triestewitz
04886 Triestewitz
Landkreis Torgau-Oschatz
Das Wasserschloss steht auf ei¬nem leicht erhöhten Gelände, liegt ca. 10 km südöstlich von Torgau und geht in seinem Kern auf eine im 13. Jahrhundert er¬richtete Burg zurück. Diese wur¬de im Jahre 1554 und 1579 im Re¬naissancestil zu einem Schloss umgebaut. Der heutige Bau auf winkligem Grundriss entstand in Folge eines Brandes von 1758 in den Jahren 1764-65 und aus die-ser Zeit stammt auch das Sitz¬nischenportal mit profilierten Rundbogen, das die Torzufahrt zum Hof gestattete. Angenom¬men wird, dass die daneben
befindliche Rundbogennische einst der Eingangzur mittelalter¬lichen Burg gewesen sein kann. Darüber befindet sich ein Rah¬men mit zwei Wappen vom Um¬bau im 16. Jahrhundert. Dersüd- liche Flügel wird an der Ostseite von mächtigen Widerlagern ge¬stützt. Im Südwesten wurde ein risalitartig vorstehender Anbau mit Spitzgiebel angebracht, bei dem sich seitlich gelegen ein Nebeneingang mit vorgelegter Treppenanlage befindet. Zum Obergeschoss gelangt man über einen kleinen Treppenturm mit einem Wendelstein im Bereich des Innenhofes. Die einst ba¬rocke Raumstruktur wurde weit¬gehend durch den späteren Ein¬bau von Notwohnungen verän¬dert. Der noch vorhandene Or¬nament- und Maskenschmuck stammt vom Anfang des 20. Jahr¬hunderts. Zu früherer Zeit be¬fand sich über dem Dach des Hauptflügels ein Turmaufsatz, der 1964 bei Dacherneuerungen weichen musste, doch die Fassa- de erhielt 1973/74 wieder ihren barocken Anstrich. Die zum Schloss gehörenden Gutsanla¬gen befinden sich, wie das Schloss selbst, in Privatbesitz. Noch 1993 wurde ein Flügel der Anlage bewohnt.
Schloss Trossin
04880 Trossin
Landkreis Torgau-Oschatz
Trossin befindet sich in der Mitte zwischen den Bundesstraßen 183 und 182 nordwestlich von Torgau, nahe der sächsisch-an- haltinischen Landesgrenze. Das ehemalige Schloss zeigt sich als lang gestreckter Barockbau mit einem großen Wirtschaftshof und einem angrenzenden, tiefer gelegenen Garten mit Teich aus dem Jahre 1747. Die Anlage wur¬de in der Folge mehrfach verän¬
dert. Der ursprünglich einge¬schossige Putzbau hat leicht vorgezogene Eckpavillons mit Walmdächern und einen Mittelri¬salit. An der Hofseite gibt es ei¬nen geschweiften Giebel sowie einen eingeschossigen Vorbau. An der Gartenseite bestehen ein Dreiecksgiebel sowie eine zwei¬läufige Freitreppe. Später wurde auf der Hofseite der Bau zweige¬schossig erweitert. Auffallend stellt sich die Mitte durch eine hochragende kupferne Laterne mit Glocken dar. Im Inneren wäre der Saal als der dominanteste Raum zu erwähnen. Der Garten besaß barocke Formen, die nur noch in ihren Grundlinien er¬kennbar sind. Aufmerksamkeit verdient das im Gutshof stehen¬de schöne Taubenhaus. In den letzten Jahren wurde das Schloss durch einen privaten Nutzer re-stauriert und zu einer Pension ausgestattet.

Besuchen Sie uns unter: Cruise Halong bay, www.rundreisen vietnam, Kambodscha Reiseroute, Mekong river Vietnam to Cambodia

You can leave a response, or trackback from your own site.

Leave a Reply