Schlösser und Burgen von A-Z 76

Schloss Weesenstein
01809 Weesenstein
Landkreis Sächsische Schweiz
Weesenstein befindet sich süd- lieh von Heidenau, unweit der Landeshauptstadt Dresden. Der das Schloss tragende Fels am Rande des wunderschönen Elb¬sandsteingebirges gab der ge¬waltigen Anlage seinen Na¬men, da im mittelhochdeut¬schen Sprachgebrauch der wei¬ße Quarz und der Begriff „Stein“ im Zusammenhang mit einer

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Befestigung stand. Die Burggra¬fen von Dohna waren laut einer urkundlichen Erwähnungi3i8 im Besitz des damaligen „hus Wey-sinberg“. Dies ist auch der erste Nachweis des heutigen Schlos¬ses. Nach Beendigung der Doh- na’schen Fehde 1406 und der Niederlage gegen Wilhelm den Einäugigen, Markgraf von Mei¬ßen, gingder fast hundertjährige Besitz der Dohnaer in markgräf-lich-meißnisches Lehen und als ständiger Wohnsitz an die Fami¬lie von Bünau über, die über dreieinhalb Jahrhunderte we-sentlichen Anteil an der Erweite¬rung und Ausgestaltung des Schlosses zu einem repräsen¬tativen Herrschaftssitz hatte. Schrittweise wurde dieser Be¬sitz, dessen Dominante ein schlanker Turm mit elegantem Barockhelm bildet, bis in das 16. Jahrhundert hinein um- und ausgebaut. Im Jahre 1504 wurde die erste Schlosskapelle errich¬tet und 1575 das Unterschloss gebaut, wodurch die Gesamtan¬lage den Charakter eines Wohn- schlosses erhielt. Im Dreißigjäh¬rigen Krieg und auch im Nordi¬schen Krieg wurden Ort und Schloss von den Schweden bela¬gert. In der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts entwickelte sich eine rege Bautätigkeit, so- dass in deren Ergebnis von 1738 bis 1741 die neue Schlosskapelle im Rokokostil entstand, wobei derwuchtige Kanzelaltarnochan hochbarocke Zeit erinnert. Nach dem Siebenjährigen Krieg ver¬kaufte die Familie von Bünau die Herrschaft 1772 an die Freifrau von Uckermann. Nach König An¬ton von Sachsen war König Jo¬hann von Sachsen ein weiterer Besitzer, der das Land ab 1854 re¬gierte. Mit dem Besitz von Wee¬senstein durch das sächsische Fürstenhaus ab 1830 konnte das Schloss zeitweise auch von der Öffentlichkeit besichtigt werden. Nach dem Tode König Johanns von Sachsen ging die Herrschaft bis 1918 in wettinischen Besitz über, danach in bürgerliche Hän¬de. In der Folge drohte der Verfall des Schlosses, aber unzählige Sachsen spendeten bereitwillig fürdessen Erhalt. Der Landesver¬ein Sächsischer Heimatschutz erwarb die Anlage und richtete 1934 in dem Schloss ein Museum ein. Während des Zweiten Welt¬krieges lagerten hier wertvol¬le Kunstschätze der Dresdner Sammlungen. Nach Kriegsende kam das Schloss in die Hände des Ministeriums für Volksbildung, wurde zu Wohnzwecken für Ver¬triebene und Umsiedler genutzt und verblieb bis 1956 bei den Staatlichen Kunstsammlungen Dresden, bis es dann die Gemein- deWeesenstein übernahm. Alsin den 80er Jahren das Unterge¬schoss vom Felsen zu rutschen begann, entschloss man sich, umfangreiche Sicherungsma߬nahmen einzuleiten. Ab 1992 übernahm der Freistaat Sachsen die Anlage. Nach der Übergabe des Schlosses an die Gemeinde Weesenstein wurde auch das Museum wieder eröffnet und kontinuierlich in der Ausstattung erweitert. Ab 1993 wurden die Ausstellungen in der Burg und dem Unterschloss neu konzipiert sowie 1994 die Schlosskapelle St. Petrus und St. Paulus nach ih¬rer Restaurierung wieder einge¬weiht. Sehenswert von Schloss Weesenstein ist die Gesamtan¬lage an sich, der Felsengang, Felsenkeller und der Gerichts¬saal. Weitere Führungen durch den „Rittersaal“, „Billard- oder Hirschsaal“, die „Herrschaftslo¬ge“ und „Folterkammer“ ver¬mitteln viel Interessantes. Die barocke Fassade von Schloss Weesenstein bietet einen sehr ansehnlichen Anblick. Vom ehe¬maligen Wirtschaftshof gelangt man übereine Brückezum präch¬tigen Renaissanceportal aus dem Jahre 1575, das die Wap¬pen des Bauherren vom Unter¬schloss, Rudolf III. von Bünau, und seiner Gattin Christiane von Schleinitz sowie seiner Eltern und Großeltern zeigt. Ein langes Torgewölbe trennt den Außenbe- reich vom Schlosshof, von dem aus man mehrere hoch aufragen¬de, im Baustil recht unterschied¬liche Bauten betrachten kann. Entgegen heutiger Bauweise wurde Schloss Weesenstein von oben nach unten errichtet, was darin begründet liegt, dass sich die erste Wehranlage auf der Spitze des Felsens befand. Um die Substanz zu erhalten, verleg¬te man seine Bautätigkeit nach unten, bis man schließlich die Talsohle erreichte. So befindet sich der erste Schlosshof bereits auf Höhe der 3. Etage, die von Tei¬len des Unterschlosses aus der Renaissance geprägt ist, dem mittelalterlichen Burgbau auf dem Felsen und dem integrierten Treppenhaus. Verschiedene Fel-sengänge und Gewölbe wurden seinerzeit in den Fels gehauen, die heute teilweise als Zu- und Durchgängezudeneinzelnen Be-reichen dienen. Eine romanti¬sche Atmosphäre strahlt der in seinen Anfängen des 16. Jahrhun¬derts im französischen Stil 1781 umgestaltete Schlosspark aus, der nach dem verheerenden Hochwasser im Sommer des Jah¬res 2002 wieder hergestellt wur¬de.

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