Schlösser und Burgen von A-Z 77

Kavaliershaus
(Altes Schloss) Weißkollm
02999 Weißkollm
Niederschlesischer
Oberlausitzkreis
Weißkollm liegt 12 km östlich von Hoyerswerda. Im Jahre 1268 gehörte der Besitz der Familie von Schreibersdorf. Im 16. Jahr-hundert erwarben es die Herren von Pannewitz und seit 1700 war Weißkollm Eigentum dersächsi- schen Familie von Schönberg- Bibram. Der Bau des so genann¬ten „Neuen Schlosses“ 1840- 1845 wurde von den Herren in Anlehnung an das königli¬che Schloss Sanssouci vollzo¬gen. Der preußische Haupt¬mann Heinrich Wilhelm Schulz, nach seiner Nobilitierung Arthur von Steynitz, kaufte 1902 das Gut und Schloss. Er verband durch umfangreiche Bauma߬nahmen von 1904 bis 1905, so durch Errichtungeines mit Arka-den versehenen Mittelbaus, das Alte und das Neue Schlosszu ei¬nem einheitlichen Komplex. So¬mit bekam das Anwesen seine neobarocken Formen. Das „Alte Schloss“ wurde auch als Kava¬liershaus bezeichnet. Durch den letzten Besitzer ab 1918, den Großindustriellen Hugo Stin- nes, wurde die Anlage als Jagd¬schloss genutzt und durch den Einbau eines Pferdestalles stark verändert. Eswarauch beliebter Treffpunkt von Größen der NSDAP und der Reichsregie¬rung. Bedeutende Teile der weiträumigen Gutsanlage wur¬den in den Jahren 1946-1948 be¬seitigt. Im Kavalierhaus ist heu¬te eine Arztpraxis unterge¬bracht. Im Park mit altem Baum¬bestand sowie Schloss- und Fasanerieteich finden Sommer¬feste statt.

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Schloss Weißenborn
09600 Weißenborn
Landkreis Freiberg
Aus der Kreisstadt Freiberg fährt man entlang der Beschilderung südöstlich nach Weißenborn. Es ist im Kern ein mittelalterliches, burgartiges Schloss, das ehe¬mals stark befestigt war und ei¬nen malerischen Anblick bietet. Umgeben war es einst von einem Wallgraben. Es stammt im We¬sentlichen aus dem 16. und 17. Jahrhundert und unterlag im 19. Jahrhundert einigen Veränderun-gen, besonders im Inneren durch die Nutzung als Kulturhaus seit 1951. Es ist ein verputzter dreige¬schossiger Bruchsteinbau, als kleine ovale, geschlossene Anla¬ge mit Innenhof. Letzterer hat ei¬nen Treppenturm sowie einen Laubengang in historischen For-men des 19. Jahrhunderts. Die Kü¬che im Erdgeschoss besitzt ein Kreuzgratgewölbe mit Mittelsäu¬le. Das Objekt sowie der Park be-finden sich heute in Privatbesitz und sind nicht öffentlich zugäng¬lich.
Schloss Hubertusburg
04779 Wermsdorf
Landkreis Torgau-Oschatz
Wermsdorf, mit einem der grö߬ten Schlösser Sachsens, liegt an der Verbindungsstraße zur A 14 Richtung Grimma und der B 6 RichtungDahlen.
Erwähnt wird Wermsdorf erst¬mals im Jahre 1206 in einer Urkun¬de, in der ein Henricus de Weren- boldisdorf als Zeuge zur Schlich-tung eines Streites auftritt. Die Herren Burkhardus de Werenbo- lestorpund Heinrich von Wermol- distorph treten im 13. und 14. Jahr-hundert in Erscheinung. Dem Herrn von Mutzschen, Burggraf Meynhervon Leisnig, gehörte im Jahre 1419 auch Wermsdorf und von 1445 bis 1565 saßen hier die Rittervon Starschedel. Unterdem sächsischen Kurfürsten August I. wurde das bestehende Rittergut erweitert undzum Jagdsitzausge- baut. Sein Enkel Christian II. ließ das Jagdschloss 1608-1610 er¬bauen, das sein Bruder, Kurfürst Johann Georg I., 1617 erweitern ließ. Verschiedene Baumeister, unter ihnen Simon Hoffmann und Friedrich Steger, betreuten den Bau von 1624 bis 1627. Im Dreißig¬jährigen Krieg wurde das Schloss mehrfach durch die Schweden ge- plündertundgebrandschatzt. Die erste Parforcejagd nach französi¬schem Beispiel fand 1699 in den Hermsdorfer Jagdgründen statt, nachdem Friedrich August I. (als AugustderStarkeindieGeschich- te eingegangen) das Jagdschloss seinem Statthalter Fürst Egon von Fürstenberg übergeben hatte. Das eigentliche Schloss Huber¬tusburg entstand in den Jahren von 1743 bis 1751. Auf der Straße vom „Alten Jagdschloss“ zur Hu¬bertusburg zeigt sich die Verbin¬dung des Renaissanceschlosses mit dem Barockschloss. Hinter derrundbogigen Einfahrt gelangt man auf den „Schmiedehof“. Der rechte Flügel beherbergt heute den festlichen Kultursaal. Der in¬nere Schlosshof überwältigt durch seine Weiträumigkeit. Das Schlossareal bildet in seiner Ge¬samtheit ein großes Gebäude-Viereck mit Hof und zählt zu den größten Schlossbauten in Deutschland. Im Inneren betrach¬ten wir nach Eintritt durch den ovalen Mittelrisalit das Vestibül, die katholische Kapelle, dasTrep- penhaus. Der„Hubertussaal“ mit Reliefs in Stuckmarmorvon Adam Friedrich Oeserist eine der beson¬deren Sehenswürdigkeiten. Ei¬nen wunderbaren Anblick bietet die Schlosskapelle mit ihren weißen und roten Stuckmar¬morwänden, die mit vergoldeten Schmuckornamenten versehen sind. Ebenso herrlich sind der Al¬tar und die Orgelempore sowie die Kanzel. In die Geschichte ging das Schloss durch den „Huber-tusburger Frieden“ ein, als hier am 15. Februar 1763 der Friedens¬vertrag zur Beendigung des Sie¬benjährigen Krieges geschlossen wurde. Ab 1763 begann das Schloss zu veröden, erst mit Kur¬fürst Friedrich August III. zog wieder Leben ein und Erhal-tungsmaßnahmen stoppten den Niedergang, ohne je die einstige Pracht zu erreichen. Von 1769 bis 1849 richtete Friedrich Tännich, ein Töpfer, hier eine Steingutfa¬brikein. Das Hauptgebäude dien¬te auch als Militärmagazin, Laza¬rett, Strafanstalt und Hospital. 1840 entstand hier das „Huber¬tusburger Landeskrankenhaus“ und „Landessiechenhaus“ für körperlich-chronisch Kranke, 1973 die „Kliniken Hubertus¬burg“.

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