Schlösser und Burgen von A-Z 78

Schloss Wiederau
04523 Wiederau
Landkreis Leipziger Land
Wer auf der Straße von Zeitz nach Leipzig reist, kommt kurz hinter Pegau zum Ort Wiederau. Einst stand an Stelle des heutigen Schlosses eine alte Wasserburg, bis sich 1705 der Leipziger Han¬delsherr David von Fletscher ent¬schloss, durch den Leipziger Baumeister Johann Gregor Fuchs dieses Schloss errichten zu las¬sen. Als die Grundherrschaft vom Grafen Hennicke, einem Günst-ling des Grafen Heinrich von Brühl, übernommen wurde, war dies 1737 Anlass für die Entste¬hung und Aufführung von Johann Sebastian Bachs Kantate „Ange¬nehmes Wiederau“. Das Objekt ist ein dreigeschossiger Recht¬eckbau mit zwei leicht hervortre-tenden Seitenflügeln. Das Ein¬gangsportal befindet sich im Mit-telrisalit, der durch einen wun-derschönen rundbogigen Uhren-giebel bekrönt wird. Eine steiner¬ne Treppe führt den Besucher zum Innenraum, der im We¬sentlichen seine ursprüngliche Raumstruktur behalten hat. Se¬henswert sind die Stuckaturen in fast allen Räumen. Das Prunk- stückimSchlossistdersich über zwei Stockwerke erstreckende barocke Festsaal mit einem schö¬nen Deckengemälde von Giovan¬ni Francesco Marchini. Die von Pi-lastern gegliederten Wände zei¬gen Bilder mit mythologischen Szenen, die vermutlich dem glei¬chen Künstler zuzuordnen sind. Nach dem Krieg fanden im Schloss Vertriebene eine not¬dürftige Unterkunft. Danach zo¬gen die Gemeindeverwaltung und ein Kindergarten ein. Der einstige Park ist nur noch teil¬weise vorhanden und kleinere Wasserflächen zeugen noch von der Existenz einer früheren Was¬serburg. Auch das jetzige Bau¬werk ist auf Pfählen gegründet. Das Schloss wurde vollkommen restauriert und soll der Öffent¬lichkeit, besonders wegen der wiederhergestellten prächtigen Innengestaltung, zugänglich ge¬machtwerden.

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Burgruine Wiedersberg
08606 Wiedersberg
Vogtlandkreis
Wiedersberg liegt an der B 173, unmittelbar vor der Grenze zu Oberfranken. Oberhalb des Dor¬fes, an einem steilen Felsvor¬sprung, stehen die Ruinen der alten gleichnamigen Burg. Ver¬blieben sind nur noch ein recht¬eckiger Turm sowie geringe Mauerreste einstiger angren¬zender Gebäude. Urkundlich wird die Burg erstmals im Jahre 126/erwähnt, in derein Reinbot von Wiedersberg genannt wird. Die in den Jahren 1288 bis 1327 genannten Personen, die mit Wiedersberg in Zusammenhang zu bringen sind, stammten aus dem Geschlecht derer von My¬lau und lassen vermuten, dass bis 1288 die Wiedersberger ver¬drängt wurden. 1337 ging die Herrschaft an die Wettiner und 1386 wird Ritter Jan Rabe mit Wiedersberg belehnt. Albrecht Rabe verkauft 1421 die Burg an die Herren von Machwitz, was darauf schließen lässt, dass die Anlage zu dieser Zeit noch be¬wohnbar war. Erst 1452 erwer-ben die von Machwitz auch Rit¬tergut und Dorf Wiedersberg, worauf vermutlich der Wohnsitz auf der Burg aufgegeben wurde. Nicht bewiesen ist auch die Ver¬mutung von W. Bachmann, dass die Burg im Jahre 1430 von vor¬beiziehenden Hussiten verheert worden sei. Sicher scheint, dass sie durch den Wechsel des Wohnsitzes derer von Mach¬witz in das Rittergut dem Ver¬fall preisgegeben wurde. 1582 kommt die Familie von Fei- litzsch in den Besitz des Gutes, der ab 1627 in kürzeren Abstän¬den mehrere Eigentümer fol¬gen. Die letzten Besitzer waren von 1764 bis zur Enteignung 1945 Angehörige der Familie Gräf. Heute befindet sich die Burgruine im Besitz der Ge¬meinde Triebet, die in den ver¬gangenen Jahren Erhaltungsar¬beiten ausgeführt und weitere geplant hat. Das Burggelände wird für Veranstaltungen, insbe¬sondere durch den Verein zum Erhalt der Kirche Wiedersberg, genutzt. Jährlich findet hier un¬ter anderem das Sängertreffen statt. Von der ehemaligen Burg¬anlage um 1200 finden wir heu¬te noch die Fundamente zweier Türme, der Schildmauer und den Torturm vor. Letzterer be¬fand sich zwischen der Vor- und Hauptburg und dem so genann¬ten Jägerhaus innerhalb des Burghofes. Reste des alten Pa¬las sind noch im Untergeschoss vorhanden.
Schloss Wiesenburg
08121 Wiesenburg
Landkreis Zwickauer Land
Schon weithin sichtbar ist das auf einer Anhöhe stehende, in neuer Putzverkleidunggestalte¬te Schloss wahrzunehmen, welches ca. 10 km südöstlich von Zwickau an der B 93 liegt. Veit von Wiese legte hier um das Jahr 1110 den Grundstein für die eins¬tige Burg, die im 12. Jahrhundert aus einem Palas, zwei Rundtür¬men, dem Tor und einer Reiter¬stube bestand. In den folgenden Jahrhunderten zählten zu den Besitzern der Anlage Adlige aus Plauen und Meißen. Späterfolg- ten die Herren von Planitz und der Kurfürst von Sachsen. Im 14. Jahrhundert kamen im Zuge der Erweiterung der Burg eine Schösserei und ein Torgebäude sowie ein Hundezwinger hin¬zu. Wie bei vielen Burgen und Schlössern im Laufe ihrer geschichtlichen Entwicklung machte auch das Feuer vor Wiesenburg keinen Halt. Eine Feuersbrunst fügte der Anlage 1553 erheblichen Schaden zu. Ab dem Jahre 1700 gehörte das Schloss der Stadt, die der Anla¬ge einen achteckigen Turm hin¬zufügte. Was der Brand nicht vermochte, bewirkten in den fol-genden Jahrhunderten Stürme und Unwetter. Das Schloss wur¬de derart in Mitleidenschaft ge¬zogen, dass es nicht mehr zu Wohnzwecken genutzt werden konnte. Notwendige Erhal¬tungsmaßnahmen bewirkten je¬doch, dass in der Folge bis zum Jahre 1912 eine Kranken- und Er¬ziehungsanstalt im Schloss un¬tergebracht werden konnten. Mit deren Auflösung verfiel die Anlage zusehends, bis nach der Vereinigung Deutschlands 1994 der Augsburger Fabrikant Ru¬dolf Schmidt das Schloss in Be¬sitz nahm. Es wurde saniert, so- dass es sich der Öffentlichkeit wieder im „neuen Gewand“ prä¬sentieren kann und Wohnungen in die Anlage gebaut wurden.

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