Schlösser und Burgen von A-Z 82

Schloss Neusorge
09648 Zschöppichen
Landkreis Mittweida
Südlich von Mittweida, in der Nähe der Zschopau gelegen, be¬findet sich dieser Ort. Neusorge wurde 1445 als Rittergut erst- mals erwähnt. Es befand sich seit etwa 1551 als eine reiche Gutsherrschaft im Besitz der Familie von Schönburg. Als ein Brand 1579 die Anlage weitgehend ver¬nichtete, entstand an gleicher Stelle ein Renaissanceschloss. Es wird 1610 an den Kurfürsten verkauft und ein Amtssitz einge¬richtet. General K. Siegmund von Arnheim erwirbt Neusorge 1689 und lässt an Stelle des Vorgän¬gerbaus um 1720 das heutige Schloss errichten. Ein Blitz ver¬nichtet 1745 erneut die gesamte Anlage, wovon die Wirtschafts¬gebäude unmittelbar nach dem daraus entstandenen Brand wie¬der aufgebaut wurden, jedoch das Schloss in den nächsten 150 Jahren in ruinösem Zustand ver¬blieb. Nachdem 1910 die Kunst¬gegenstände aus dem Schloss entfernt wurden, übernahm von 1921 bis 1923 Elsa Brand¬ström den symmetrischen Drei¬flügelbau mit seinem schieferge¬deckten Mansarddach und Gauben, ließ ihn ausbauen und richtete hier ein Heim für Kriegs¬waisen ein. Er besitzt einen Mittelrisalit mit Dreiecksgiebel und zwei Seitenrisalite. Die Hauptfassade im Hofbereich wird durch eine sandsteinerne Wappenbekrönung über dem in der Mitte liegenden Hauptportal betont, das über eine vorgelegte Freitreppe erreicht werden kann. Im Innern finden wir ein reprä¬sentatives Haupttreppenhaus mit Granitstufen und eine Por¬phyrbrüstung aus dem Jahre 1922.1945 wurde in das Schloss ein Spezialkinderheim gelegt und von 1976 bis 1984 entstand ein Neubau des Heimes. Von der barocken Gartenanlage blieb nichts erhalten, doch unterhalb des Schlosses schließt sich eine große Parkanlage mit altem Baumbestand an. Das Schloss befindet sich in Privatbesitz.

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Schloss Wildeck
09405 Zschopau
Mittlerer Erzgebirgskreis
Zschopau erreicht man auf der B 174 in Richtung Grenzüber¬gang zur tschechischen Repu¬blik, auf halbem Wege zwischen Chemnitz und Marienberg. Auf einem Bergsporn über dem Flüsschen Zschopau steht am Rande der Stadt gleichen Na¬mens das Schloss Wildeck mit seinem im Zentrum der Anlage stehenden „Dicken Heinrich“, einem umfangreichen und ho- henTurm. Dieserwarim 12. Jahr¬hundert zum Schutze des alten böhmischen Steiges und zur Si¬cherung des Flussübergangs er¬richtet worden. Hier entlang zog sich der Handelswegvon Leipzig nach Prag, auf dem die Kaufleute unter anderem auch das „weiße Gold“ (Salz) transportierten. Ur¬kundlich wird Zschopau erst¬mals im Jahre 1286 erwähnt, doch lange vorher stand hier Schloss schon benannter Turm, der heu- Wildeck, te das älteste Bauwerk Zscho- Zschopau paus ist. Anfangs war er nur 20 m hoch mit einem Eingang, der sich 14 m über der Erde befand. Gegen Ende des 12. Jahrhun¬derts baute man zum Schutze der Stadt um den Turm eine Burg, die 1545-1547 unter Kur¬fürst Moritz zum Jagdschloss umgebaut wurde. Das Schloss war mit Fest- und Repräsenta¬tionsräumen ausgestattet und besaß einen Bärenzwinger. Es war Sitz des Oberforst- und Landjägermeisters, der die kur¬fürstlichen Waldungen verwalte-te. Viele Jahre hatte dieses Amt Herr von Rüxleben inne, der in der Gunst des Kurfürsten August I. stand. Bis in das 20. Jahrhun¬dert diente Schloss Wildeck als Verwaltungsgebäude und ist auch heute der Öffentlichkeit zugänglich. Es beherbergt ein Heimatmuseum, eine Biblio¬thek und das Fremdenverkehrs¬amt. Die verschiedensten Verei¬ne Zschopaus nutzen weitere Räumlichkeiten im Schloss. Der Schlossgarten lädt zum Verwei¬len ein, und der„Dicke Heinrich“ bietet nach Überwindung der 144 Stufen einen herrlichen Aus¬blick auf die Stadt und Umge¬bung. Ein im Stile des 16. Jahr¬hunderts restaurierter Raum steht zur Besichtigung offen. Schloss Wildeck bekam erst jüngst einen neuen Fassadenan¬strich und präsentiert sich nun in einem weißen „Kleid“.
Schloss Zschorna
01561 Zschorna
Landkreis Riesa-Großenhain
Nördlich der Radeburger Heide an der A 13 liegt Zschorna, nördlich von Dresden. Besitzerder Anlage waren die Herren Sifried de Schonfeit, die von Köckeritz und ab 1462 die Herren von Schleinitz, vormalsGebrüdervon„Hermans- dorff“. Umgeben war die Anlage von Wassergräben, die späterver- füllt wurden, wodurch eine schö¬ne gepflegte Parkanlage ent¬stand. 1488 legte man den ersten Teich im Territorium an, weitere folgten erst 1722. Die ursprüngli¬che alte Wasserburg wurde im Jahre 1537 zum Schloss umge¬baut. Sein heutiges Aussehen er¬hielt es 10 Jahre später durch die Brüder Christoph und Heinrich von Beschwitz, nachdem sie das alte Schloss abgebrochen hat¬ten. Das regelmäßige Viereck der Schlossanlage entstand durch spätere Anbauten. Seine Mauer¬stärken sind beachtlich und das Gebäude besitzt drei Stockwerke. Hannibalvon Lüttichau kauftedie Herrschaft von Nikol Beschwitz und besaß diese bis 1612, worauf er sie an Carl Christoph von Gold¬stein verkaufte. 1671 kam sie dann in den Besitz des Oberconsistori- alpräsidenten Gottfried Hermann von Beichlingen. Weitere Besitzer folgten in den nächsten Jahrhunderten.wiedievon Nischwitz, Au¬gust von der Sahla auf Schönfeld, der 1768 verstarb, sowie Carl Friedrich von Erdmannsdorf, kur¬fürstlich-sächsischer Kammer¬herr, dessen Nachfahren bis weit indasi9.JahrhundertdasSchloss besaßen. Auf Schloss Zschorna wusste man auch zu feiern, be¬sonders zu jenerZeit, als der Kabi¬nettminister von Hoym am Dres¬dener Hof Besitzer des Schlos¬ses war. Während Deutschlands „brauner Zeit“ diente das Schloss der NSDAP als „Haus der Kame¬radschaft“ und in der sozialisti¬schen Zeit als Landesschule für Pionierleiterund FDJ Zentralschu¬le. Heute ist es in Privatbesitz.
Schlossruine Osterstein Schloss Planitz
08056/08064 Zwickau
Kreisfreie Stadt Zwickau
Der Freistaat Sachsen ist wahr¬lich ein geschichtsträchtiges Land, und seine Bauwerke, wenn auch schon viele verfallen, er¬zählen uns als stumme Zeugen davon. Auch Zwickau kann auf zwei Schlösser verweisen, von denen Schloss Osterstein, im Zentrum der Stadt gelegen, heu¬te nur noch als Ruine vorzufinden ist und nach 1212 als markgräfli¬che Burg entstand. Dieses er¬langte, als es noch ein stolzer und fester Bau war, eine traurige Berühmtheit, denn das Schloss diente lange Zeit als Zuchthaus, dessen prominentester Insasse wohl Karl May gewesen ist. Von 1587 bis 1590 entstand das Schloss für Kurfürst August neu. 1632 wurde es nach Zerstörung wieder hergestellt. Von 1806 bis 1807 kam noch der Westflügel hinzu. Heute wirkt das Schloss düster und fast Furcht einflö¬ßend, doch Pläne liegen bereits vor, dieses Bauwerk in Zukunft zu einem attraktiven Anzie¬hungspunkt für Besucher zu ge¬stalten.
Im Ortsteil Planitz, am Südrand der Stadt, finden wir das barocke zweiflüglige Schloss in erhalte¬ner Substanz. Es erhebt sich hoch auf dem Schlossberg und diente den Rittern von Planitz als Sitz. Erbaut als Burg und im Lau¬fe der Zeit mehrfach umgestal¬tet, ist Schloss Planitz vermut¬lich in der Mitte des 12. Jahrhun¬derts entstanden. Es überstand
alle Kriegswirren und Brände seit seinem Bestehen. Seine heutige Gestalt erhielt es um die Jahre 1730-1740. Noch vor wenigen Jahrzehnten umgab das Schloss ein herrlicher Park, der jedoch größtenteils beseitigt wurde, in dessen erhalten gebliebenem Teil jedoch ein sehenswerterTee- pavillon von 1769 steht. Genutzt wurde das Schloss Planitz auf vielfältige Weise, im vergange¬nen Jahrhundert als Rathaus, später als Unterkunft für Wis¬mut-Arbeiter und Ausbildungs¬stätte der Polizei. Schloss Planitz ist heute Sitz des Clara-Wieck- Gymnasiums und für die Öffent¬lichkeit nichtzugänglich.

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